Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Pressespiegel 2019

 

11. Mai 2019 - Marktspiegel Lehrte

Kein Platz für Schmetterlinge?

Thema Tagfalterfauna am Mittwoch, 15. Mai

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Schmetterlinge wie der Silberfleck Bläuling werden im Nabu-Vortrag vorgestellt.
Foto: Guido Madsack

 

LEHRTE (r/gg). Der Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze lädt Naturinteressierte für Mittwoch, 15. Mai, zum Vortrag über Schmetterlinge in der Städtische Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1, ein. Der Biologe Guido Madsack aus Hildesheim wird über die Tagfalterfauna der Region Hildesheim und deren Entwicklung in den letzten 100 Jahren, sowie über Maßnahmen des Naturschutzes berichten. Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten, darunter Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken, Ameisen und Fliegen. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten, als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sind stark zurückgegangen. Dies belegen die Roten Listen und zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Vor mehr als 100 Jahren veröffentlichten die Insektenkundler Grote (1897) und Bode (1907) die „Schmetterlingsfauna von Hildesheim“ in den Mitteilungen aus dem Roemer-Museum.

Diese Arbeiten erlauben einen Blick zurück in den Artenreichtum einer vielfältigen Landschaft, die heute auf großen Flächen nicht mehr existiert. Die in früheren Zeiten häufig zu beobachtenden „Schmetterlingsstürme“, aus einer Wiese in großer Zahl auffliegende Falter, können heute nur noch in wenigen Gebieten erlebt werden. Es handelt sich dabei zumeist um landschaftlich vielfältige Schutzgebiete oder andere Landschaftsräume in genügender Größe und Qualität, die extensiv ohne Anwendung von Pestiziden und Mineraldünger nach historischen Vorbildern gepflegt und genutzt werden. Einige dieser letzten Refugien, sowie die notwendigen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung werden im Vortrag vorgestellt. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

08. Mai 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu fragt: Wer hat die meisten Vögel?

Naturschützer rufen zur Zählung auf / Gefährdet sind vor allem Arten, die besondere Ansprüche an Futter und Lebensraum stellen

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Ein Rotkehlchen (großes Bild) verteidigt singend sein Revier. Rauchschwalben (kleines Bild oben) finden in der Burgdorfer Innenstadt kaum Futter und bauen deshalb dort auch keine Nester. Ein Mauersegler (kleines Bild unten) krallt sich an eine Hauswand.
FOTOS: DPA/HANNS-PETER LOCHMANN/INGO LUDWICHOWSKY/PRIVAT

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Lehrte/Uetze. Für das kommende Wochenende, 10., 11. und 12. Mai, ruft der Naturschutzbund (Nabu) wieder dazu auf, die Vögel im eigenen Garten oder in öffentlichen Grünanlagen zu zählen. Das Ziel: eine Bestandserfassung der heimischen Vogelwelt, um daran die Entwicklung der einzelnen Arten abzulesen – und diese ist besorgniserregend.

„Allerweltsvögel wie die Blauund die Kohlmeise kommen im Stadtgebiet von Burgdorf noch flächendeckend vor“, sagt Ernst Schmidt vom Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze. Doch sogar bei den Haussperlingen beobachte er einen Rückgang. „Sie sind zwar noch vorhanden, doch längst nicht mehr so übermäßig wie früher.“ Erfreuliches kann Schmidt aus dem Stadtpark melden. Dort hat er nicht nur eine Nachtigall gesehen, sondern auch „auffallend viele“ Stare. „Das liegt an den vielen Höhlungen in den alten Bäumen.“

Insektenjäger auf dem Rückzug

Vogelarten, die besondere Ansprüche an ihr Futter und ihren Lebensraum stellen, werden laut Nabu hingegen immer seltener. „Auffällig ist, dass fast alle Vogelarten, die ihre Jungen mit Insekten füttern, besonders niedrige Zahlen aufweisen“, analysiert Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die Ergebnisse der Vogelzählaktion 2018.

Zu diesen Arten zählen ohne Frage die Schwalben. Schmidt kennt nach eigenen Worten nur noch eine Stelle in der Innenstadt, wo sie brüten – und zwar am denkmalgeschützten Schulgebäude an der Straße Vor dem Celler Tor. „Das Problem ist, dass die Schwalben in der Stadt kein Futter finden“, erklärt er. „Die eleganten Flieger brauchen freie Grünflächen, über denen sie die Insekten im Flug jagen.“ In den Neubaugebieten an der Peripherie sind sie laut Schmidt hingegen öfter anzutreffen. „Die Schwalben versuchen dort, Nester an den Fassaden der Häuser zu bauen.“ Die Mehlschwalben setzen ihre Nester – Kugelgebilde mit Ein- und Ausflugloch – unter Dachvorsprünge. Rauchschwalben bevorzugen Ställe, Scheunen und Carports für ihre halbschaligen, oben offenen Nester.

Schwalbennester sind geschützt

„Übrigens sind Schwalben und auch Mauersegler ganzjährig geschützt“, betont Schmidt. „Das heißt, die Nester dürfen auch dann nicht abgeschlagen werden, wenn die Vögel im Spätsommer wegziehen.“ Wer dem zuwiderhandele, riskiere eine Geldstrafe von bis zu 5000 Euro. „Der Nabu berät Hauseigentümer, wie sie sich mit den Meisterfliegern arrangieren können“, sagt er. Wer die Fassade oder das Dach seines Hauses renoviert, muss laut Schmidt darauf achten, dass er für Schwalben und Mauersegler Ersatznistmöglichkeiten schafft. Im Allgemeinen seien die Dachdecker informiert und sogar geschult. Zudem berate der Nabu auch hierbei. Ansprechpartner für Burgdorf, Lehrte und Uetze ist Dagmar Hartmann, zu erreichen per E-Mail an hartmann@ nabu-burgdorf-lehrte-uetze. de. Hartmann bittet die Burgdorfer, Lehrter und Uetzer zudem, in den nächsten Monaten verstärkt Ausschau nach Mauerseglern und ihren Quartieren zu halten – sie bauen Nisthöhlen unter den Dachziegeln – und ihre Entdeckung dem Nabu mitzuteilen.

An der Vogelzählung im Frühjahr 2018 haben sich laut Nabu-Bundesverband 37 000 Vogelfreunde beteiligt. Die Zwischenergebnisse seien besorgniserregendend. „Unter den Top 15 unserer Gartenvögel weisen sieben Arten die bisher geringsten Zahlen auf, darunter Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Elster, Grünfink, Buchfink und Hausrotschwanz“, sagt Nabu-Geschäftsführer Miller. „Wer etwas zum Schutz der Vögel tun will, kann seinen Garten als Mini- Naturschutzgebiet gestalten“, so Miller. Im Garten müssen die Vögel nicht nur Nistmöglichkeiten finden, sondern auch reichlich Futter.

 

Die Stunde der Gartenvögel

So funktioniert die Zählaktion, zu der der Nabu für das nächste Wochenende aufruft: „Zählen Sie alle Vögel, die Sie in Ihrem Garten oder im Park sehen oder hören“, heißt es auf der Homepage des Nabu. „Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin- und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde am 10., 11. oder 12. Mai.“

Um die Erfassung der Vögel zu erleichtern. hat der Nabu eine Zählhilfe vorbereitet. Sie kann auf der Internetseite www.nabu.de unter dem Link „So funktioniert die Teilnahme“ heruntergeladen werden. Der Bogen bildet die häufigsten Gartenvögel ab, bietet die Möglichkeit zum Ankreuzen der beobachteten Vögel und soll dabei helfen, Doppelzählungen zu vermeiden. dt

 

08. Mai 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu lädt zum Vortrag über Schmetterlinge ein

Es geht dabei um die heimisch ansässigen Falter, den Rückgang der Artenvielfalt und die Gegenmaßnahmen des Naturschutzbundes

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Schmetterlinge sind das Thema in der Städtischen Galerie Lehrte. Hier: Der Dunkle Dickkopffalter.
FOTO: PRIVAT

 

Von Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Der Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze lädt für Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, zu einem Vortrag über Schmetterlinge in die Städtische Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1, ein.

Der Biologe Guido Madsack aus Hildesheim wird darin über die Tagfalterfauna der Region Hildesheim und deren Entwicklung in den letzten 100 Jahren sowie über Maßnahmen des Naturschutzes berichten.

Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten, darunter Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken, Ameisen und Fliegen. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sind allerdings stark zurückgegangen. Dies belegen die sogenannten Roten Listen und zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Dokumente erlauben Blick zurück

Vor mehr als 100 Jahren veröffentlichten die Insektenkundler Grote (1897) und Bode (1907) einen Beitrag mit dem Titel „Schmetterlingsfauna von Hildesheim“ in den Mitteilungen aus dem Roemer-Museum. Diese Arbeiten erlauben nun einen Blick zurück auf den Artenreichtum einer vielfältigen Landschaft, die heute auf großen Flächen nicht mehr existiert.

Die in früheren Zeiten häufig zu beobachtenden Schmetterlingsstürme, also aus einer Wiese in großer Zahl auffliegende Falter, können heute nur noch in wenigen Gebieten erlebt werden. Es handelt sich dabei zumeist um landschaftlich vielfältige Schutzgebiete oder andere Landschaftsräume in genügender Größe und Qualität, die ohne Anwendung von Pestiziden und Mineraldünger nach historischen Vorbildern gepflegt und genutzt werden. Einige dieser letzten Refugien, sowie die notwendigen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung werden im Vortrag vorgestellt.

 

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Für Rückfragen steht Bodo Kutzke vom Nabu unter der Telefonnummer (0 51 75) 93 24 46 und per E-Mail unter kutzke@nabu-burgdorf- lehrte-uetze.de zur Verfügung.

 

24. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Mauersegler kehren zurück

Dagmar Hartmann vom NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte bittet um Mithilfe, um den Bestand dieser Vogelart zu erfassen

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Linkes Foto: Mauersegler können sich nicht längere Zeit am Boden fortbewegen. Dafür erreichen sie im Flug Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern.
Rechtes Foto: Mauersegler brüten hauptsächlich in und an Gebäuden.

FOTOS: NABU

 

BURGDORF/UETZE (r/fh). Mit dem Frühling kehren im April und Mai auch Schwalben und Mauersegler wieder zurück in den Altkreis. Sie sind sehr heimatverbunden. Vor allem die Mauersegler suchen am liebsten wieder ihre alten Quartiere auf. Doch das wird für sie oft zu einem Problem.

Denn während ihrer Abwesenheit im Winter wurden vielleicht die Dächer saniert oder Fassaden gedämmt, sodass sie nicht mehr in ihre Nisthöhlen gelangen können. „Natürlich kann man von Hausbesitzern nicht verlangen, auf nötige Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade zu verzichten. Aber sie können versuchen, geeignete Ersatzquartiere zu schaffen“, betont Dagmar Hartmann.

Seit Anfang des Jahres ist sie Ansprechpartnerin für den Schwalben- und Mauerseglerschutz beim NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte. Sie möchte insbesondere den Bestand der Mauersegler in diesem Gebiet erfassen und bittet dafür um Mithilfe. „Falls Quartiere bekannt sind oder welche entdecken werden, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar“, sagt sie. Erreichbar ist sie per E-Mail an hartmann@ nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de.

Dagmar Hartmann steht auch gern bei der Planung von Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade beratend zur Seite, damit die Mauersegler und Schwalben dadurch nicht beeinträchtigt werden. Da ihr Bestand jedoch stark rückläufig ist, sei besondere Vorsicht geboten. „Grundsätzlich wäre es auch gut, wenn die Abdeckung eines Daches außerhalb der Brutzeit vorgenommen wird“, appelliert Hartmann. Es komme sehr oft vor, dass die Nisthöhlen zerstört oder verschlossen werden, sodass die Jungvögel verendeten.

 

Mauersegler

Mauersegler hauptsächlich in und an Gebäuden. Ihr Nistmaterial wie Federn und Halme fangen sie dabei im Flug, da ihr Körper für eine längere Fortbewegung am Boden nicht ausgelegt ist. Ihr lateinischer Name ist daher „Apus“ und bedeutet übersetzt „ohne Fuß“. Die sichelförmigen, langen Flügel und der schlanke Körper ermöglichen ihnen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern.

Das Mauersegler-Weibchen legt zwei bis drei Eier. Sie brütet allein, und die Brutzeit zwischen Ende Mai und Anfang Juni beträgt 18 bis 21 Tage. Gefüttert wird sie in dieser Zeit von ihrem Partner. Nachdem die Küken geschlüpft sind, verlassen sie nach etwa 40 Tagen komplett flugfähig das Nest. Die nächsten Verwandten der Mauersegler sind erstaunlicherweise nicht die Schwalben, sondern die Kolibris.

 

24. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Konzerte der Natur

Der NABU bietet zwei Wanderungen an, bei denen Vögel und Frösche zu hören sind

BURGDORF (r/fh). All diejenigen, die dem Gesang der Vögel und dem Konzert der Laubfrösche lauschen möchten, lädt der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze zu zwei Wanderungen ein. Am Sonntag, 28. April, führt Ernst Schmidt etwa zweieinhalb Stunden lang durch den Stadtpark in Burgdorf, der besonders geeignet ist, um die unterschiedlichsten Vogelstimmen zu hören und Vögel bei der Nahrungssuche und der Brutpflege zu beobachten. Der Treffpunkt ist um 10 Uhr am Schützenplatz in Burgdorf. Die Veranstaltung ist auch für Familien mit Kindern geeignet.

Am Freitag, 3. Mai, bietet der Naturschutzbeauftragte für Burgdorf, Dieter Kleinschmidt, eine Nachtwanderung zu mehreren Laichgewässern an, wo das Konzert von Fröschen und Kröten zu hören sein wird. Da sind es vor allem zu dieser Zeit die männlichen Laubfrösche, die laut rufen, um Weibchen anzulocken, und um das Revier zu verteidigen. Die Teilnehmer erfahren zudem viel Wissenswertes über die Lebensweise der Amphibien. Treffpunkt ist um 21.30 Uhr am Schützenplatz in Burgdorf. Die Wanderung wird etwa zwei Stunden dauern. Festes Schuhwerk oder Gummistiefel sind empfehlenswert.

 

17. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu will Friedhof zum Blühen bringen

Vier neue Flächen in Hänigsen sollen als Futterinseln für Wildbienen und Schmetterlinge dienen

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Hans-Jürgen Sessner walzt die runde Blühinsel mit dem Speierling in der Mitte (großes Bild). Pastor Steffen Lahmann (Mitte) und Klaus-Henning Krebs vom Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde schauen dabei zu. Anschließend werden die neuen Beete noch gegossen.
FOTOS: PRIVAT/BERNHARD HOISS

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Hänigsen. Auf dem großzügig gestalteten Kirchenfriedhof mitten in Hänigsen haben Erhard Zander und Hans-Jürgen Sessner vom örtlichen Naturschutzbund (Nabu) in diesen Tagen vier Blühinseln angelegt. Sie sollen Wildbienen und Schmetterlingen Futter liefern. „Es ist ein kleiner Trittstein, um die Artenvielfalt zu fördern“, sagt Zander.

Insgesamt haben er und Sessner rund 50 Quadratmeter eingesät. Die handelsübliche Samenmischung enthält rund 40 Wildblumenarten, die die Ansprüche der beiden Insektengruppen in besonderem Maße berücksichtigen. Zudem enthalte die Mischung auch Gräsersamen, die sozusagen im Erdgeschoss der Blühinseln für die nimmersatten Schmetterlingsraupen als Futterwiese dienen.

Boden mit Sand gemischt

Auf den Blühinseln werden, wenn die Samen denn alle auflaufen, die Insekten viele Monate lang Blüten finden, deren Nektar sie trinken können. Das Blühspektrum reicht laut Zander vom Barbarakraut im zeitigen Frühling bis zur Wegwarte und Malve im Altweibersommer. „Blühpflanzen brauchen einen stickstoffarmen Boden, deshalb haben wir an den Saatstellen den nährstoffreichen Boden des Friedhofs mit Sand gemischt“, beschreibt Zander den Aufwand.

Die vier Flächen wurden an Wegen sowie an der Kapelle angelegt. Eine haben Nabu- Insektenexperte Sessner und Zander als Rondell gestaltet. Das hat einen Durchmesser von sechs Metern, und mittendrin steht ein junger Speierling. Der Baum des Jahres 1993 ist mit der Vogelbeere verwandt, und seine Blüten, aus denen kleine Äpfel erwachsen, locken auch Insekten an.

Zander rechnet damit, dass die Inseln erst im zweiten Jahr ihre volle Blütenpracht entfalten werden. „Wichtig ist, dass sie nicht vor dem nächsten Frühjahr gemäht werden, sodass sich die Blumen der Saatmischung gut vermehren können“, erklärt er.

Die evangelische Kirchengemeinde hat noch ein weiteres Projekt zur Förderung der Artenvielfalt angeschoben. Hinter dem Haus der Begegnung neben der St.-Petri-Kirche wird eine bienen- und vogelfreundliche Hecke gepflanzt. Für diese hat Zander nach eigenen Angaben die Pflanzenarten ausgesucht.

 

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16. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Einfach bis zum Frühjahr abhängen

Fledermäuse nutzen alten Bunker am Eisenbahnknotenpunkt als Winterquartier

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Bernd Rose zeigt die Löcher der Hohlbacksteine, in denen sich die Fledermäuse einkrallen können (Bild links). Die Fledermäuse fühlen sich jetzt im Bunker wohl (Bild rechts).
FOTOS: GABRIELE GERNER/NABU

 

Von Gabriele Gerner

Lehrte. Die Blumen fangen an zu blühen, Insekten schwirren wieder umher, und auch die Fledermäuse erwachen aus ihrem Winterschlaf. Seit Ende November haben die fliegenden Säugetiere nämlich geschlafen – wie auch in dem Bunker am Eisenbahnknotenpunkt Lehrte- Richtersdorf.

Der denkmalgeschützte Spitzbunker ist einer von 53 Fledermaus- Winterquartieren, die der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze betreut. Der 1948 gebaute Bunker, der Platz für 450 Personen bietet, ist der ideale Schlafplatz für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse: Kein Eindringling stört die Ruhe in dem dunklen, kühlen Gebäude. Außerdem ist es feucht genug für die Fledermaus: Sie braucht fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit beim Überwintern, damit die Flügelhaut elastisch bleibt. „Schließlich kann sich die Fledermaus, wenn sie schläft, nicht ihre Flügel säubern“, erklärt Bernd Rose, ehrenamtlicher Nabu-Fledermausbetreuer in der Region Hannover.

Vor zwölf Jahren hat Rose die Betreuung des Fledermausquartiers im alten Bunker übernommen. Die Zahl der beobachteten Flugkünstler gibt er regelmäßig an die Untere Naturschutzbehörde weiter. Die Schlafstätte der inzwischen acht Fledermäuse besucht Rose nur mit festem Schuhwerk und Stirnlampe. Sein Weg über die Treppen des Bunkers führt an Metallschrott und Schutt vorbei bis zu einer steilen Leiter, die in die Bunkerspitze hinaufführt.

Dort hat Rose einst als erste Amtshandlung die Fenster verkleinert, sodass keine Tauben ins Gebäude gelangen konnten. Ein weiteres Problem waren die glatten Wände des Bunkers: Sie bieten keine gute Möglichkeit zum Festhalten und sind damit kein optimaler Platz „zum Abhängen“ für die fliegenden Säugetiere. Instinktiv fürchten sich die Fledermäuse dabei vor Eulen und Mardern, ihren Feinden, die hierhin gelangen könnten. Deshalb hängte Rose Hohlblocksteine auf. „In den Löchern können sich die Tiere gut festkrallen“, sagt er. Zwei Jahre nach seinen „Umbaumaßnahmen“ fand er die erste Fledermaus in dem Bunker, die hier kopfüber hängend ihren Winterschlaf abhielt. Inzwischen nutzen acht Braune Langohren den Bunker als winterliche Ruhestätte.

In Bergwerkstollen, weiß Rose, sind auch andere Fledermausarten im Winter zu finden. Der Fledermaus- Regionalbetreuer weist darauf hin, dass jeder mithelfen kann, den Nachtschwärmern ein Winterquartier einzurichten: Wer einen ungenutzten Kartoffelkeller oder einen Bunker auf seinem Grundstück hat, kann Rose unter Telefon (0 51 36) 8 12 65 kontaktieren. Er berät kostenlos, wie der Ort zum Schlafplatz für Fledermäuse umgestaltet werden kann.

 

10. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Vortrag über Fledermäuse

Bernd Rose spricht im Haus der Jugend Burgdorf über die Winterquartiere der geschützten Tiere

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In den Winterquartieren im Altkreis sind vor allem Braune Langohren anzutreffen.
Foto: Bernd Rose/privat

 

BURGDORF/LEHRTE (r/fh). Wo schlafen Fledermäuse im Winter? Diese Frage beantwortet Bernd Rose vom NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte in einem Vortrag am Donnerstag, 18. April. Er beginnt um 19.30 Uhr im JohnnyB., Sorgenser Straße 30, in Burgdorf. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Bernd Rose ist der Fledermausregionalbetreuer der Region Hannover und betreut seit 1995 die Winterquartiere. Inzwischen sind es 53 Stück, davon 40 in alten Bunkern, die übrigen in Kellern, Pumpenhäuschen und frostfreien Unterständen. Insgesamt sind darin zur Zeit etwa 300 Tiere zu finden, meist Braune Langohren, aber auch einige Wasser- oder Fransenfledermäuse, Großes Mausohr oder auch ein paar Zwergfledermäuse.

 

09. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Vortrag über Fledermäuse

 

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Das Braune Langohr zählt zu den Fledermäusen, die in der Region beheimatet sind.
FOTO: MARKO KÖNIG

 

Burgdorf. Über die Fledermäuse und ihre Quartiere spricht am Donnerstag, 18. April, der Naturschützer Bernd Rose. Er arbeitet in der Region Hannover ehrenamtlich als Fledermausbetreuer und kümmert sich seit 1995 um die Winterquartiere der Säugetiere in der Region. Deren Zahl wächst ständig. So gibt es inzwischen 53 Stück. 40 davon befinden sich in alten Bunkern, die anderen in Kellern, Pumpenhäuschen und frostfreien Unterständen. Darin leben insgesamt etwa 300 Tiere, meist Braune Langohren, aber auch einige Wasseroder Fransenfledermäuse, das Große Mausohr und auch ein paar Zwergfledermäuse.

Über die Lebensweise der bedrohten Fledermäuse berichtet Rose in seinem 80-minütigen Vortrag auf Einladung des Naturschutzbundes Burgdorf, Lehrte und Uetze. Dieser beginnt um 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei. bis

 

27. März 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Vortrag über Vogelinsel

 

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Die Insel Skomer Island beherbergt eine der größten Papageientaucher- Kolonien Großbritanniens.
Foto: Edward Stubbings

 

BURGDORF (r/fh). Die Biologin Magdalena Behrens berichtet bei einem NABU-Vortragsabend über ihre Arbeit auf Skomer Island, einer der wichtigsten Vogelinseln Großbritanniens. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 29. März, um 19.30 Uhr im Stadthaus, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Die Insel Skomer Island beherbergt eine der größten Papageitaucher- Kolonien Großbritanniens und das bedeutendste Vorkommen des Atlantiksturmtauchers weltweit. Außerdem leben dort weitere Seevogelarten wie Trottellumme, Tordalk und Dreizehenmöwe.

Skomer ist, abgesehen von den Vogelwarten, unbewohnt und steht unter Naturschutz. Besucher dürfen in der Regel nur wenige Stunden auf die Insel. Die Biologin Magdalena Behrens hatte das Privileg, fünf Wochen als freiwillige Helferin auf Skomer verbringen zu dürfen.

 

22. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Vortrag entführt ins Vogelparadies vor Wales

Naturschutzbund lädt ins StadtHaus ein / Referentin hat fünf Wochen auf der Vogelschutzinsel Skomer Island gearbeitet

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Auf Skomer Island brüten Tordalks – meist gut versteckt in den Felsspalten der schroffen Insel.
FOTO: EDWARD STUBBINGS

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Vortrag, zu dem der Naturschutzbund Burgdorf, Lehrte, Uetze für Freitag 29. März, einlädt, nimmt die Zuhörer diesmal nicht in die heimische Landschaft mit, sondern auf die Vogelinsel Skomer Island. Sie liegt vor der walisischen Küste und bietet mit ihren schroffen Felsen und ihrem grünen Bewuchs für zahlreiche Vogelarten ideale Brutbedingungen.

Neben den Kolonien von Trottellumme, Tordalk, Dreizehenmöwe und Eissturmvogel gibt es auf Skomer Island das bedeutendste Vorkommen des Atlantiksturmtauchers weltweit.

Die Biologin Magdalena Behrens wird über ihre Arbeit auf der bewohnten Insel berichten. Das Eiland steht natürlich unter Naturschutz, nur einige Wissenschaftler dürfen sich dort zu Forschungszwecken länger aufhalten. Besucher dürfen in der Regel nur wenige Stunden auf die Insel. Behrens hatte nach eigenen Angaben das Privileg, dort fünf Wochen als freiwillige Helferin verbringen zu dürfen. In dieser Zeit sind ihr viele beeindruckende Aufnahmen gelungen. Diese wird sie in Burgdorf zeigen. Zudem erzählt sie von ihrer Reise nach Wales und wird die Tier- und Pflanzenwelt der Insel vorstellen.

 

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im StadtHaus, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei. Der Nabu bittet jedoch um Spenden.

 

27. Februar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Artenvielfalt am Ackerrand

NABU lädt zu einem Vortrag über Blühstreifen in der Feldmark, auf Grünflächen und in Gärten ein

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Blühstreifen bieten vielen Tierarten Nahrung und Schutz.
Foto: NABU/Bernitt

 

BURGDORF/UETZE (r/fh). Der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze lädt Landwirte und alle Interessierten zu einem Vortragsabend über Blühstreifen ein. Er beginnt am morgigen Donnerstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im JohnnyB., Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

In ihrem Vortrag „Mehr Biodiversität in der Landwirtschaft – eine Chance für Mensch und Natur“ wird Eva Meyerhoff vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen die Ursachen für den Rückgang von Insekten erläutern. Dabei geht sie nicht nur auf die Landwirtschaft ein, sondern richtet den Blick auch auf private Gärten und öffentliche Grünflächen.

Im zweiten Vortrag des Abends berichtet Holger Hennies, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, von seinen Erfahrungen mit dem Projekt „Mehr biologische Vielfalt“. Die 90 landwirtschaftlichen Betriebe, die sich daran beteiligt haben, haben Blühstreifen ausgesät und sogenannte Lerchenfenster angelegt. Das sind kurze Streifen innerhalb der Felder, die bei der Aussaat ausgelassen werden, um Lerchen und anderen Bodenbrütern den Nestbau und den freien An- und Abflug zu ermöglichen.

 

26. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Blühstreifen passen nicht nur an den Ackerrand

Naturschutzbund lädt Landwirte, Imker, Jäger und Gartenbesitzer zu einem Informationsabend ein

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Der Gesang der Lerche (links) ist immer seltener zu hören. Sie ist Bodenbrüter und benötigt daher zur Aufzucht der Brut Flächen, die nicht bewirtschaftet werden. Für die Wildbiene (rechts) wird es immer schwieriger, Nahrung zu finden.
FOTO: PETER LINDEL, LAMBERT STRAUB (NABU)

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze hat für Donnerstag, 28. Februar, zwei Fachleute aus der Praxis eingeladen, um mit ihnen über den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt zu sprechen. Eva Meyerhoff vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen und der Vizepräsident des Landvolks, Holger Hennies aus Schwüblingsen, werden dann aufzeigen, wie dem Artensterben nach heutigen Erkenntnissen begegnet werden kann. Es geht um Blühstreifen am Ackerrand, auf öffentlichen Flächen und im heimischen Garten.

Anregungen auch für Privatgärten

Meyerhoff wird unter der Überschrift „Mehr Biodiversität in der Landwirtschaft – eine Chance für Mensch und Natur“ die vielfältigen Gründe für den dramatischen Rückgang von Insekten und dessen Folgen für viele andere Tierarten sprechen. Die Referentin legt den Fokus jedoch nicht allein auf die Rolle der Landwirtschaft, sondern auch auf private Gärten und öffentliche Flächen. Hennies berichtet über das Projekt „Mehr biologische Vielfalt“, das Landwirte und die Region Hannover seit 2018 gemeinsam umsetzen. Um den Tieren in der Feldmark wieder mehr Lebensraum zu geben, wurden neben Blühstreifen am Ackerrand auch Lerchenfelder mitten auf den Äckern angelegt. Lerchenfelder sind Flächen, die nicht bestellt werden, damit die Nester von Lerchen und anderen Bodenbrütern wie Kiebitz und Rebhuhn nicht zerstört werden. Hennies wird neben dem Erfahrungsbericht auch praktische Tipps geben, wie solche kleinen Biotope anzulegen sind, und über Zuschussmöglichkeiten informieren.

Der Naturschutzbund wolle mit dieser Veranstaltung nicht nur Landwirte, sondern auch Imker, Jäger und Gartenbesitzer ansprechen, um ihnen zu zeigen, wie sie jeweils auf einfache Weise wieder mehr Artenvielfalt in die Landschaft bringen können, erläutert Margret Schäfer, Pressewartin des Nabu. Beginn ist am 28. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei.

 

25. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Krötenzaun am Waldbad steht wieder

 

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FOTOS: LAURA BEIGEL

 

Wie ein langes, grünes Band zieht sich der kniehohe Zaun am Fahrbahnrand der Kreisstraße Ramlingen-Ehlershausen entlang. Aufgestellt wurde das engmaschige Plastikgitter am Sonnabendmorgen von rund 15 ehrenamtlichen Helfern des Naturschutzbunds (Nabu). Der Grund ist die anstehende Krötenwanderung: Im angrenzenden Waldgebiet erwachen Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche aus der Winterstarre und begeben sich auf Wanderschaft. Ihr Ziel ist ein Tümpel auf der anderen Straßenseite, direkt hinter dem Ramlinger Waldbad. Damit sich eher langsam bewegende Amphibien nicht von Autos auf der Kreisstraße überfahren werden, bauen die Naturschützer einen 500 Meter langen Schutzzaun am Waldrand auf. „Es kann sein, dass die Tiere schon nächste Woche loslaufen“, sagt Bernd Rose vom Vorstand der Nabu-Ortsgruppe Burgdorf, Uetze und Lehrte. „Wenn die Temperaturen nachts auf über vier Grad steigen und dann noch warmer Regen fällt, gibt es kein Halten mehr.“ Die Amphibien orientieren sich entlang des Krötenzauns und fallen in die Eimer, die in den Boden eingegraben sind. Familie Hein und der elfjährige Phil aus Ramlingen werden die Amphibien dann täglich zum Tümpel hinter dem Waldbad tragen und dort freilassen. Im vergangenen Jahr konnten mithilfe des Zauns und der ehrenamtlichen Helfer 540 Amphibien sicher zu ihren Laichplätzen gebracht werden. lb

 

23. Februar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

NABU hat neuen Vorsitzenden

Michael Scheer-Behrens übernimmt die Position von Dirk Brinkmann, der sich nach zwölf Jahren Amtszeit zurückzieht

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Dirk Brinkmann (li.) wünschte seinem Amtsnachfolger Michael Scheer-Behrens (re.) eine glückliche Hand als Vorsitzender des NABU Burgdorf, Lehrte & Uetze..
Foto: Georg Bosse

 

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (gb). Nach zwölf Jahren als Vorsitzender des Naturschutzbund Deutschland (NABU) Burgdorf, Lehrte und Uetze war Dirk Brinkmann (Hänigsen) auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Tier- und Umweltschützer im Burgdorfer JohnnyB. nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. „Ich denke wir haben in den zurückliegenden Jahren viel erreicht, sodass ich das Amt nun in jüngere Hände übergeben möchte“, erklärte Brinkmann. Die jüngeren Hände gehören Bio-Landwirt Michael Scheer-Behrens (62 Jahre; Immensen), der von den erschienenen Stimmberechtigten einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde.

Zuvor hatte Dirk Brinkmann als Nochvorsitzender den NABU-Geschäftsbericht 2018 vorgestellt. „Es war wieder mal ein umfangreiches Jahr mit vielen Aktivitäten und Exkursionen, mit Führungen und Vorträgen“, berichtete Brinkmann. Darunter die üblichen Arbeitseinsätze auf eigenen Streuobstwiesen, an Feuchtbiotopen und am Fledermausbunker. NABU-Mitglieder haben 2018 an vier verschiedenen Stellen insgesamt 5.400 Meter Krötenzaun gezogen und damit rund 5.000 Tieren das Leben gerettet. Eine schöne Überraschung sei der Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch im Mai des vergangenen Jahres gewesen, so Brinkmann. Als schöne Geste für alle Ehrenamtliche bezeichnete Einsatzleiter Ernst Schmidt die Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum traditionellen Bürgerfest in Berlin.

Weniger schön war, was Jugendwart Hans-Jürgen Sessner (Burgdorf) dann mitteilen musste: „Aus versicherungstechnischen Gründen ist die Jugendgruppe aufgegeben worden, weil ich keine Ausbildung als pädagogische Kraft habe.“ Aber die Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen werden mit Hilfe der Eltern unter dem Label „NABU-Familienprogramm“ fortgesetzt.

Am 21. September wird in Rinteln der NABU-Landesvorstand gewählt. Als Beauftragte der Landesvertreterversammlung werden für die Sektion Burgdorf/Lehrte/Uetze Naturschutzbeauftragter Dieter Kleinschmidt (Burgdorf), die Beisitzer Manfred Tschäke (Immensen) und Bodo Kutzke (Lehrte) sowie Gabriele Hunze (Otze) und Dirk Brinkmann (Hänigsen) dort ihr Stimmrecht wahrnehmen. Darüber hinaus wird der Ex-Vorsitzende dem NABU als neuer Beisitzer für Sonderaufgaben weiterhin eng verbunden bleiben. Ebenfalls neu ist Dagmar Hartmann (Dachtmissen), die sich als Beisitzerin „Schwalben“ vorstellte.

Für Freitag, 8. März, laden die Naturschützer zum jährlichen NABU-Abend ins Burgdorfer StadtHaus ein. Beginn ist um 18 Uhr. Nach einem gemeinsamen Essen zeigt der mehrfach ausgezeichnete Naturfilmer Harald Erdmann aus Hänigsen zwei Beiträge aus der Region: „Der Marienkäfer“ und „Die Südheide“.

 

31. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Kolshorn hat jetzt ein Storchennest

 

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FOTO: KATJA EGGERS

 

Jetzt können die Weißstörche kommen: Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze hat den Vögeln auf dem alten Trafoturm an der Kolshorner Ortsdurchfahrt ein Nest errichtet. Der Weidenkorb aus Neubrandenburg hat einen Durchmesser von 1,30 Metern und wurde mit einem Seil auf die Spitze des etwa 15 Meter hohen Turms gezogen.

Die Naturschutzbeauftragten Erich Zander und Dieter Kleinschmidt haben das Nest auf einer Unterlage aus Holz befestigt und die Mitte mit Pferdemist aufgefüllt. „Das hält schön warm“, erklärte Zander. Damit der neue Storchenhorst starkem Wind standhält, haben die Experten das Nest zudem mit Weidensträuchern verstärkt. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich laut Zander auf rund 3200 Euro. Die Region Hannover fördert die Maßnahme mit knapp 2900 Euro aus ihrem sogenannten Biodiversitätsprogramm. Den Restbetrag übernimmt der Naturschutzbund.

Laut Kleinschmidt hält der Aufwärtstrend bei den Weißstörchen in der Region Hannover unvermindert an. Im vergangenen Jahr waren 61 Weißstorchhorste besetzt. Im Raum Burgdorf, Lehrte und Uetze haben 2004 vier Storchenpaare erfolgreich gebrütet, 2018 waren es schon neun. „Die Nahrungsbiotope um Kolshorn reichen für die Ansiedlung eines Storchenpaares aus“, sagt Kleinschmidt. eg

 

30. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Familien erforschen mit dem Nabu die heimische Natur

Schwerpunktthema 2019 ist der Insektenschutz / Auftakt ist am 9. Februar mit dem Bau von Nisthilfen

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Zu den Wildbienen zählt auch der Bienenwolf. Er richtet seine Kinderstube in Erdhöhlen ein.
FOTO: ERNST SCHMIDT

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Uetze/Lehrte. Für die jungen Naturforscher hat der örtliche Naturschutzbund (Nabu) für 2019 ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Einmal im Monat wird die heimische Natur erforscht oder es gibt einen gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz. Ein Schwerpunktthema ist angesichts des beunruhigenden Insektensterbens deren Schutz und Förderung. Am Sonnabend, 9. Februar, sollen deshalb Nisthilfen für Wildbienen gebaut werden. Beginn ist um 10 Uhr im Jugendhaus JohnnyB. an der Sorgenser Straße.

Nisthilfen aus einfachen Mitteln

„Leider sind die meisten Insektenhotels, die es zu kaufen gibt, für Wildbienen völlig untauglich“, sagt Hans-Jürgen Sessner, der seit vielen Jahren für die Jugendarbeit des Nabu Burgdorf, Uetze und Lehrte im Einsatz ist. Sessner, ein ausgewiesener Wildbienenexperte, wird zunächst in einem kurzen Vortrag erklären, wie Wildbienen ihre Nester bauen und mit welch einfachen Mitteln gute Nisthilfen selbst herzustellen sind. Dann können die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern zum Werkzeug greifen.

„Wir wollen gemeinsam eine größere Nisthilfe bauen“, kündigt Sessner an. Das Gelernte könne dann gleich zu Hause als Familienprojekt verfeinert werden. Die beste Nisthilfe werde der Nabu mit kleinen Preisen prämieren.

Solche Nisthilfen sind einfache Mittel, um Insekten im eigenen Garten ein Zuhause zu schaffen, erklärt der Nabu Niedersachsen auf seiner Homepage. Wildbienen, heißt es dort, legen ein Ei in Löcher, wie sie von Käfern in totes Holz gebohrt werden, oder in hohle Halme. Diese Löcher werden dann verdeckelt, sodass sich das Jungtier dahinter, vor Austrocknung geschützt, entwickeln kann. Solche idealen Nisthölzer könne auch der Naturgärtner leicht schaffen – durch die Anlage von Stängelbündeln und die Bohrung von Bruthölzern.

Sandflächen werden freigelegt

Um die Welt der Insekten geht es auch am 1. Juni bei einer Exkursion rund um den Bösselberg. Am 14. September soll der Wildbienenhügel im Lehrter Stadtpark gepflegt werden, was hauptsächlich bedeutet, die Sandflächen wieder freizulegen.

Der Nabu gestaltet seine Angebote für den Nachwuchs erstmals als Familienprogramm. Das hat einen bürokratischen Grund: Der Nabu Landesverband habe eine neue Richtlinie zu den Anforderungen an Leiter von Jugendgruppen aufgestellt. „Diese kann ich nicht erfüllen. Denn ich habe keine pädagogische Ausbildung“, sagt Sessner. Deshalb müssten Eltern oder Großeltern die Kinder begleiten. Das täten bereits jetzt viele, sodass die Umstellung in der Praxis gar nicht so groß sei.

 

Familienprogramm zum Herunterladen

 

23. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Fleißige Naturschützer

Niko Wöhler und Phil Scholze haben 20 Säcke Eicheln gesammelt und spenden ihren Verdienst für die Fledermaus-Winterquartiere

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Manfred Meyer (von links), Phil Scholze und Nabu-Experte Bernd Rose suchen im Winterquartier mit Taschenlampen und Spiegel nach Fledermäusen.
Foto: Franka Haak

 

BURGDORF/RAMLINGEN (fh). Die 75 Euro hatten sich Niko Wöhler und Phil Scholze aus Ramlingen eigentlich redlich verdient. Schließlich hatten die beiden elfjährigen Schüler der IGS Burgdorf im Herbst über 20 Säcke Eicheln gesammelt – insgesamt mehr als 200 Kilogramm. Doch anstatt sich von dem Geld, das sie dafür vom Förster bekommen haben, selbst einen Wunsch zu erfüllen, haben sie sich entschieden, damit den Fledermäusen zu helfen.

Phil Scholze und sein Opa Manfred Meyer haben sich Mitte Januar mit Bernd Rose vom NABU Burgdorf auf dem städtischen Bauhof an der Friederikenstraße getroffen, um ihm die Spende zu übergeben. Bei dieser Gelegenheit nahm der Fledermaus- Experte die beiden mit in das Winterquartier im dortigen Bunker – und spannte sie gleich als Helfer ein: Ausgestattet mit Taschenlampen begaben sich die drei auf eine kleine Expedition, um zu zählen, wie viele Fledermäuse sich dort im Moment aufhalten.

Kein ganz einfaches Unterfangen: Denn nicht nur die extra angefertigten Unterschlupfe aus Beton gilt es abzusuchen. An Wänden und Decken befinden sich auch überall gelöcherte Ziegel. „In jedes Loch, in das wir mit dem Finger hineinkommen, passt auch eine Fledermaus rein“, erklärt Rose seinen beiden Lehrlingen. Phil ist mit Begeisterung bei der Sache und leuchtet konzentriert Löchlein für Löchlein ab. Vorerst ohne Erfolg. „Bei den bisher eher milden Temperaturen haben sich noch nicht alle Fledermäuse in das Winterquartier zurückgezogen“, erklärt Rose.

Dann biegt die kleine Gruppe vom ersten Raum in einen Verbindungsgang zum hinteren Teil des Bunkers ein. Der Lichtkegel von Phils Taschenlampe streift über die noch gut fünf Meter entfernte Wand. „Da ist eine“, ruft er aufgeregt und bewegt seine Taschenlampe wieder etwas zurück. Selbst Fledermaus-Experte Rose muss noch ein gutes Stück näher herangehen, bevor er anerkennend nickt: ein Braunes Langohr. Es ist selbst für Laien nach einer kurzen Einweisung gut wiederzuerkennen: Seine Ohren sind so lang, dass es sie zum Schlafen unter seine Flügel klappt. „In meinen Quartieren in Burgdorf und Uetze ist fast nur diese Fledermausart anzutreffen, obwohl es in Niedersachsen noch 18 weitere gibt“, so Rose.

An die Stelle, an der Phil die Fledermaus entdeckt hat, heftet er eine Wäscheklammer, damit er beim nächsten Mal nachgucken kann, ob sie noch immer dort ist. Insgesamt kommen an diesem Nachmittag sieben Klammern zum Einsatz – so viele Braune Langohren entdeckt das Dreiergespann. Fast immer ist es Phil, der sie als erster sieht. Kurz bevor es wieder ans Tageslicht geht, findet der junge Naturschützer auch noch die Nummer sieben. „Du bringst mir wirklich Glück“, kommentiert Rose mit einem Schmunzeln.

Phil ist mindestens genauso begeistert von der Exkursion. Für ihn steht fest, dass es nicht sein letzter Besuch in einem Fledermaus- Winterquartier gewesen sein soll. Schon im Februar will er Rose zum Regionaltreffen der Fledermaus-Botschafter begleiten und den Zukunftstag, bei dem Schüler ein paar Stunden lang in einen Beruf hineinschnuppern können, würde er auch gern beim Nabu absolvieren. „Ich will Biologe werden“, erklärt Phil. Und sein Großvater ergänzt mit einem stolzen Lächeln: „Vielleicht landet er später mal bei Greenpeace."

 

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Kaum zu sehen, aber Phil hat es trotzdem entdeckt: Das Braune Langohr hat sich zum Schlafen in die Fuge zwischen zwei Mauersteinen verkrochen.
Foto: Franke Haak

 

18. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten

Biologin und Eidechsenexpertin Ina Blanke hält am 24. Januar einen Vortrag in der Städtischen Galerie Lehrte

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Diese Zauneidechse besticht durch die auffallend hübsche Zeichnung.
FOTO: INA BLANKE

 

Von Sandra Köhler

Lehrte. „Unsere Eidechsen – Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten“ ist der Titel eines Vortrags, zu dem der Naturschutzbund (Nabu) für Burgdorf, Lehrte, Uetze für Donnerstag, 24. Januar, einlädt. Er beginnt um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1.

In Lehrte und Umgebung leben Zaun- und Waldeidechsen. Biologin Ina Blanke kennt sich mit diesen Reptilien bestens aus und will ihre Kenntnisse mit interessierten Naturfreunden teilen. Wo leben heimische Eidechsen und wie unterscheidet man sie? Warum zählen Blindschleichen nicht zu den Eidechsen, und warum entpuppen sich viele vermeintliche Eidechsen dann als Molche?

Nach der Beantwortung dieser grundsätzlichen Fragen widmet sich die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin dem Jahreskreis der Eidechsen. „Dieses bietet viele Überraschungen, so sind unsere Eidechsen insbesondere im März ausgesprochene Sonnenanbeter. Im Sommer freuen sie sich über Schatten oder suchen sogar schon ihre Winterquartiere auf“, gibt Nabu- Pressewartin Margret Schäfer einen kleinen Einblick auf das, was die Besucher des Vortrags erwartet. Wenn sich Eidechsen paaren, verläuft das nach festen Spielregeln. Wie übrigens vieles im Zusammenleben der Eidechsen. Später legen die Weibchen der Zauneidechse Eier ab, die Waldeidechsen bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt.

Wie geht es dann weiter, und wie kann man heimischen Reptilien helfen? Auch diese und weitere Fragen beantwortet die Diplombiologin gern und ausführlich. Nicht fehlten dürfen dabei Fotos, die das Leben der heimischen Reptilien illustrieren. Zahlreiche davon sind in der Umgebung aufgenommen worden. Wer sich im Vorfeld schon ein wenig einstimmen will, kann Blankes Internetseite www.reptilienbrauchen- freunde.de besuchen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden sind erbeten.

 

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Eine Waldeidechse nimmt ein Sonnenbad.
FOTO: INA BLANKE

 

16. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Erstaunliches über das Leben der Eidechsen

NABU-Vortrag am Donnerstag, 24. Januar mit der Biologin Ina Blanke

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Die heimische Waldeidechse wird im NABU-Vortrag am 24. Januar genauer in den Blick genommen.
Foto: Ina Blanke

 

ALTKREIS (r/gg). Das Leben der Zaun- und Waldeidechsen stellt die Biologin Ina Blanke in einem NABU-Vortrag am Donnerstag, 24. Januar, ab 19 Uhr in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1, vor. Wo leben heimische Eidechsen und wie unterscheidet man sie? Warum zählen Blindschleichen nicht zu den Eidechsen, und warum entpuppen sich viele vermeintliche Eidechsen dann als Molche?

Nach diesem Einstieg geht es weiter mit dem Jahr der Eidechsen. Dieses bietet viele Überraschungen, so sind unsere Eidechsen insbesondere im März ausgesprochene Sonnenanbeter. Im Sommer freuen sie sich über Schatten oder suchen sogar schon ihre Winterquartiere auf.

Die Paarungen verlaufen nach festen Spielregeln – wie vieles im Zusammenleben der Eidechsen. Später legen die Weibchen der Zauneidechse Eier ab, die Waldeidechsen bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt. Wie geht es dann mit ihnen weiter, und wie kann man heimischen Reptilien helfen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin, viele der gezeigten Fotos stammen aus der Umgebung. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

12. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu-Vortrag über Eidechsen

Biologin berichtet über Reptilien

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Über Eidechsen berichtet die Biologin Ina Blanke in der Städtischen Galerie.
FOTO: PRIVAT

 

Lehrte. Mit Zaun- und Waldeidechsen beschäftigt sich die Biologin Ina Blanke in ihrem Vortrag „Unsere Eidechsen – Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten“. Beginn ist am Donnerstag, 24. Januar, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie.

Die Wissenschaftlerin aus Lehrte berichtet im Auftrag des Naturschutzbundes (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze unter anderem über die Lebensräume und Entwicklung der Reptilien, die auch in Lehrte vorkommen. Blanke berichtet dabei über die Besonderheiten der heimischen Arten wie das Zusammenleben und die Fortpflanzung der Reptilien. So legen manche Eier ab, andere bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt.

Blanke gibt den Besuchern in ihrem Vortrag auch Tipps, wie die heimischen Eidechsen geschützt und unterstützt werden können. Die Biologin beschäftigt sich auch mit Besonderheiten: So geht sie etwa der Frage nach, warum Blindschleichen nicht zu den Eidechsen zählen und warum vermeintliche Eidechsen eigentlich Molche sind.

Die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin Blanke steht im Anschluss ihres Vortrags den Besuchern auch für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Interessierte werden um eine Spende gebeten. pos

 

12. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bedrohte Bienen im Garten schützen

Gefährdete Insekten im Großformat: Bildervortrag in der Begegnungsstätte

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Links: Gehörnte Mauerbienen an einer Nisthilfe.
Rechts: Blaue Mauerbiene an einem Wiesensalbei.

FOTOS: HANS-JÜRGEN SESSNER

 

Von Frank Walter

Großburgwedel. Der Naturschutzbund (Nabu) Burgwedel und Isernhagen lädt für Freitag, 18. Januar, zu einem Bildervortrag mit dem Titel „Heimische Wildbienen im Garten“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) an der Gartenstraße 10 in Großburgwedel.

Nicht zuletzt dank des umtriebigen Imkervereins, der auf einer Wiese schräg gegenüber des Schulzentrums an der Hannoverschen Straße zahlreiche Bienenvölker angesiedelt hat, sind die nützlichen Insekten den Menschen in Großburgwedel häufig vor Augen. Doch der Schein trügt: In der freien Landschaft hat die Vielfalt der Bienen und anderer Insekten in den vergangenen Jahren in besorgniserregendem Ausmaß abgenommen. Daher kommt dem Siedlungsraum eine besondere Rolle für den Schutz bedrohter Arten zu, so der Nabu. Schutzmöglichkeiten fänden die Insekten neben öffentlichen Flächen vor allem in privaten Gärten.

Hans-Jürgen Sessner vom Nabu stellt in seinem Vortrag viele heimische Wildbienenarten in faszinierenden Großaufnahmen vor. Gezeigt werden unter anderem Mauer-, Woll-, Pelz- und Blattschneiderbienen bei der Nahrungssuche und beim Nestbau. Sessner ermöglicht auch Einblicke in Bienennester – eine Welt, die den Menschen abseits der Imkerei sonst verborgen bleibt.

Besucher der Veranstaltung bekommen zudem Hinweise zur bienenfreundlichen Gestaltung ihrer Gärten. Schon auf wenigen Quadratmetern kann mit der richtigen Bepflanzung ein kleines Paradies für Wildbienenarten geschaffen werden. Dazu gibt es viele Tipps für den Bau sinnvoller Nisthilfen, denn die meisten käuflichen „Insektenhotels“ sind aus Sicht des Naturschutzbundes völlig unbrauchbar.

Der Eintritt für Nabu-Mitglieder zum Bildervortrag in der SBS ist frei, andere Interessierte zahlen 3 Euro. Der Nabu freut sich zudem über Spenden für ein Wildbienen- Schutzprojekt, das im Vortrag vorgestellt wird.

Die erste Exkursion des Jahres führt Nabu-Mitglieder und interessierte Gäste am Sonntag, 3. Februar, zur winterlichen Vogelwelt an die Koldinger Teiche. Treffpunkt zur Bildung von Fahrgemeinschaften ist um 9.30 Uhr am Domfrontplatz in Großburgwedel. Die Rückkehr ist für 13 Uhr geplant.

Im nächsten Bildervortrag in der Seniorenbegegnungsstätte befassen sich Heidrun Roland und Christian Dulce am Freitag, 22. Februar, ab 19 Uhr. Das Thema: „Feldlerche, Besenheide und Co.“. Dann werden die Tiere und Pflanzen des Jahres 2019 vorgestellt. Auch bei diesen beiden Veranstaltungen zahlen Nichtmitglieder je 3 Euro Eintritt für die Teilnahme.

 

09. Januar 2019 - Marktspiegel Burgwedel

Wildbienen im Blick

Vortrag des Naturschutzbundes in der Seniorenbegegnungsstätte

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Eine Pelzbiene auf einem Gänseblümchen.
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Zu einem Vortrag zum Thema „Heimische Wildbienen im Garten“ lädt der Naturschutzbund am Freitag, 18. Januar, ein. Der Vortrag findet in der Begegnungsstätte in Großburgwedel, Gartenstr. 10, statt und beginnt um 19.00 Uhr.

In den letzten Jahren hat die Vielfalt der Bienen und anderer Insekten in der freien Landschaft der besorgniserregend abgenommen. Daher kommt dem Siedlungsraum eine besondere Rolle für den Schutz bedrohter Arten zu.

Möglichkeiten zum Schutz bieten neben öffentlichen Flächen vor allem private Gärten. Hans-Jürgen Sessner stellt viele heimische Wildbienenarten in faszinierenden Großaufnahmen vor. Gezeigt werden unter anderem Mauer-, Woll-, Pelzund Blattschneiderbienen bei der Nahrungssuche oder beim Nestbau. Es gibt auch Einblicke in Bienennester: Eine Welt, die uns sonst verborgen bleibt.

Besucher bekommen Hinweise zur bienenfreundlichen Gestaltung von Gärten. Schon auf wenigen Quadratmetern kann mit der richtigen Bepflanzung ein kleines Paradies für einige Wildbienenarten geschaffen werden. Dazu gibt es viele Tipps für den Bau von sinnvollen Nisthilfen, denn die meisten käuflichen „Insektenhotels“ sind leider völlig unbrauchbar.

Der NABU freut sich über eine Spende für ein Wildbienenschutzprojekt, das im Vortrag vorgestellt wird.

 

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Eine Blaue Mauerbiene an Wiesensalbei.
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

09. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Bäume aus aller Welt

NABU-Neujahrsspaziergang führt bei Nieselregen durch den Stadtpark

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Der NABU-Neujahrsspaziergang mit Ernst Schmidt, Rainer Stange und Dieter Kleinschmidt (Mitte v.li.) endete im Burgdorfer Stadtpark ganz „exotisch“ am chinesischen Urweltmammutbaum (re.), der im Reich der Mitte erst 1941 entdeckt worden war.
Foto: Georg Bosse

 

BURGDORF (gb). Sie sind irgendwann aus ihren angestammten Lebensräumen Asien, Balkan und China, aus dem Kaukasus, Kleinasien, Nordamerika und Südeuropa immigriert und haben in Burgdorf feste Wurzeln geschlagen. Genauer gesagt im Stadtpark der Auestadt, der am vergangenen 1. Januar das Ziel des traditionellen Neujahrsspaziergang des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Burgdorf, Lehrte & Uetze war.

Dem grau-kühlen und nieselfeuchten Jahresauftakt trotzten gut 40 Personen, die sich auf dem Schützenplatz eingefunden hatten, um mit NABU-Vorstandsmitglied Ernst Schmidt in den Stadtpark zu spazieren und entlang des vom NABU initiierten Baumlehrpfades allerlei Interessantes und Überraschendes zu den dort kultivierten Gehölzpflanzen zu erfahren. Mit von der Partie waren auch der gelernte Baumschulgärtner Rainer Stange vom städtischen Gärtnerbauhof und NABU-Vizevorsitzender Dieter Kleinschmidt.

An der Kaukasischen Flügelnuss an der Auebrücke in der Poststraße angekommen, entzauberten Schmidt und Stange den Mythos, dass Efeu grundsätzlich eine Bedrohung für die Bäume sei. „Entgegen seines negativen Images entzieht der kletternde Efeu „seinem“ Stützbaum nicht das lebensnotwendige Wasser und Nährstoffe. Dennoch behalten wir die hochwachsenden Efeupflanzen im Auge“, betonte Rainer Stange. Er setzte hinzu, dass der Burgdorfer Gärtnerbauhof mit dem seit 20 Jahren bestehenden Baumkataster für die Pflege und zur Gewährung Verkehrssicherheit in den öffentlichen Grünanlagen gut aufgestellt sei. „Die Kooperation zwischen Gärtnerbauhof und NABU klappt gut“, bestätigte Dieter Kleinschmidt.

Die Gruppe setzte ihren Weg fort und erfuhr von Ernst Schmidt, dass die große Stieleiche vor der „Alten Landratsvilla“ (Rathaus II) mit der Pyramideneiche hinter dem Bürgermeisteramtssitz verwandt ist: „Die „Fastigiata“, auch Säuleneiche genannt, ist eine Sonderform der Stieleiche.“ Auf der Strecke in Richtung Schwanenteich wurde ein kurzer Stopp am „letzten Stückchen Urwald“, so Ernst Schmidt, eingelegt, wo ein gekappter Zuckerahorn in urwüchsiger Umgebung seinem natürlichen Kreislauf überlassen bleibt.

Am Amberbaum und an der Japanischen Blüten-(Zier-) Kirsche vorbei, ging es zu den Hängeweiden (früher Trauerweiden genannt) am Teich, in dem sich zur Verblüffung aller eine Nutria (Biberratte) tummelte. Ein Unikat unter den zahlreichen, ehemals fremdländischen, Bäumen im Burgdorfer Stadtpark ist der nordamerikanische Eschenahorn, dem unweit des Teiches seine mitteleuropäische Heimat zugewiesen wurde. „Alle fremdländischen Gehölze sind hier bewusst angepflanzt worden, um den Park interessant zu machen“, erklärte Ernst Schmidt. Richtig exotisch wurde es am Ende der Tour, als Ernst Schmidt die Neujahrsspaziergänger zu dem Urweltmammutbaum, der erst 1941 in China entdeckt wurde, sowie zum benachbarten Riesenmammutbaum führte. Beide sind nur einen Steinwurf vom nahen Spielplatz entfernt zu bewundern.

 

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Vor der „Alten Landratsvilla“ hat sich eine Stieleiche (Mitte) fest verwurzelt.
Foto:geor Bosse

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Rainer Stange (li.) und Ernst Schmidt (3.v.li.) mit den Neujahrsspaziergängern an den Hängeweiden am Schwanenteich.
Foto:Georg Bosse

 

 

 

 

Der Pressespiegel erscheint mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Zeitungen