In eigener Sache

Diese Website des NABU Burgdorf-Lehrte-Uetze befindet sich zur Zeit im Aufbau und ist von daher im Erscheinungsbild und in den Funktionalitäten noch nicht perfekt. Wir arbeiten daran und danken für Ihr Verständnis.

 

 

Fledermaus-Führung in der Eilenriede in Hannover

Hans-Jürgen Sessner mit den Kindern der Führung, alle Fotos: privat
Hans-Jürgen Sessner mit den Kindern der Führung, alle Fotos: privat

Noch einmal zur späten Stunde öffnete die Waldstation in der Eilenriede in Hannover am Freitag, den 29. Juli  ihre Pforten. Rund 60 Personen hatten sich für die Fledermausführung angemeldet. Bernd Rose vom NABU als Fledermaus-Regionalbetreuer und sein Team, informierte über die Lebensweise dieser "Schönen der Nacht". Darunter waren viele interessierte Kinder, die von Hans-Jürgen Sessner auf spielerische Weise eigens unterrichtet wurden. Dazu ging es hinauf auf das 36m hohe Wald-Hochhaus, was um diese Zeit bei Sonnenuntergang ein besonderes Erlebnis war. Als die Dämmerung dann vorangeschritten war, konnten die Besucher noch einen kurzen Blick in das Winterquartier der Fledermäuse werfen. Hierin sind die Voraussetzungen gegeben, um eine Überwinterung zu garantieren. Endlich war es soweit, dass die ersten Fledermäuse ihre Runden drehten, um auf Insektenjagd zu gehen. Mit Detektoren ausgerüstet, standen Groß und Klein staunenden Blickes suchend nach den flinken Tieren zusammen und beobachteten das Schauspiel. Alle waren sich einig, dass dieses eine gelungene Veranstaltung mit einer Fülle von Informationen und einem tollen Naturerlebnis war.

 

Iris Darimont-Liebthal

Ferienpass-Aktion am 26. Juli

Zu einer gelungenen Ferienpass-Aktion auf der Burgdorfer Streuobstwiese trafen sich  am Vormittag des 26. Juli 15 Kinder, darunter 6 Kinder aus der Ukraine, in Begleitung von vier Betreuern. Gestaltet wurde diese Aktion von der Ferienpass-Leiterin Ulrike Kadatz gemeinsam mit Stefan Auerbach und Ernst Schmidt vom NABU. Nach einer Führung durch den Stadtpark mit vielen interessanten Geschichten zu Bäumen und Tieren ging es auf der Streuobstwiese auch um Fragen, wann ein Apfel eigentlich reif ist und dass man die Früchte auf der Wiese nicht einfach pflücken darf, weil sie den jeweiligen Baumpaten gehören. Das Essen von Hot Dogs und etwas Fussballspiel rundeten diesen Tag ab, und nebenbei wurden die Bäume gewässert.

NABU-Fahrradtour mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern

25 entspannte Kilometer bei bestem Radfahrwetter,   Fotos: NABU/Detlev Rossa
25 entspannte Kilometer bei bestem Radfahrwetter, Fotos: NABU/Detlev Rossa

Kentucky Coffeetree im Burgdorfer Stadtpark und Bienenfresser in einem gesicherten Bereich bei Engensen  - das waren nur zwei Highlights auf einer rundum gelungenen Fahrradtour am Sonntag, 10. Juli, unter der erprobten Leitung von Ernst Schmidt. Die starke Trockenheit, aber auch positive Beispiele wie Blühstreifen in der Burgdorfer Weststadt oder die NABU-Nutzung eines ehemaligen Transformatorenhauses in Schillerslage waren weitere Stationen dieser Tour, nicht zu vergessen gemeinsamer Kaffee mit verschiedenen Torten als Rast vor dem Abschluss. Am Ende waren alle Radfahrerinnen und Radfahrer zufrieden und freuen sich auf das nächste Angebot.

Unser Wildbienen-Spaziergang am 3. Juli

Großes Interesse beim Wildbienen-Spaziergang in der Burgdorfer Weststadt
Großes Interesse beim Wildbienen-Spaziergang in der Burgdorfer Weststadt
Viel Flugverkehr an der Wildbienen-Nisthilfe Fotos: NABU/Detlev Rossa
Viel Flugverkehr an der Wildbienen-Nisthilfe Fotos: NABU/Detlev Rossa

Auf großen Zuspruch traf das Angebot zu einem gemeinsamen Wildbienen-Spaziergang in der Burgdorfer Weststadt. Mehr als 30 Interessierte konnte Hans-Jürgen Sessner an mehreren Stationen für das Leben der Wildbienen sensibilisieren. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 600 Arten registriert, von denen aber nur einige hier bei uns ihren Lebensraum finden und Lebensraum bedeutet zuerst einmal: "ihre" Pflanzen bzw. Blüten. Grundsätzlich sind die hier entstandenen Blühwiesen ein guter Ansatz, jedoch bedarf es einer kontinuierlichen Pflege, was vor allem die Entfernung des Mähguts und damit der überschüssigen Nährstoffe angeht. Laut Sessner ist eine gute Lösung aber noch nicht in Sicht, die zum Beispiel im Durchziehen von Schafherden bestehen könnte.

Unsere Kräuterexkursion bei hohen Temperaturen

Expertin Dr. Heidrun Roland mit NABU-Vorstand Ernst Schmidt
Expertin Dr. Heidrun Roland mit NABU-Vorstand Ernst Schmidt
Rund 25 Gäste auf der Streuobstwiese (Fotos: NABU/Detlev Rossa)
Rund 25 Gäste auf der Streuobstwiese (Fotos: NABU/Detlev Rossa)

Trotz hoher Temperaturen kamen am Sonntagmorgen (26.6.) rund 25 Gäste zusammen, um sich von der Expertin Dr. Heidrun Roland vor Ort auf der Burgdorfer Streuobstwiese verschiedene Kräuterpflanzen und ihre Wirkungsweisen erklären zu lassen.  Und unter diesen Pflanzen gibt es auch ganz Große wie z. B. die Linde, die Eiche oder die Birke, die heilende Kräfte entfalten können. Wichtige Erkenntnis im ewigen Disput zwischen Schulmedizinern und Heilpraktikern ist nach Heidrun Roland, dass im Gegensatz zu vielen Medikamenten die Heilmittel aus unserer Natur keine Nebenwirkungen auslösen.

Die kleinen Uhus sind unterwegs

Noch im Nest
Noch im Nest
Die Jungen unter strenger Aufsicht
Die Jungen unter strenger Aufsicht
Der Wasserturm auf dem Werksgelände
Der Wasserturm auf dem Werksgelände

Nach der in letzter Minute verhinderten Sprengung des Wasserturms auf dem ehemaligen Firmengelände der K+S in Riedel-Hänigsen haben die geschlüpften beiden kleinen Uhus den „Absprung“ aus ihrem Nest in luftiger Höhe absolviert und sind nun „zu Fuß“ auf dem Gelände unterwegs. Das Fliegen müssen die beiden nun langsam erst lernen. Das Areal wird von der Mutter streng bewacht, sie hat alles im Blick, um bei Gefahr sofort einzuschreiten. Da die Bewegungen der jungen Uhus in dieser Phase ihrer Entwicklung etwas „gestelzt“ wirken, werden sie gern als „Infantristen“ bezeichnet (was überhaupt nichts Militärisches meint).

NABU/Hans-Jürgen Sessner
NABU/Hans-Jürgen Sessner

Wildbienenschutz im Garten am 15.5.

Nach seinem ersten Vortrag über die Wildbienen am 9. April ging unser Experte Hans-Jürgen Sessner am 14. Mai auf die Frage ein, wie wir in unseren Gärten Wildbienen sinnvoll schützen können. Vor knapp 20 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern erläuterte er, wie Pflanzenvielfalt und Gestaltung des Gartens beschaffen sein müssen, um den Wildbienen geeignete Lebensräume zu bieten. Zum einen sind dies die Blütenvielfalt und die Strukturvielfalt des Gartens, zum anderen helfen für einige Wildbienenarten entsprechende Nisthilfen, gern auch Bienenhotels genannt. Da alle diese Bienenarten hochspezialisiert sind, sollten heimische Wildpflanzen (zum Beispiel die Glockenblume) im Vordergrund stehen. Heute würde alles Mögliche "bienenfreundlich" genannt werden, was am Ende dann aber nicht hilfreich sei. Aber auch nichtheimische Arten wie zum Beispiel die sibirische Scilla (sibirischer Blau-Stern) sind sehr gut geeignet. Kritisch ging Sessner auf die so genannten Blumenwiesen ein, die man eben nicht einfach kaufen könne, sondern die wegen des notwendigen ausgemagerten Bodens sorgfältig entwickelt werden müssen. Zur Frage von Bienenhotels bleibt festzustellen, dass von rund 585 Bienenarten nur rund 35 Arten Hilfen annehmen, von rund 33.000 Insektenarten nutzen rund 150 Nisthilfen. Hilfreich ist es in jedem Fall, Totholz-Ecken, Trockenmauern oder Sandarien (für Bienenarten mit Erdnestern) anzulegen. Eine gute Nisthilfe ist ein trockenes Stück Hartholz (zum Beispiel Buche), dass mit Bohrungen zwischen 2 und 8 mm (jeweils 100 mm tief) versehen und dann an einem windgeschützten und trockenen Ort (ideal in Süd-Ost-Richtung) platziert wird. Am Ende seines Vortrags nahmen die Gäste viele wertvolle Informationen und auch kleine Samentütchen mit nach Hause.

Hindernis-Höhe verdoppelt

Die erste Hindernis-Höhe für Frösche, nicht in das Abwasserbecken der Burgdorfer Stadtwerke zu springen, wurde seitens der Tiere als zu niedrig empfunden.

Am 4. Juli haben wir die Höhe auf 120 cm verdoppelt, so dass selbst die sportlichsten Frösche scheitern werden, in das Becken zu springen, aus dem es für sie kein zurück mehr gibt. Im Rahmen dieser kleinen Aktion konnten auch 10 Frösche gefangen und in den natürlichen Teich entlassen werden.

Vogelwanderung am 24.4.

NABU/Detlev Rossa
NABU/Detlev Rossa

 

Die schon traditionelle „Vogelwanderung für jedermann“ war auch in diesem Jahr wieder ein schöner Erfolg. Am 24. April nahmen rund 35 Personen, darunter einige Familien, das Angebot des NABU Burgdorf Lehrte Uetze wahr, im Rahmen einer zweistündigen Wanderung durch den Burgdorfer Stadtpark ihr Wissen über die dort lebenden Vögel und ihre Verhaltensweisen zu erweitern. Unter der fachkundigen Leitung von Ernst Schmidt konnten sie ihr Gehör für die spezifischen Gesänge der verschiedenen Vogelarten schärfen. Der Zaunkönig als einer der kleinsten Vögel stellte dabei unter Beweis, dass er stimmenmäßig zu den ganz Großen gehört. Mit Interesse konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Beispiel beobachten, wie der Kleiber kopfüber den Baumstamm herunterläuft, um Nahrung zu finden und sie anschließend zu verfüttern oder der Star in guter Entfernung vor seinem Nest Wache hält. Neben dem, was fliegt und zwitschert, gab Ernst Schmidt auch interessante Einblicke zu den Bäumen in diesem Bereich und klärte zum Beispiel auf, waren an den Kopfweidenalleen nur jeder zweite Baum beschnitten wird, um früh im Jahr den Hummeln immer ein Nahrungsangebot machen zu können. Bei mancher Teilnehmerin oder manchem Teilnehmer wurde bestimmt der Wunsch geweckt, sich näher mit dem NABU und seinen Aktivitäten zu beschäftigen – auch dies immer wieder ein zusätzlicher Erfolg dieser Vogelwanderung.. mehr

Wasserknappheit im Raum Burgdorfer Holz

Seebeck mit nur noch wenig Wasser
Seebeck mit nur noch wenig Wasser
Weißenhaussee mit niedrigem Wasserstand
Weißenhaussee mit niedrigem Wasserstand
Ausgetrockneter Froschteich
Ausgetrockneter Froschteich

In den letzten Jahren werden zunehmend geringere Niederschläge verzeichnet. Das wirkt sich fatal auf Natur und Umwelt aus. Die Teiche, in denen Frösche und Kröten ablaichen, sind trockengefallen und die Amphibien verschwinden. Der wenige Regen im Winter reicht nicht aus, um die Teiche wieder zu füllen. Das Wasser versickert.

 

Außerdem ist der Grundwasserspiegel um 1,5 bis 2 Meter gesunken ist, sodass unterhalb der Erdoberfläche kein Wasser aufsteigt, um das fehlende Regenwasser auszugleichen. Das ist zum Beispiel an der Seebeck erkennbar, die durch das Burgdorfer Holz fließt und bei Obershagen in die Burgdorfer Aue mündet. Ihr Wassereinzugsgebiet im Grabensystem nördlich von Immensen und Arpke hatte im vergangenen Februar durch den Winterregen Wasser. Ab Anfang April ist sie wieder vollends trockengefallen. Der zu geringe Regenniederschlag versickert sofort.

 

Die Seebeck, früher noch als ein fischreicher Fluss im Burgdorfer Holz bekannt, droht völlig zu verschwinden. Der niedrige Grundwasserstand wird auch beim Weißenhaussee und Seerosenteich sichtbar. Außerdem entziehen die Wasserwerke dem Grundwasserkörper große Wassermengen (2,8 Millionen Kubikmeter im Jahr, höhere Mengen sind in Planung). Und die Landwirtschaft braucht mehr Beregnungswasser als zuvor. Nach Auffassung des NABU muss diese Entwicklung schnellstens gestoppt werden. Das, was der Mensch dem Grundwasserkörper entnimmt, muss er auch wieder hinzufügen, wenn die Niederschläge es nicht ausgleichen können.

 

Der NABU vertritt die Idee, dass gereinigtes Klärwasser nicht sorglos in die Burgdorfer Aue geleitet wird und dann irgendwann in der Nordsee verschwindet, sondern dass dieses Wasser die Landschaft wieder vernässt und dem Grundwasser erneut zugeführt wird. Auch kann das Wasser für die Feldberegnung verwendet werden und so das Grundwasser geschont werden. Das übrige Wasser würde in das Grabensystem der Seebeck in Zeiten der Wasserarmut eingeleitet werden. Ein Teil des Wassers kann versickern und den Grundwasserstand erhöhen, anderes würde den Bach regenerieren.

 

Auch ist es sinnvoll, überschüssiges Wasser in die Moore dieses Gebietes (zum Beispiel Bullenmoor, Wennmoor) zu leiten und diese Moore zu renaturieren, damit sie als Wasserspeicher dienen und damit das Mikroklima in Zeiten großer Hitze verbessern und auf diese Weise Kohlendioxid gebunden wird. Das Grabensystem muss durch Barrieren verändert werden, sodass es nur so viel Wasser wie nötig abführt.

 

 

Die Zeit drängt! Kommt es erst zur Trinkwasserknappheit oder es steht kein Wasser mehr für die Beregnung unseres Anbaus von Nahrungsmitteln zur Verfügung, dann ist die Not groß!

Stunde der Gartenvögel

Zur kommenden Stunde der Gartenvögel lädt der NABU zu verschiedenen Veranstaltungen ein. mehr



Willkommen beim NABU Burgdorf Lehrte Uetze

Für Mensch und Natur

Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017
Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017 - Foto: NABU/Peter Kühn

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt. Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft entwickeln.

 

In diesem Jahr bieten wir wieder eine Vielzahl naturkundlicher Exkursionen in die Natur an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

  

Wenn Sie sich vorstellen können, für die Natur hier in Burgdorf-Lehrte-Uetze aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.