Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Pressespiegel 2021

 

13. Februar 2021 - Neue Woche Burgdorf

Neue NAJU - Kindergruppe

Großes Interesse an Umweltbildung des NABU

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Die Blaumeise wird u. a. auf dem Programm der neuen NAJU-Kindergruppe im Frühjahr stehen.
Foto: Kathy Büscher

 

Burgdorf/Lehrte/Uetze (r/pa). Nach dem Aufruf zur Namensfindung und Gründung einer neuen NAJU-Kindergruppe für Burgdorf- Lehrte-Uetze erreichte den NABU-Ortsverband auf die Zeitungsartikel Ende Dezember hin eine große Anzahl von Rückmeldungen. So viele, dass eine Warteliste angelegt werden musste.

Besonders die damit verbundenen positiven Stimmen und der Zuspruch der Eltern freuten die Jugendleiterin Iris Darimont-Liebthal sehr: „Das spiegelt ein großes Interesse an der aktuellen Umweltbildung des NABU wider und den Wissensdurst der Kinder zu Fragen rund um die Natur. Wir werden uns gemeinsam mit den Kindern einen Gruppennamen überlegen, denn die Einsendung von Vorschlägen stand bei den Eltern für eine Anmeldung gar nicht an erster Stelle.“

Durch die Zeitungsartikel haben sich erfreulicherweise außerdem weitere Mitstreiter/innen gefunden, die sich aktiv als Betreuer/innen einsetzen wollen. Somit kann die Gruppengröße auf 25 bis 30 Kinder erweitert werden! Aktuell bereitet das Team das erste Treffen, Corona bedingt verschoben, für Ende März vor: Das Thema „Vögel beobachten, Vogelfedern bestimmen, Singvögel erkennen“ passt dann genau zur Jahreszeit. Denn auch die Wahl zum „Vogel des Jahres 2021“ ist noch bis zum 19. März möglich, gefolgt von der „Stunde der Gartenvögel“ vom 13. bis 16. Mai.

Das aktuelle Programm für „Kleine Naturforscher“ im Alter von sechs bis zwölf Jahren steht demnächst auch als Download zur Verfügung. Um eine verbindliche Anmeldung für die jeweiligen Termine wird vorher gebeten. Fragen werden unter jugend@ nabu-burgdorf-lehrte-uetze. de gerne beantwortet. Das Team freut sich auf die Aktionen mit den Kindern und hofft, diese dann mit den nötigen Hygienemaßnahmen endlich umsetzen zu können.

 

13. Februar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu legt Warteliste für Kinder an

 

Burgdorf. Die zum Jahresbeginn gegründete Kindergruppe des Naturschutzbundes (Nabu) in der Ortsgruppe für Burgdorf, Lehrte und Uetze kommt offenbar gut an. So gut, dass Jugendleiterin Iris Darimont-Liebthal jetzt bereits eine Warteliste hat anlegen müssen. Und dass, obwohl sich beim Nabu Freiwillige als Betreuer gemeldet hätten, sodass die Kindergruppe nun sogar 25 bis 30 Teilnehmer umfassen könne, wie der Nabu mitteilt.

Aktuell bereitet das Team um Darimont-Liebthal ein erstes Treffen für Ende März vor. Dabei soll es dann passend zur Jahreszeit um das Thema Vögel gehen. Die Kinder könnten dann Vögel beobachten, und sie lernten, Vogelfedern zu bestimmen und Singvögel zu erkennen.

Noch bis zum 19. März dauert die Wahl zum Vogel des Jahres 2021. Vom 13. bis 16. Mai hat der Nabu die Stunde der Gartenvögel ausgerufen. Weitere Infos gibt es auf www.nabu-burgdorflehrte- uetze.de. ks

 

12. Februar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Fledermäuse mögen den alten Bunker

Nabu-Experte Bernd Rose sucht weitere Winterschlafquartiere für die bedrohten Tiere

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Der Fledermaus-Regionalbetreuer Bernd Rose schaut im Bunker bei Hänigsen nach den Tieren, die dort ihr Winterquartier bezogen haben.
FOTO: SANDRA KÖHLER

 

Hänigsen/Dollbergen. Bei zwei bis sechs Grad Celsius schläft es sich im Winter am besten. Und wenn dann noch eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 90 Prozent herrscht und die Belüftung stimmt – dann fühlen sich die Schützlinge von Bernd Rose vom Naturschutzbund Burgdorf, Lehrte und Uetze so richtig wohl in ihren Quartieren. Vorwiegend Braune Langohren sind es, die bis zum Frühling in den vom Fledermaus-Regionalbetreuer für ihre Bedürfnisse eingerichteten alten Bunkern, Kellern und Betonröhren in der und rund um die Gemeinde Uetze überwintern. Auf dem alten Gasolingelände in Dollbergen ebenso wie in Eddesse im Landkreis Peine, in Burgdorf und Lehrte.

„Ab und an findet man auch mal eine Wasser- oder Fransenfledermaus. In anderen Gegenden ist das genau umgekehrt“, sagt Rose. An der Decke des alten Bunkers bei Hänigsen hat er Lochziegel befestigt, an der Wand Platten aus Stein und Styropor. Am Eingang gibt es zwei Steintürme. Rose versucht, den fleißigen Insektenfängern immer wieder etwas Neues anzubieten. Ob sie es wirklich mögen, zeige sich erst im Laufe der Zeit. Eins jedenfalls weiß er: „Da, wo man seinen Finger reinstecken kann, ist es ideal für Fledermäuse. Die lieben es, Körperkontakt zu den feuchten Steinen zu haben“, sagt Rose.

Feucht müsse es deshalb sein, weil sich die Fledermäuse während des Schlafs nicht putzen könnten. „Die Feuchtigkeit ist gut für die Flughäute und hält sie geschmeidig, das wirkt ein wenig wie Creme bei uns Menschen“, erklärt der Fledermausbetreuer. In einem zu trockenen Quartier würden sich die Tiere nicht zum Winterschlaf zurückziehen. Damit sie im Bunker gute Bedingungen vorfinden, leitet Rose das Wasser von der Regenrinne mit einem Schlauch hinein. „Im Sommer will ich die Belüftung noch verbessern“, sagt er. Vielleicht spräche sich der gehobene Komfort dann bei den Fledermäusen herum. Aktuell nutzen etwa zehn bis zwölf Exemplare den Bunker regelmäßig als Winterquartier.

Wäscheklammern an den Steinen zeigen an, an welchen Stellen bei der letzten Kontrolle im November Tiere waren. „Da war es noch zu warm, sie hatten die Augen offen und dösten“, sagt Rose. Mit einer Stirnlampe und einem Taschenspiegel kontrolliert er die Verstecke. Und tatsächlich, da hängt eine Fledermaus mit geschlossenen Augen in einem Loch neben der Wäscheklammer. Hinter ihr ist eine zweite zu sehen. „Das ist ungewöhnlich“, sagt Rose. Auch wenn die Tiere Geselligkeit lieben, ihren Schlafplatz nutzen sie eher allein. „Es kann sein, dass sie jetzt da seit November drin ist. Es kann aber auch sein, dass sie zwischendurch rausgeflogen ist und den Platz wieder aufgesucht hat“, sagt Rose.

Aufwachen kostet viel Energie

Es komme durchaus vor, dass die Tiere, die ihre Körper auf Umgebungstemperatur herunterfahren, die Pulsfrequenz auf drei Schläge pro Minute drosseln und in dieser Zeit nur einmal atmen, wach werden: um zu trinken oder ihre Blase zu entleeren zum Beispiel. Werden sie jedoch durch eine Störung geweckt und müssen ihre Körperfunktionen schlagartig hochfahren, verbraucht das viel Energie aus dem angefressenen Vorrat. Passiert dies öfter oder dauert der Winter zu lange, schwächt das die Tiere so sehr, dass sie sterben können.

Denn Insekten, bevorzugt Mücken, Fliegen und Falter, können sie im Winter nicht fangen. Etwa 3000 Stück benötigt eine einzige Fledermaus täglich, um satt zu werden, sagt Rose. Insofern könne sich das Artensterben bei Insekten auch verheerend auf die Population der Fledermäuse, die in der Regel pro Jahr nur ein Jungtier gebären, auswirken. Alle 24 heimischen Arten wurden bereits vor Jahrzehnten auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten gesetzt – besonders der Einsatz von Insektiziden und der Verlust ihres Lebensraums hatte den Fledermäusen stark zugesetzt. Eine weitere Gefahrenquelle, und zwar mitnichten eine kleine, sind Rose zufolge Windräder: „Im Bereich der Nabe entwickelt sich Wärme. Wo Wärme ist, sind Insekten, also die Futterquelle für Fledermäuse.“

Nabu sucht weitere Quartiere

So viele Fledermäuse wie zu Zeiten seiner Großeltern werde es also auch in Zukunft nicht mehr geben, meint Rose. Er jedenfalls freue sich darüber, dass Fledermäuse hierzulande als schützenswerte Tiere gesehen und positiv bewertet werden. Wer ihnen helfen will, kann beispielsweise auf Dachböden einen Einflugschlitz lassen oder Fledermausbretter aufhängen. Rose freut sich auch über Menschen, die ungenutzte Keller, Stollen oder Ähnliches als mögliches Fledermausquartier zur Verfügung stellen. Mit etwas Glück werden die Quartiere wie etwa in Dollbergen und Eddesse nicht nur als Winter-, sondern auch als Paarungsquartier genutzt. „Aber das entscheiden die Tiere ganz allein.“

 

Zu erreichen ist Rose unter Telefon (0 51 36) 8 12 65 sowie per e-Mail an rose@nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de.

Weitere Bilder finden Sie unter haz.de/uetze und neuepresse.de/uetze

 

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Munter guckt das Braune Langohr aus seinem Ruheplatz in einer Ritze.
FOTO: BERND ROSE

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Bitte nicht stören: Am Eingang des Bunkers befindet sich nicht nur das Einflugloch für die Fledermäuse, sondern auch ein Zettel mit Informationen.
FOTO: SANDRA KÖHLER

 

30. Januar 2021 - Neue Woche Burgdorf

Arbeitseinsatz des NABU

 

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Arbeitseinsatz in Wackerwinkel

 

In den letzten Monaten mussten viele Veranstaltungen des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze, z.B. Exkursionen und Vorträge, wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Aber die Arbeitseinsätze zur Instandhaltung von Streuobstwiesen und Teichen müssen stattfinden, um die Natur zu unterstützen. Deshalb trafen sich im Januar 10 NABU-Mitglieder an einem Teich in der Kieskuhle Wackerwinkel bei Uetze. Unter Einhaltung der Coronaregeln wurde dort der Uferbereich des Teiches frei geschnitten. Das ist eine Arbeit, die etwa alle 5 Jahre gemacht werden muss. Äste und Zweige von Bäumen und Hecken wurden entfernt. Das ist notwendig, damit ab dem Frühjahr genug Sonnenlicht ins Wasser gelangen und es aufwärmen kann. Dadurch kann sich der Laich, den die Amphibien in das Wasser ablegen, gut entwickeln. Auch zu viel Laubeintrag ist für das Gewässer nicht gut. Die geschnittenen Äste und Zweige wurden dann an den Seitenrändern aufgeschichtet und bieten dann gute Versteckmöglichkeiten für Tiere. Der Teich, an dem gearbeitet wurde, gehört nicht dem Verein; er zahlt 250 Euro Pacht pro Jahr dafür, die aber vom Besitzer regelmäßig wieder gespendet werden. (Foto oben)

 

27. Januar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu pflegt Biotop in Wackerwinkel

 

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Arbeitseinsatz in Wackerwinkel
FOTO: BERND ROSE

 

Seit Monaten müssen viele Veranstaltungen des Naturschutzbunds (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze ausfallen. Doch bei der Pflege der zahlreichen Streuobstwiesen und Amphibienteiche, die sie im Laufe der Jahre im Nordosten der Region Hannover angelegt haben, machen die Nabu- Mitglieder keine Abstriche. Jetzt haben sich zehn ehrenamtliche Naturschützer in der Kieskuhle in Wackerwinkel getroffen, um – mit viel Abstand untereinander – die Uferbereiche des Teichs, der sich am Grund der Kuhle gebildet hat, freizuschneiden. „Das ist eine Arbeit, die etwa alle fünf Jahre gemacht werden muss“, erklärt Nabu-Pressesprecherin Margret Schäfer. Es wurden Äste und Zweige von Bäumen und Hecken entfernt. Das sei notwendig, damit im Frühjahr genug Sonnenlicht auf die Wasserfläche fällt und das Wasser erwärmt. denn nur dann könne sich der Laich der Amphibien gut entwickeln. Die abgeschnittenen Äste und Zweige wurden an den Seitenrändern aufgeschichtet – als Unterschlupf für Kleintiere. dt

 

20. Januar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Tödliche Gefahr für Vögel

Nabu rät zu maßvoller Gartenbeleuchtung

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In einigen Bäumen im Stadtgebiet sind im Winter Lichterketten zu finden.
FOTO: ELENA EVERDING

 

Von Elena Everding

Burgdorf. Die Weihnachtszeit ist seit Wochen vorbei. Die für den Advent so typische Außenbeleuchtung vieler Häuser und Gärten aber macht mancherorts nach wie vor die Nacht zum Tag. Lichterketten hängen an Regenrinnen, vor Traufen und Carports, in Bäumen und Büschen der Vorgärten – mal bunt, mal blinkend. Weithin sichtbar ist unter anderem der illuminierte Turm der St.-Pankratius- Kirche im Herzen der Stadt.

Was beim Menschen die Stimmung in der dunklen Jahreszeit aufhellt, kann für Tiere zum Problem werden. Naturschützer sprechen von Lichtverschmutzung, weil überbordende Lichtquellen nachts schon mal Vögel irritieren und auch Insekten zusetzen können.

Kritik an Lichtverschmutzung

Der vogel- und insektenkundige Ernst Schmidt vom Naturschutzbund appelliert an Hausund Gartenbesitzer, sich das ganze Jahr über Gedanken über die Notwendigkeit von Außenbeleuchtungen zu machen. „Jede Lichtverschmutzung ist grenzwertig“, sagt er. Außer Straßenlampen und Leuchtreklamen trügen auch Privathaushalte zu einem immer heller werdenden Nachthimmel bei, sodass sich über größeren Städten sogar sogenannte Lichtglocken bildeten.

In einer maßvollen Nutzung von Lichterketten sieht Schmidt derweil kein Problem. „Im Winter fliegen keine Insekten umher, die durch das Licht angelockt werden könnten“, sagt er. Das sei eher im Sommer ein Problem. Veraltete Straßenlaternen, die Hitze entwickelten, zögen Insekten an, die dann verbrennen. Ungezählte Mücken, Fliegen, Käfer und Nachtfalter gingen in die tödliche Lichtfalle. Andere Tiere sieht Schmidt aktuell nicht gefährdet. „Fledermäuse und Igel sind im Winterschlaf, und Vögel schlafen nachts.“

Keine Kugellampen

Gleichwohl: „Seinen Garten sollte man generell nicht übertrieben ausleuchten“, rät Schmidt. Leuchten sollten daher nicht zu hell sein, zahlenmäßig auf ein Minimum begrenzt sein und am besten in Richtung Boden strahlen. Von Kugelleuchten rät der Naturschützer ab. „Bevor ich eine Lampe im Außenbereich anbringe, sollte ich mich fragen: Brauche ich diese Beleuchtung wirklich?“, sagt Schmidt.

Dass im Turm der Pankratius- Kirche nach wie vor acht Lichtbögen und Sterne die Innenstadt überstrahlen, hat derweil theologische Gründe. Nach dem Kirchenkalender endet die Weihnachtszeit erst am 2. Februar mit dem Fest Mariä Lichtmess.

 

16. Januar 2021 - Marktspiegel Burgdorf

Unterschriften für Artenvielfalt

Grüne und Nabu haben Volksbegehren beendet

Burgdorf (r/fh). Innerhalb von sechs Monaten haben 2300 Burgdorfer für das Volksbegehren Artenvielfalt unterschrieben, also zehn Prozent der Landtags-Wahlberechtigten. In ganz Niedersachsen gab es über 160.000 Unterstützer. Bis zum Stichtag am Mitte November haben der Naturschutzbund (Nabu), Bündnis 90/Die Grünen und ihre Partner ihr Etappenziel damit bei weitem übertroffen.

Denn landesweit wären schon 25.000 Unterschriften ausreichend gewesen, damit das Volksbegehren in die zweite Runde gehen kann. Die Initiatoren hätten dann noch einmal sechs Monate Zeit gehabt, um das Quorum von zehn Prozent zu erreichen und damit einen Bürgerentscheid herbeizuführen. Dafür wären in ganz Niedersachsen insgesamt rund 610.000 Unterschriften nötig gewesen.

Doch auf diesen Schritt verzichten Nabu und Grüne jetzt! Nachdem der Landtag das Gesetz zum „Niedersächsischen Weg“ verabschiedet hat, haben sie das Volksbegehren kürzlich beendet. „Gemeinsam haben wir einen der größten Erfolge in der Geschichte des Naturschutzes in Niedersachsen erreicht“, resümieren der Ortsverein von Bündnis 90/Die Grünen und die Nabu Ortsgruppe in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Sie zeigen sich überzeugt, dass ohne den Druck des Volksbegehrens längst nicht so viel erreicht worden wäre. „Auch wenn wir nicht zu 100 Prozent unsere Ziele erreicht haben, so sind die jetzt beschlossenen Änderungen im Naturschutz-, Wald- und Wassergesetz eine deutliche Verbesserung für die Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen“, betont Ernst Schmidt vom Nabu.

Auf den „Niedersächsischen Weg“ hatten sich die niedersächsische Landesregierung, das Landvolk, die Landwirtschaftskammer sowie die Naturschutzverbände Nabu und BUND in monatelangen Verhandlungen geeinigt. Darin werden viele Vorschläge aus dem Volksbegehren aufgegriffen, aber auch Zugeständnisse an die Bauern gemacht. Landvolk und Bauernverband hatten kritisiert, dass der Nabu das Volksbegehren unterstützte, nachdem er dem Kompromiss bereits zugestimmt hatte. Doch die Naturschützer argumentierten, dass sie damit den Druck aufrecht erhalten wollten, bis der Landtag zugestimmt habe.

Als wichtigste Punkte des neuen Gesetztes sehen Nabu und Grüne: den besseren Schutz von Grünland und artenreiche Wiesen sowie Gewässerrandstreifen, das Verbot von Pestiziden in wichtigen Naturbereichen, einen erweiterten Wiesenvogelschutz sowie die Förderung von heimischen Baumarten und Ökolandbau. „Klar ist: Das Insekten- und Artensterben ist nach wie vor dramatisch und nicht mit dem heutigen Tag beendet. Wir werden uns weiter für besseren Natur- und Artenschutz – bestenfalls in guter Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft im Land und hier vor Ort – einsetzen“, kündigt Bernd Rose vom Nabu an.

 

12. Januar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Ein Eisvogel geht auf Fischjagd

 

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Vom Brückengeländer aus beobachtet ein Eisvogel den Gartenteich von Ernst Schmidt – auf der Suche nach Beute.
FOTO: PRIVAT

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. „Zwei kleine Fische hat der Eisvogel aus meinem Gartenteich geholt“, berichtet unser Leser Ernst Schmidt, der sich in seiner Freizeit seit vielen Jahren im Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze engagiert. Dreimal sei der Eisvogel in den Teich abgetaucht und zweimal mit Beute wiedergekommen. Danach habe er auf dem Geländer der Brücke, die über den Zulauf des Teichs führt, zehn Minuten relaxt. In einem solchen Augenblick ist das Foto entstanden, das Schmidt uns zugesandt hat.

Doch nicht nur der seltene Eisvogel kommt in seinen Garten. „Bei mir ist immer viel los: Kernbeißer, Dompfaff, ein großer Schwarm Stieglitze, Bergfink, neben den Standardvögeln wie Meise und Co.“, berichtet er. „Gestern ließen sich 40 Stieglitze, auch Distelfinken genannt, in einem Obstbaum nieder. Ich habe den Schwarm fotografiert und am großen Bildschirm die kleinen Vögel gezählt.“ Schmidt hat in seinem naturnah gestalteten Garten, der vielen Tieren Lebensraum bietet, auch gefiederte Schlafgäste. „Der Buntspecht übernachtet im Winter regelmäßig im Starenkasten, den er zuvor von Resten des Nests befreit hat.“

 

04. Januar 2021 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu ruft zum Zählen der Wintervögel auf

Haussperling fühlt sich wohl im Fuhsetal / Hat sich die Blaumeise von der Seuche im Frühling erholt?

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Der Haussperling war im vergangenen Jahr der häufigste Wintervogel in Niedersachsen.
FOTO: JULIAN STRATENSCHULTE/DPA

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Uetze/Lehrte. Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf-Lehrte- Uetze ruft für das Wochenende 8. bis 10. Januar wieder zur Stunde der Wintervögel auf. Die Bürger werden gebeten, die gefiederten Wintergäste in ihren Gärten, auf ihren Balkonen und auf öffentlichen Grünflächen eine Stunde lang zu zählen. „Damit kann jede und jeder mithelfen, eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern zu ermöglichen“, erklärt Philip Foth vom Nabu Niedersachsen.

Schlecht ging es in den vergangenen Jahren vor allem den Amseln – ein Krankheitserreger hat viele getötet. Die schwarz gefiederten Singvögel sind in diesem Winter nun wieder öfter zu sehen. Ihr Bestand hat sich offenbar erholt.

Im vergangenen Frühjahr traf es die Blaumeisen, entsprechend wenige Vögel dieser Art wurden bei der Maizählung beobachtet. „In weiten Teilen Deutschlands trat eine vom Bakterium Suttonella ornithocola ausgelöste Epidemie auf, der Tausende Meisen zum Opfer fielen“, berichtet Foth. Für die Fachleute sei es spannend herauszufinden, ob dieser Effekt auch im Winter noch spürbar ist.

Die Stunde der Wintervögel ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Im gerade zu Ende gegangenen Jahr beteiligten sich laut Nabu mehr als 143000 Menschen daran, mehr als 15000 allein in Niedersachsen. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Niedersachsens Gärten. Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei. „Die so erfassten Daten tragen dazu bei, unsere heimischen Vögel besser zu schützen“, sagt Foth. Zurzeit sind im Fuhsetal im Bereich der Gemeinde Uetze Haussperlinge häufig an den Futterstellen zu sehen. Noch häufiger ist ihr fröhliches Geschilpe zu hören, wenn sie sich in den Büschen zum Schwätzchen treffen.

Anhand der Zählungen – 2021 findet die elfte Wintervogelstunde statt – konnten die Nabu-Fachleute nachweisen, dass die winterlichen Vogelzahlen in den Gärten stark von der Witterung abhängen. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die lange Reihe zunehmend milder Winter führte zuletzt zu sinkenden Wintervogelzahlen.

Die Beteiligung an der Stunde der Wintervögel ist einfach: Jeder Interessierte zählt eine Stunde lang die Vögel am Futterplatz im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet sie dem Nabu. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können auf www. nabu.de/ onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Zudem am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Telefonnummer (0800) 1157115 geschaltet. Auch über die Nabu-App Vogelwelt (Download auf www.nabu.de/vogel welt) kann die Zählung gemeldet werden.

 

 

 

 

Der Pressespiegel erscheint mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Zeitungen