Biber

Ansprechpartner

Ansprechpartner für das Gebiet der Aue:

 

Dr. Bernd Bode

 

Telefon 05136 9178287

[email protected]

Ansprechpartner für das Gebiet der Fuhse und Erse:

 

Donald Albrecht

 

Telefon 05173 2615

[email protected]

Der Biber ist zurück

  

 

Vor rund 10 Jahren wurden an der Fuhse und der Aue erste und vereinzelte Spuren an Gehölzen, die „Meister Bockert“ benagt hatte, gefunden. Heute ist der Biber an Fuhse, Erse und Aue in unserem Gebiet wieder dauerhaft heimisch. 

Er hat sich in den letzten Jahren aus Richtung der Aller kommend ausgebreitet. Es ist damit zu rechnen, dass er alle Flussläufe und vermutlich auch in der Nähe liegende Seen, Teiche und kleine Bäche besiedelt. Deshalb wird es Zeit, dass wir uns um diesen neuen, auffälligen und spannenden Gast in unserer Natur kümmern. Das geht unser Ortsverein mit der Bildung einer kleinen Arbeitsgruppe an. 

Neben der Unterstützung eines vom NABU Niedersachsen initiierten Monitoring besteht bereits eine Vernetzung zu benachbarten Biber - Gruppen im Raum Celle, Gifhorn, Peine und Laatzen, um sich über die Entwicklung in angrenzenden Gebieten auszutauschen. Das Gespräch mit den Naturschutzbehörden, Gemeinden und dem für unsere Flüsse zuständigen Unterhaltungsverband wird dabei gesucht.

 

Angenagte und gefällte Bäume, aktive und eingebrochene Erdbaue und deutliche Spuren seiner Wege rund um die Flussläufe sind hier nun häufig zu finden. Dämme, Burgen oder umfangreiche Grabaktivitäten haben wir noch nicht beobachtet.

 

 

Der nachtaktive Biber hält sich in seinem Gewässer auf, für die Suche nach seiner ausschließlich pflanzlichen Nahrung begibt er sich gewöhnlich nur in einem kleinen Bereich von 10 bis 20 m vom Ufer. Dort finden sich seine Spuren, ihn selbst wird man kaum zu Gesicht bekommen. Bei uns lebt er ausschließlich in Erdhöhlen, deren Zugang immer unter der Wasserlinie liegt. 

  

Dem Biber als streng geschützte Art wird dabei der nötige Raum belassen werden müssen. In unserer dicht besiedelten Gegend sind aber auch Konflikte mit dem Menschen und seinen Aktivitäten nicht auszuschließen, da der Biber seinen Lebensraum aktiv gestaltet. Die bisher hier beobachteten Aktivitätszentren liegen aber nahezu alle recht weit von Ortschaften, Wegen und Bauwerken entfernt, so dass keine gravierende Probleme zu erwarten sind. Sollten trotzdem Probleme auftreten, ist die Naturschutzbehörde bei der Region Hannover der Ansprechpartner. 

 

Unser Bundesverband hat umfangreiche Informationsmaterialien über den Biber und seine Lebensweise, die für die Ökosysteme an Flüssen, Seen und für den Wasserhaushalt viele gute Auswirkungen hat, zusammengestellt:

  

 

Biber: ein Multitalent im Ökosystem - NABU

Wir beobachten die weitere Entwicklung regelmäßig und stehen gern für Fragen zur Verfügung. Über weitere Unterstützung und Schilderungen von Sichtungen freut sich unsere Biber AG.