Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Pressespiegel 2019

 

18. September 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nachwuchs entdeckt die Natur beim Spielen

Stadtmarketing-Arbeitskreis „Natur erleben“ feiert zehnjähriges Bestehen seiner Projekte mit großem Fest

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Linkes Bild: Jolina (11, links) und Leah (10) spielen bei Ernst Schmidt vom Nabu Natur-Memory.
Rechtes Bild: Hasen hautnah: Mathis (4) schaut sich an der Hand von Mama Sabrina Hennigs ausgestopfte Tiere an.

FOTOS: KATJA EGGERS

 

Von Katja Eggers

Lehrte. Auf der Streuobstwiese im Lehrter Hohnhorstpark ist am Regionsentdeckertag viel los gewesen. Der Stadtmarketing-Arbeitskreis „Natur erleben“ hat dort das zehnjährige Bestehen seiner Projekte gefeiert. Dabei kamen etliche Besucher aus Hannover nach Lehrte – darunter auch Heinz Bötticher.

„Ich entdecke Lehrte“, sagte er lachend und bummelte über die Streuobstwiese, wo neben dem Arbeitskreis auch der Naturschutzbund (Nabu), BUND, ADFC, Imker, das Gut Adolphshof und andere Natur- und Umweltschutzorganisationen ihre Stände aufgebaut hatten. Bei Bauer Harm Nöhre kaufte Bötticher drei Zierkübisse. „Damit dekoriere ich mein Wohnzimmer“, kündigte der Senior an.

Natur-Memory mit Nüssen

Ein paar Meter weiter bestaunte Mathis an der Hand von Mama Sabrina Hennigs ehrfürchtig ausgestopfte Tiere wie Feldhase, Fuchs und Igel. „So kommt er den Tieren ganz nah, auch wenn sie nur ausgestopft sind“, sagte Hennigs. Der Dollbergerin gefiel die Veranstaltung, weil es rund um die Natur vor allem für Kinder viel zu entdecken gab.

Mit Herbstfrüchten machten sich derweil Jolina (11) und ihre Cousine Leah (10) vertraut. Die beiden Mädchen spielten am Stand des Nabu eine Runde Natur-Memory. Dabei hoben sie immer wieder Tontöpfchen hoch, unter denen Kiefernzapfen, Eicheln, Nüsse und Kastanien lagen. „Man muss zu einer Frucht immer den Zwilling finden“, erläuterte Jolina.

Alle 171 Obstbäume haben Paten

Den Kindern spielerisch die Natur näherzubringen war aber nur ein Anliegen, das der Arbeitskreis „Natur erleben“ mit seinem Fest verfolgte. „Wir wollen auch unsere Projekte in den Fokus rücken und unsere Arbeit vorstellen“, erklärte Willy Goronczy vom Arbeitskreis. Im Jahr 2009 hatte die Gruppe ihre fünf Projekte erstmals im Rahmen der Gartenregion der Öffentlichkeit vorgestellt. Bis auf den Gartenwettbewerb „Das Gesicht zur Straße“ gibt es die Projekte alle noch. Und sie haben sich dank des Einsatzes der Mitglieder prächtig entwickelt.

So haben auf der Streuobstwiese mittlerweile alle 171 Obstbäume Baumpaten. Die Führungen der Kräuterhexen durch den Heilpflanzengarten des Lehrter Krankenhauses erfreuen sich großer Beliebtheit. „Allein 2018 waren es mehr als 1200 Besucher“, sagte Goronczy. Darüber hinaus wurde der Lehrpfad Ackerkulturen erweitert, das Projekt „Zeitreise von der Eisenzeit bis heute“ wurde ausgebaut und um Schautafeln ergänzt. Auch die Touren „Lehrte und seine Ortsteile entdecken“ sind weiterhin in Arbeit. Sämtliche Projekte haben mittlerweile zudem QR-Codes bekommen, mit denen per Smartphone vor Ort Infos abgerufen werden können.

Positives Fazit trotz Problemen

Der Arbeitskreis kämpft jedoch mit Problemen. Laut Mitglied Bernd Rose haben den Bäumen auf der Streuobstwiese sowohl die Trockenheit des Sommers als auch die Wühlmäuse stark zugesetzt, die an den Wurzeln der Bäume nagen. Durch Vandalismus seien zudem Schäden entstanden, unter anderem wurden eine Infotafel und Bänke beschädigt.

Im Rückblick auf die vorigen zehn Jahre fällt das Fazit aber überwiegend positiv aus. „Es macht viel Arbeit, aber auch viel Spaß“, sagt Goronczy. Es freue ihn, dass die Projekte von Politik und Verwaltung positiv wahrgenommen und unterstützt werden. „Schön ist auch, dass unsere Projekte von Schulen und Kitas bei Naturthemen als Anschauungsobjekte genutzt werden“, betonte Udo Gallowski, Vorsitzender des Stadtmarketingsvereins.

 

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Linkes Bild: Landwirt Harm Nöhre verkauft Besucher Heinz Bötticher Zierkürbisse.
Rechtes Bild: Haste Töne: Anna-Liese Siemens hilft Io (6) beim Geigespielen.

FOTOS: KATJA EGGERS

 

11. September 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bunker für Fledermäuse renoviert

 

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Ein Mercedes unter den Winterquartieren: Das Portal zum Fledermausbunker.
FOTO: MICHAEL SCHÜTZ

 

Hämelerwald. Wohnungen müssen gelegentlich renoviert werden. Das gilt auch für die Rückzugsorte von Fledermäusen. Auf dem Adolphshof bei Hämelerwald sorgte der Naturschutzbund (Nabu) in den letzten Wochen für die Ausbesserung des Winterquartiers für Wasserfledermaus und Braunes Langohr. Eine eingefallene Tür an dem Weltkriegsbunker, der als Schlafquartier dient, sei der Anlass gewesen, erklärte Bernd Rose vom Vorstand des Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze. „Da musste was passieren.“

Kurzerhand meldete er sich mit einem Antrag bei der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die schließlich die Neugestaltung des Eingangsbereich am Winterquartier finanzierte. Knapp 9000 Euro kostete das Portal, das am Montagabend mit Gästen – unter anderem von der den Adolphshof betreibenden Bernburg-Stiftung – eingeweiht wurde. „Das ist jetzt der Mercedes unter den Winterquartieren“, sagte Rose begeistert. Üblicherweise hielten zehn bis zwölf Fledermäuse in dem alten Bunker auf dem Ökohof Winterschlaf. In diesem und vielleicht auch im nächsten Winter werde er aber noch leer stehen. „Der Geruch der Renovierung muss erst verfliegen.“ Nachdem das passiert ist, könne sich die Anzahl der Schlafgäste verdoppeln, hofft Rose. Genug Platz sei jetzt jedenfalls vorhanden.

„Die Mauern rechts und links des Eingangs sehen nicht mehr gut aus“, schrieb er der Bernburg- Stiftung ins Stammbuch. „Das ist ein Schandfleck.“ Da die Mauer denkmalgeschützt ist, regte er an, dass sich die Stiftung ebenfalls an die Bingo-Lotterie wende. „Die fördert auch den Denkmalschutz“, betonte Rose. Den Antrag wolle er gern für die Stiftung ausfüllen. Stiftungsrat Reinhard Kind war von der Idee angetan.

 

07. September 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Zehn Jahre Streuobstwiese

Naturschutzbund und Stadtmarketing Lehrte laden zum Jubiläumsfest ein

LEHRTE (r/fh). Die Lehrter Streuobstwiese feiert ihren zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass lädt der Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze zusammen mit dem Stadtmarketing Lehrte zu einem Jubiläumsfest ein. Es findet am Sonntag, 8. September, von 12 bis 17 Uhr auf dem Gelände im Hohnhorstpark statt. An Ständen können sich die Besucher über unterschiedliche Naturschutzprojekte informieren und bei Führungen die Streuobstwiese kennenlernen. Für Kinder gibt es Lernspiele, außerdem wird Obst verkauft.

Die ehemalige Ackerfläche wurde dem Nabu 2009 überlassen. In Kooperation mit dem Stadtmarketing wurden dort dann 170 Obstbäume und eine Wildfruchthecke gepflanzt. Damit hatten die ehrenamtlichen Naturschützer in den zurückliegenden Jahren viel Arbeit, denn lange Trockenphasen erforderten wöchentliche Bewässerung. Inzwischen konnte mit der finanziellen Hilfe der Bingo- Stiftung ein Brunnen gebohrt werden und von dort Schläuche direkt zu den Pflanzen gelegt werden. Einige Bäume mussten wegen Wurzelfraß durch Wühlmäuse ersetzt werden. Wegen der extensiven Pflege entstehen auf Streuobstwiesen artenreiche Lebensräume: Die Pflanzenvielfalt nimmt zu und bildet die Lebensgrundlage für viele Insekten, die wiederum die Lebensgrundlage zahlreicher Vögel sind. Zwei große Steinhaufen sind inzwischen Wohnorte von Mauswieseln und Eidechsen. Auf dem Gelände wurden außerdem auch Greifvogelstangen aufgestellt und Vogelnistkästen aufgehängt.

 

04. September 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Party steigt auf der Streuobstwiese

Arbeitskreis Natur erleben des Stadtmarketings feiert zehnjähriges Bestehen

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Zu ernten gibt es für Horst-Günter Gnest (von links), Dieter Schmidet, Karin Meisinger, Bernd Rose und Willy Goronczy in diesem Jahr nicht viel auf der Streuobstwiese, obwohl die Mitglieder des Stadtmarketing-Arbeitskreises Natur erleben die Bäume regelmäßig gewässert haben.
FOTO: THOMAS BÖGER

 

Von Thomas Böger

Lehrte. Streuobstwiese, Heilpflanzengarten, Ackerlehrpfad: Ohne die Projekte des Arbeitskreises Natur erleben des Lehrter Stadtmarketings wäre die Stadt um einiges ärmer. Vor zehn Jahren hat der Arbeitskreis seine Projekte erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Nun soll das groß gefeiert werden – und zwar beim Regionsentdeckertag mit einem Fest auf der Streuobstwiese.

Nach der Gründung des Stadtmarketingvereins im Jahr 2005 bildeten sich zunächst fünf Arbeitskreise (AK). Der AK III machte sich unter Leitung von Willy Goronczy umgehend an die Arbeit von fünf Projekten. Das größte war die Anlage einer Streuobstwiese. „Man hat uns zunächst ein Grundstück auf dem Grabeland hinter den Tennisplätzen angeboten“, erzählt Gründungsmitglied Dieter Schmidt. Doch dann stellte die Stadt schließlich die 1,5 Hektar große Fläche am Hohnhorstweg gegenüber dem Gelände des FC Lehrte zur Verfügung. Gepachtet wurde sie vom Naturschutzbund (Nabu), der mit dem Stadtmarketing einen Kooperationsvertrag abschloss.

Finanzierung war nicht einfach

Für die Finanzierung seien sie von Verein zu Verein gelaufen. „Aber überall sind wir rausgeflogen“, berichtet Schmidt. Erst als über einen Förderverein die damalige Lottound Umweltstiftung (heute Bingo- Umweltstiftung) ins Boot geholt werden konnte, ging es richtig los. Zunächst wurden 64 Bäume gesetzt, heute stehen 171 Exemplare vieler verschiedener Sorten auf der Wiese, die von Schafen kurz gehalten wird. Jeder Baum hat einen Paten, der ebenso auf einem an einen Ast gehängten Schild zu lesen ist wie die Obstsorte. Die Paten mussten 75 Euro zahlen, dafür dürfen sie 15 Jahre lang ernten. „Freie Bäume gibt es nicht mehr“, sagt Goronczy.

Inzwischen ist in das Projekt viel Geld geflossen. Förderungen und Spenden erbrachten zusammen rund 35 000 Euro. Dafür wurden Bäume und Schafzäune angeschafft sowie Infotafeln aufgestellt. Teuer war vor allem die Bewässerungsanlage, für die ein Brunnen gebohrt und Leitungen zu jedem einzelnen Baum gelegt werden mussten. „Ohne das Wasser wären letztes Jahr alle Bäume vertrocknet“, meint Bernd Rose, der für den Nabu in dem AK mitarbeitet, der inzwischen umbenannt wurde in Natur erleben.

„Kräuterhexen“ betreuen Garten

Ein weiteres Projekt ist der Heilpflanzengarten auf dem Gelände des Krankenhauses. „Anfangs haben wir die Pflanzen in der Natur gesammelt“, schildert Karin Meisinger den Beginn des Vorhabens, das auf Initiative des inzwischen gestorbenen Apothekers Wilhelm Nieschlag zustande kam. Aus dem zunächst einen Beet sind acht geworden, die außer Meisinger und Margaretha Ehlvers noch von sechs weiteren „Kräuterhexen“ betreut werden. Dazu treffen sie sich jeden Montag. Außerdem bieten sie monatliche Führungen an, die von vielen Gruppen besucht werden, vor allem von Kindergärten und Schulen. „Wir können uns glücklich schätzen, dass wir den AK Natur erleben haben und dass da viel mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird“, lobt der Stadtmarketingvorsitzende Udo Gallowski.

Der Ackerlehrpfad im Süden der Stadt wurde ebenfalls vom AK angelegt. Unterstützung bekam er dabei von der Real- und der Hauptschule sowie von der Schülerfirma des Gymnasiums. Auch die Ratsmitglieder Hans-Joachim Denecke- Jöhrens und Wilhelm Busch sowie Landwirt Heiner Klußmann engagierten sich dafür. An einer rund zwei Kilometer langen Strecke informieren Tafeln über verschiedene Getreidesorten ebenso wie über den Rübenanbau und die Aufgaben der Landwirte. In einem weiteren Projekt wurden Schautafeln zu einer Zeitreise von der Eiszeit bis heute aufgestellt.

QR-Codes an den Obstbäumen

Die Digitalisierung geht auch am AK Natur erleben nicht vorbei. Unter Federführung von Horst- Günter Gnest wurden die Tafeln des Ackerlehrpfads und die Schilder an den Obstbäumen mit QR-Codes ausgestattet, über die man weitere Informationen abrufen kann. Außerdem hat der Arbeitskreis eine eigene Internetseite mit der Adresse www.qrsml.de angelegt. Er ist aber weiterhin auch über die Seite des Stadtmarketings www.stadtmarketing- lehrte.de zu erreichen.

 

31. August 2019 - Neue Woche

Großes Fest auf der Streuobstwiese

Arbeitskreis "Natur erleben" feiert 10-jähriges Jubiläum seiner Projekte

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Lehrte (r/pa). Vor 10 Jahren hat der Arbeitskreis Natur erleben (AK) des Stadtmarketingsvereins (SML) im Rahmen der Gartenregion 2009 bei einem Festakt seine Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt. Das 10-jährige Bestehen dieser Projekte feiert der AK nun am Regionsentdeckertag, Sonntag 8.September von 12.00 bis 17.00 Uhr auf der Streuobstwiese im Hohnhorstpark mit einem großen Fest.

Zu diesem Zeitpunkt gab es fünf Projekte, die Streuobstwiese, den Heilpflanzengarten, den Lehrpfad Ackerkulturen, den Gartenwettbewerb "Das Gesicht zur Straße" und die "Zeitreise von der Eiszeit bis heute". Über 30 Mitglieder des AK und mehr als 100 Helfer haben seinerzeit die Projekte erstellt. Diese wurden von der Niedersächsischen Lottostiftung und der Niedersächsischen Umweltstiftung (heute die BINGO Umweltstiftung), der Region und der Stadt Lehrte finanziell gefördert.

Die Streuobstwiese mit 171 Obstbäumen ist das größte Projekt. Der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze und der Stadtmarketingverein haben mit einem Kooperationsvertrag die Zusammenarbeit für die Streuobstwiese vereinbart und diese mit Unterstützung der Siedlergemeinschaften Lehrte/Burgdorf, auf einer von der Stadt Lehrte gepachteten Ackerfläche angelegt. Das Projekt wurde ständig weiter ausgebaut und hat inzwischen sogar eine Bewässerungsanlage für die Obstbäume erhalten. Alle Obstbäume haben inzwischen Baumpaten, die das Obst von ihren Bäumen ernten dürfen.

Auf dem Jubiläumsfest informieren der NABU und der AK mit seinen Kräuterhexen, der BUND (Streuobstwiesen Niedersachsen), Imker, der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. und das Gut Adolphshof über Biokräuter und Pflanzen sowie über ihre Arbeit und Projekte. Daneben gibt es Führungen über den naheliegenden Heilpflanzengarten und die große Streuobstwiese. Kinder können bei Lernspielen ihr Wissen testen. Der Nöhrenhof bietet Obst zum Verkauf an.\Die Garten- und Tierfreunde grillen Spezilitäten vom Schaf und machen mit Kindern Spaziergänge über die Streuobstwiese zu den Tieren im Grabeland. Der ADFC informiert rund um das Thema Fahrrad und Radtouren, während die Schülerinnen und Schüler von FridaysForFuture Lehrte Hinweise zur Vermeidung von Plastik und Klimaschutz geben. Musikalische Untermalungen wird es durch die Musikschule Ostkreis Hannover e.V. mit ihrer Musik- und Tanzgruppe SambaZamba und der Musikschule Kalinka aus Ilten geben. Auch für Essen und Trinken ist gesorgt.

Der AK hat zwischenzeitlich eine Website (www.qrsml.de) angelegt und alle Projekte mit QR-Codes versehen. Über die QR-Codes erhält man vor Ort sofort Informationen zu den Projekten. Zusammen mit den Kräterhexen hat der Arbeitskreis derzeit 20 aktive Mitglieder. Leider haben sich aus Altergründen viele der Gründungsmitglieder zurückgezogen, deshalb würde sich der AK über neue Mitglieder freuen, die gern auch neue Ideen einbringen können.

Interessenten können sich bei Sonja Truffel, Geschäftsführerin des SML, unter Tel.: 05132/505135 oder Email: Sonja.Truffel@lehrte.de melden.

 

02. August 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Fledermäuse im Stadtpark beobachten

 

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Eine Wasserfledermaus geht auf Beutefang.
FOTO: NABU/DIETMAR NILL

 

Lehrte. „Im Schein der Taschenlampe – Wir beobachten und verhören die jagenden Fledermäuse im Stadtpark Lehrte“ ist eine Exkursion des Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze überschrieben. Am Freitag, 9. August, führt sie in den Lehrter Stadtpark. Unter der Leitung von Bernd Rose, dem Fledermausexperten und Fledermausbetreuer der Region Hannover, werden die Teilnehmer dort Fledermäuse bei der Futtersuche antreffen.

In der Dämmerung sind es meist Breitflügelfledermäuse oder Zwergfledermäuse, bei völliger Dunkelheit fliegen dann die Wasserfledermäuse, die mithilfe eines Scheinwerfers beobachtet werden können. Ein sogenannter Batdetektor macht die Ultraschalllaute, die die Fledermäuse zur Ortung ihrer Beute, zur Orientierung und zur Kommunikation mit Artgenossen ausstoßen, hörbar. Treffpunkt ist um 20.15 Uhr am Parkplatz Friedhof Lehrte, Am Stadtpark. Die Exkursion dauert etwa 2,5 Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Rückfragen steht Bernd Rose unter Telefonnummer (0 51 36) 8 12 65 zur Verfügung. ks

 

13. Juli 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Großes Herz für kleine Schwalben

In 20 Nestern wachsen auf dem Hof von Ilsemarie und Ralf Horst in Dachtmissen Jungvögel heran

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Ganz zaghaft schauen die jungen Schwalben aus dem Nest.
Foto: Dana Noll

 

DACHTMISSEN (dno). In Dachtmissen bei Ilsemarie und Ralf Horst wird Naturschutz gelebt. Schon seit vielen Jahren nisten auf der Nordseite ihres Hauses Schwalben. „Wir lassen sie einfach in Ruhe und so kommen sie jedes Jahr wieder“, berichtet Ilsemarie Horst.

Bereits als Kind hat sie das Schauspiel beobachtet, das sich jedes Frühjahr wiederholt. Im April kommen die Schwalben auf den Hof und bauen oder renovieren ihre Nester, die überwiegend aus feuchtem Lehm und Speichel bestehen. Dort, unter dem Dachvorstand finden sie scheinbar ideale Bedingungen, um dann zu brüten. Im Frühsommer schlüpfen die jungen Schwalben und Ende August/ Anfang September verlassen sie ihre Nester und es geht zum Überwintern in den Süden.

Etwa 20 Nester mit 16 bis 20 Schwalbenpaaren haben bei Familie Horst in diesem Jahr ihr Zuhause gefunden. „Hauptsächlich Mehlschwalben. Erkennbar sind diese an ihrer weißen Brust“, erzählt Ralf Horst. Auch Rauchschwalben sind hier noch zu finden. „Wenngleich weniger, denn die Tiere haben es nicht leicht“, so Ilsemarie Horst. Die Rauchschwalben haben sich früher in der Nähe der Schornsteine aufgehalten, daher auch ihr Name. Sie haben oft in Kuh- oder Schweineställen genistet und sich dort auch von den Fliegen ernährt. „Doch Ställe gibt es nun immer weniger“, erklärt Ilsemarie Horst ihren Rückzug. Die Rauschwalben haben eher einen bräunlichen Bauch und vor allem einen langen Schwalbenschwanz, „ähnlich wie bei einem Smoking“, erklärt Ilsemarie Horst.

„Wir freuen uns jedes Jahr, wenn die Schwalben hier sind und den Frühling einläuten“, so Familie Horst, auf deren Hof noch zwei Hunde, eine Katze und viele frei laufende Hühner leben.

 

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Links: Ilsemarie Horst beobachtet die Schwalben seit ihrer Kindheit und freut sich immer über den Schwalben-Nachwuchs. Rechts: Ralf Horst zeigt den Dachvorstand, unter dem sich die Nester befinden.
Fotos: Dana Noll

 

02. Juli 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Tafeln führen durch Heilpflanzengarten

Nabu stellt fünf Hinweisschilder im Park des Klinikums auf / Stiftung finanziert das Projekt

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Margaretha Ehlvers (von links), Bernd Rose und Vivien Hinze freuen sich über die neuen Tafeln für den Heilpflanzengarten.
FOTO: PATRICIA OSWALD-KIPPER

 

Von Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Schon seit vielen Jahren ist der Heilpflanzengarten im Park des Klinikums Lehrte ein kleines Idyll. Damit die Besucher den Bereich im hinteren Teil der Grünanlage auch finden, hat Bernd Rose vom Naturschutzbund (Nabu) mit seinem Team jetzt für eine Beschilderung gesorgt.

Kleine Schilder, große Tafel

„Viele haben gar nicht gewusst, dass es im Park des Klinikums solch ein Kleinod gibt. Es war mir wichtig, dass darauf hingewiesen wird“, sagt Bernd Rose. Schon am Eingang des Krankenhauses an der Manskestraße weist nun eine kleine Tafel auf den Heilpflanzengarten hin. Im Park haben Nabu-Mitglieder gleich im vorderen Bereich eine große Infotafel aufgestellt, die die dort wachsenden Heilpflanzen zeigt und benennt.

Die Besucher werden auf dem geschwungenen Weg mit kleineren Wegweisern bis zum Heilpflanzengarten im hinteren Teil der Grünanlage geleitet. Auf einem Hügel wachsen dort Johanniskraut, Sanddorn, Wegwarte, Ringelblume, Sonnenhut, Nachtkerze, Eseldistel, Rizinus, verschiedene Kleesorten, Mohn und vieles mehr, das sich zur Herstellung von Arzneien eignet.

Schilder kosten 2600 Euro

Die neuen Hinweisschilder kosteten 2600 Euro und wurden von der Bingo-Umweltstiftung bezahlt. Rose und sein Team haben die Tafeln aufgestellt. Seit der Einrichtung des Heilpflanzengartens im Jahr 2009 wird der 240 Quadratmeter große Bereich von einem Team von Lehrter Nabu-Mitgliedern wie Margaretha Ehlvers ehrenamtlich gepflegt.

Als Kräuterhexen führen Ehlvers und andere Ehrenamtliche im Auftrag des Stadtmarketings im Sommer einmal monatlich sonntags durch den Garten und erklären die Heilwirkungen der dort wachsenden Pflanzen. Auch Schulklassen und Kindergartengruppen führen sie über das Gelände. „Uns ist es wichtig, dass dieses alte Wissen nicht verloren geht“, sagt Ehlvers. Der Lehrter Garten sei einzigartig in der Region Hannover.

Patienten nutzen Garten gern

Das Klinikum unterstützt das Engagement. Der Garten werde von den Patienten und Besuchern häufig genutzt und lade zum Entspannen ein, sagt Vivien Hinze von der Verwaltung des Klinikums. „Wir sind sehr froh, dass es den Heilpflanzengarten gibt“, sagt Hinze. Nicht nur Patienten und Angehörige nutzten den Garten. „Auch Mitarbeiter ververbringen dort häufig ihre Pausen. Hier kann man einfach mal seine Seele baumeln lassen“, sagt Hinze. Der Park des Klinikums wird von einem eigenen Gärtner gepflegt. Dieser kümmere sich auch um die Bewässerung der Heilpflanzen.

 

Info Zur Pflege der Heilpflanzen treffen sich Margaretha Ehlvers und ihr Team immer montags ab 11 Uhr. „Wer mitmachen möchte, ist herzlich willkommen“, wirbt Ehlvers. Interessierte können sich bei ihr unter Telefon (0 51 32) 47 77 melden.

 

Medizin nutzt Heilpflanzen auch heute noch

Heilpflanzen hatten für Menschen schon immer eine große Bedeutung. In der Antike waren es die Arztbotaniker, im Mittelalter erforschten Mönche und Klosterfrauen die Wirkung von Pflanzen.

Die Heilpflanzenkunde ist heute eine anerkannte Wissenschaft, die als Phytotherapie bezeichnet wird. Auch in der Homöopathie wird die Wirkung der Inhaltsstoffe dieser Pflanzen genutzt.

Im Lehrter Heilpflanzengarten veranstalten regelmäßig die sogenannten Kräuterhexen Führungen. Die nächste Führung ist am Sonntag, 28. Juli. Ab 11 Uhr geht es um Pflanzen, die dem Herz guttun. Im Mittelpunkt stehen unter dem Motto Herz intakt Pflanzen wie Ginkgo, Fingerhut, Herzgespann, Weißdorn und Sommeradonis. Am Sonntag, 25. August, 11 Uhr, geht es bei Immer grün um immergrüne Pflanzen wie Efeu oder Buchsbaum.

Die letzte Führung in diesem Jahr ist am Sonntag, 29. September, um 11 Uhr zum Thema Gefallene Früchte“. Gruppenführungen können bei Margaretha Ehlvers unter Telefon (0 51 32) 47 77 gebucht werden. pos

 

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Blühendes und duftendes Idyll: Der Heilpflanzengarten im hinteren Teil des Klinikumsparks Lehrte ist einzigartig in der Region Hannover.
FOTO: PATRICIA OSWALD-KIPPER

 

27. Juni 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Kinderglück bei Adebars

 

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FOTO: BERND MOSSMANN

 

Erstmals zieht ein Storchenpaar in Schillerslage Junge groß – und dann gleich drei Stück. Vor drei Jahren haben Aktivisten des Naturschutzbunds Burgdorf, Lehrte, Uetze das Storchennest am westlichen Ortsrand mitten auf einer Wiese aufgestellt. Seitdem wurde das Nest zwar mehrfach von Störchen angeflogen, doch geblieben ist keiner. Jetzt – im vierten Jahr – stellt sich endlich ein Bruterfolg ein. Ganz nebenbei bauen die Altvögel ihr Nest weiter aus und schaffen Baumaterial herbei. Dass die Störche sich zunehmend wohlfühlen im Nordosten, zeigt ein Blick in die Horste. In Dachtmissen zieht das Storchenpaar in diesem Jahr zwei Jungtiere groß, in Steinwedel, Obershagen und Dedenhausen ebenfalls. In Immensen und Uetze sind es drei und in Arpke sogar vier. In Hänigsen ist von drei geschlüpften Jungstörchen nur noch einer übrig. Das Burgdorfer Nest an der Friederikenstraße ist hingegen keine Kinderstube geworden, obwohl es zunächst so aussah, dass sich dort wieder ein Storchenpaar niederlässt. Wenn im Durchschnitt zwei Jungtiere pro Nest überleben, ist das ein Erfolg, sagt Erhard Zander, Naturschutzbeauftragter der Region Hannover. Im Dollberger Nest auf dem Kirchturm ziehen erstmals seit 15 Jahren wieder Störche Nachwuchs groß. dt

 

19. Juni 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu besucht die Schleiereulen

Rundgang am 30. Juni führt auch zum Storchennest

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Kinderstube der Schleiereulen: Eine Nabu-Führung führt zu Nistplätzen der Tiere.
FOTO: NABU

 

Von Antje Bismarck

Hänigsen. „Die Kinderstube der Schleiereulen und Weißstörche – ein Besuch am Brutplatz“ heißt das Thema einer naturkundlichen Exkursion, zu der der Naturschutzbund für Burgdorf, Lehrte und Uetze alle Mitglieder und Interessierten für Sonntag, 30. Juni, einlädt.

Der Naturschutzbeauftragte Erhard Zander, der sich schon seit vielen Jahren um diese Vögel, vor allem auch um die Schleiereulen, kümmert, wird die Teilnehmer zunächst zu dem Storchennest bei der Bäckerei Laube in Hänigsen führen. Dann geht die Tour zu jungen Schleiereulen in einem Nistkasten. Auf diesem ornithologischen Spaziergang erfahren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die Lebensweise dieser interessanten Tiere. In einem Nistkasten leben oft mehrere junge Schleiereulen, und die Eltern haben dann in den zurzeit kurzen Nächten mit vier bis fünf Stunden Dunkelheit viel zu tun, um genug Mäuse für den Nachwuchs zu erbeuten, sagt Zander. Nach Aussage von Nabu-Sprecherin Margret Schäfer dauert der Rundgang etwa 90 Minuten, er eignet sich ganz besonders gut für Familien mit Kindern.

Die Teilnehmer treffen sich um 14.45 Uhr am Schützenplatz in Burgdorf und um 15 Uhr an der Kirche in Hänigsen.

 

11. Juni 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Lebensräume für Bienen schaffen

 

Hänigsen. Der örtliche Naturschutzbund lädt für Donnerstag, 20. Juni, zu einem Lichtbildvortrag mit dem Titel „Wildbienen in Garten, Feld und Wiese“ nach Hänigsen ein. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus der Begegnung an der St.-Petri-Kirche. Der Eintritt ist frei.

Die Wildbienen – rund 560 unterschiedliche Arten leben allein in Deutschland – sind in ihrem Bestand stark gefährdet. Dabei sind sie für unsere Kulturlandschaft ebenso wichtig wie die Honigbienen. Eine der Ursachen für ihren Rückgang ist die fortschreitende Versiegelung von Flächen durch die Ausweisung neuer Wohn-, Gewerbeund Industrieflächen. Aber auch der aktuelle Trend, Gärten als sterile Kies- und Steinlandschaft zu gestalten, nimmt den Bienen und anderen Insekten ihren Lebensraum.

„Dabei kann schon auf wenigen Quadratmetern im eigenen Garten oder auf öffentlichen Flächen mit der richtigen Bepflanzung ein kleines Paradies für einige Wildbienenarten geschaffen werden“, sagt Hans-Jürgen Sessner, Insektenexperte des Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze. Wie das funktioniert, wird Sessner in dem Vortrag erklären, mit dem der Insektenliebhaber seinen Zuhörern einen Einblick in die verborgene Welt der Wildbienen geben will. Ihm sind faszinierende Großaufnahmen gelungen, die unter anderem Mauer-, Woll- und Blattschneiderbienen bei der Nahrungssuche und beim Nestbau zeigen. dt

 

11. Juni 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Blühendes Lehrte lockt 1500 Besucher an

Vogelstimmen, Basteleien und Pflanztipps: Beim Gartenfest der Region für Naturliebhaber gab es im alten Grabeland viel Interessantes zu entdecken

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Malen mit Gemüsesaft: Jule (8), Tim (4) und Mama Carolin Wolter stellen mit Antonia Jacobsen (rechts) Farbe aus Rotkohl her.
FOTO: KATJA EGGERS

 

Von Katja Eggers

Lehrte. Erholung im Grünen, Informationen rund um Blumen und Insekten sowie Tipps für den Naturschutz im eigenen Garten: Das alles hat das Gartenfest der Region Hannover am Sonntag in Lehrte geboten – gut 1500 Besucher wollten bei der Veranstaltung im alten Grabeland im Hohnhorstpark dabei sein. Gefeiert wurde das zehnjährige Bestehen der Gartenregion. Unter dem Motto 10 Jahre – 10 Feste richtet die Region in diesem Jahr zehn Park- und Gartenfeste in Hannover und Umgebung aus. Lehrte war am Sonntag die dritte Station und präsentierte sich mit dem Stadtmarketing und dem Nabu, auch die Schülerfirma des Gymnasiums und Landwirte machten mit – ebenso wie einige Kräuterhexen.

Im alten Grabeland nahe der Streuobstwiese gab es viel zu entdecken. Die achtjährige Jule und ihr vierjähriger Bruder Tim stellten bei Antonia Jacobsen von der Kunstschule Noa Noa Farbe aus Rotkohl her. Dafür zerkleinerten sie den Kohl in einem Mörser und gossen den lilafarbenen Saft durch ein Sieb ab. Mit einer Pipette zauberten sie dann kunstvolle Motive aufs Papier. Als Jacobsen noch etwas Zitronensaft dazugab, staunten die Kinder: „Das wird ja Pink“, rief Jule.

Jule und Tim waren mit ihren Eltern Carolin und André Weber aus Burgdorf zum Gartenfest gekommen. „Wir wollen hier einen schönen Tag mit der Familie genießen“, sagte der Vater. Am Tisch nebenan falteten die drei Schwestern Melin (3), Eda (5) und Mayla (6) mit den Naturonauten Lili und Claudius Schmetterlinge aus Papier. Mama Romina Sönmez hatte durch Zufall von dem Fest gehört. „Eigentlich wollten wir zum Schwimmen – jetzt sind wir froh, dass wir hier sind“, sagte die Lehrterin.

Susanne und Philipp Wild wollten sich vor allem informieren. „Wir haben in Hannover einen großen Schrebergarten und sind immer auf der Suche nach Tipps für eine insektenfreundliche Bepflanzung“, erklärte Susanne Wild. Am Stand des Nabu Gehrden wurde das Paar fündig. Dessen Vorsitzende Gisela Wicke gab den Gästen Broschüren und ein Poster mit Bildern zum Erkennen von Wiesenblumen mit.

Ernst-Heinrich Ehlvers und sein Vater Konrad schauten derweil bei Jonas Gieseke vorbei. Die Stadt hatte dem heute Zwölfjährigen im vergangenen Sommer eine rund 200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung gestellt, auf der zurzeit eine Blumenwiese entsteht, die Insekten anlocken soll. „Pflanzen wie Hirtentäschel, Heiderich und Storchschnabel blühen schon“, erklärte der junge Naturschützer.

Ein paar Meter weiter lauschten die Besucher Uwe Westphal. Der promovierte Biologe gab seltsame Töne von sich – er beherrscht 200 Tierstimmen, davon 130 Vogelstimmen. In Lehrte ahmte er unter anderem eine Amsel nach: Wenn sich dieser ein Bodenfeind wie eine Katze nähere, gibt der Vogel ein „Duckduck- duck“ und später ein aufgeregtes „Tex-tex-tex“ von sich.

Willy Goronczy vom Arbeitskreis Natur erleben des Stadtmarketings und Barbara Olzen vom Umweltzentrum waren mit dem Fest zufrieden. „Die Kulisse ist perfekt – es gibt hier im Park herrlich verwunschene Ecken“, schwärmte Olzen. Goronczy freute sich über den Zulauf: „Das ist eine tolle Werbung für Lehrte.“

 

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Links: Erdbeere trifft Libelle: Auch fantastische Gartenwesen waren unterwegs. Rechts: Susanne und Philipp Wild informieren sich bei Gisela Wicke vom Nabu.
FOTOS: KATJA EGGERS

 

11. Mai 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Hunde scheuchen Enten und Schafe auf

Immer wieder ignorieren Halter die bis 15. Juli geltende Leinenpflicht

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So ist es korrekt: Außerhalb der Freilauffläche müssen die Hunde wie hier der spanische Windhund Tajo angeleint werden.
FOTO: OLIVER KÜHN

 

Von Oliver Kühn

Lehrte/Hämelerwald. Hundehalter müssen es eigentlich wissen: Bis zum 15. Juli gilt während der Brutund Setzzeit die Leinenpflicht für ihre Tiere – und zwar nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch in weiten Teilen der Stadt. Doch immer wieder gibt es Beschwerden über Verstöße, wie Einwohner aus der Innenstadt und aus Hämelerwald berichten.

Halter sind oft uneinsichtig

Von einer unangenehmen Begegnung im Hämeler Wald berichtet Sabine Güttler-Helmecke. Als die 47-Jährige kürzlich mit ihrer achtjährigen Tochter dort eine Radtour unternahm, bemerkte sie kurz vor dem Waldausgang in der Nähe des Waldkindergartens einen schwarzen Hund, der unangeleint und allein durch die Gegend lief. Als dann zwei ältere Damen, nach ihrer Einschätzung schon über die 70, erschienen seien, habe sie die beiden auf die bis zum 15. Juli geltende Leinenpflicht hingewiesen. Das Duo habe nur „frech“ erwidert, dass sie die Regelung kennen würden, aber sie das schon seit 15 Jahren so handhabten. Dann hätten sie sie und ihre Tochter aufgefordert, endlich weiterzufahren und auch entsprechende Bewegungen mit ihren Händen gemacht. „Ich war über dieses Benehmen schockiert. Das hätte ich von Älteren nicht erwartet“, sagt die 47-Jährige.

Uneinsichtigkeit hat auch Sabine Eggers festgestellt. Immer wieder komme ein Hundehalter mit bis zu vier Tieren auf das neue Gelände der Kleingartenkolonie Feierabend am Hohnhorstweg gegenüber dem Hohnhorstsee und lasse seine Hunde dort frei laufen – besonders, seit Metalldiebe dort große Teile des Zauns entwendet haben und das Areal frei zugänglich ist. Doch das ist nach Angaben von Stadtsprecher Fabian Nolting verboten. „Die Fläche zählt zur freien Landschaft, Hunde sind dort anzuleinen“, sagt er. Darauf angesprochen, habe der Mann dennoch keine Anstalten gemacht, die Hunde anzuleinen, sagt die 68-Jährige mit Unverständnis.

Die Tiere scheuchten dort zudem etwa Graugänse und Enten auf, ergänzt ihr Mann. Er habe sogar schon beobachtet, dass dort Rehwild von Hunden nachgejagt wurde. „So ein Verhalten kann man nicht billigen. Warum gehen die nicht auf die Hundewiese?“, fragt der 72-Jährige. Diese Freilauffläche ist tatsächlich nur gut 100 Meter entfernt. Manchmal endet so eine Jagd auch tragisch, wie Bernd Rose, Vorsitzender des Naturschutzbundes Burgdorf, Lehrte, Uetze, berichtet. Auf der benachbarten Streuobstwiese sei schon einmal ein Reh gerissen worden, ob von einem Wolf oder frei laufenden Hunden sei nicht endgültig geklärt.

Aber auch die dort grasenden Schafe würden manchmal von Hunden ohne Leine verängstigt, wenn sie etwa über sie sprängen. „Da gibt es immer wieder Ärger“, so Rose. Einige Besitzer seien sehr uneinsichtig und rücksichtslos. Auch die Schafhalter bekämen oft pampige Antworten, wenn sie darauf hinwiesen.

Mehrheit macht es richtig

Auch Lutz Petersen, Revierförster in Hämelerwald, kann ein Lied von der Problematik singen – doch bescheinigt er der überwiegenden Mehrheit der Hundehalter, sich korrekt zu verhalten. „90 Prozent leinen ihre Hunde an, viele laufen auch bei Fuß“, sagt Petersen. Nur wenn er Leute mit Leine treffe, aber kein Hund weit und breit zu sehen sei, werde er unfreundlich. In Zukunft könnte sich das Problem im Hämeler Wald noch verschärfen, befürchtet Petersen. Denn sollte die Regionsversammlung am 21. Mai beschließen, den Forst in ein Naturschutzgebiet umzuwandeln, würde die Leinenpflicht ganzjährig gelten. „Und die Leine dürfte dann nur noch zwei Meter lang sein.“ Er sei jedoch skeptisch, dass sich jemand daran halten werde. Die meisten Halter hätten lange Laufleinen. „Das ist realitätsfern, wer will das kontrollieren? Da wird noch einiges auf uns zukommen.“ Denn dann würde es sich um einen Verstoß gegen das Naturschutzgesetz handeln und die Ordnungswidrigkeit entsprechend teurer.

Schon heute kann ein Verstoß mit einem Bußgeld bis zu 5000 Euro geahndet werden. Und sollte ein Hund ohne Herrchen oder Frauchen in der Nähe wildern und Tiere jagen, könnte ihn ein Jäger sogar erschießen. „Hier ist das zum Glück noch nicht nötig gewesen“, sagt Petersen

 

11. Mai 2019 - Marktspiegel Lehrte

Kein Platz für Schmetterlinge?

Thema Tagfalterfauna am Mittwoch, 15. Mai

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Schmetterlinge wie der Silberfleck Bläuling werden im Nabu-Vortrag vorgestellt.
Foto: Guido Madsack

 

LEHRTE (r/gg). Der Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze lädt Naturinteressierte für Mittwoch, 15. Mai, zum Vortrag über Schmetterlinge in der Städtische Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1, ein. Der Biologe Guido Madsack aus Hildesheim wird über die Tagfalterfauna der Region Hildesheim und deren Entwicklung in den letzten 100 Jahren, sowie über Maßnahmen des Naturschutzes berichten. Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten, darunter Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken, Ameisen und Fliegen. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten, als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sind stark zurückgegangen. Dies belegen die Roten Listen und zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Vor mehr als 100 Jahren veröffentlichten die Insektenkundler Grote (1897) und Bode (1907) die „Schmetterlingsfauna von Hildesheim“ in den Mitteilungen aus dem Roemer-Museum.

Diese Arbeiten erlauben einen Blick zurück in den Artenreichtum einer vielfältigen Landschaft, die heute auf großen Flächen nicht mehr existiert. Die in früheren Zeiten häufig zu beobachtenden „Schmetterlingsstürme“, aus einer Wiese in großer Zahl auffliegende Falter, können heute nur noch in wenigen Gebieten erlebt werden. Es handelt sich dabei zumeist um landschaftlich vielfältige Schutzgebiete oder andere Landschaftsräume in genügender Größe und Qualität, die extensiv ohne Anwendung von Pestiziden und Mineraldünger nach historischen Vorbildern gepflegt und genutzt werden. Einige dieser letzten Refugien, sowie die notwendigen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung werden im Vortrag vorgestellt. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

 

08. Mai 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu fragt: Wer hat die meisten Vögel?

Naturschützer rufen zur Zählung auf / Gefährdet sind vor allem Arten, die besondere Ansprüche an Futter und Lebensraum stellen

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Ein Rotkehlchen (großes Bild) verteidigt singend sein Revier. Rauchschwalben (kleines Bild oben) finden in der Burgdorfer Innenstadt kaum Futter und bauen deshalb dort auch keine Nester. Ein Mauersegler (kleines Bild unten) krallt sich an eine Hauswand.
FOTOS: DPA/HANNS-PETER LOCHMANN/INGO LUDWICHOWSKY/PRIVAT

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Lehrte/Uetze. Für das kommende Wochenende, 10., 11. und 12. Mai, ruft der Naturschutzbund (Nabu) wieder dazu auf, die Vögel im eigenen Garten oder in öffentlichen Grünanlagen zu zählen. Das Ziel: eine Bestandserfassung der heimischen Vogelwelt, um daran die Entwicklung der einzelnen Arten abzulesen – und diese ist besorgniserregend.

„Allerweltsvögel wie die Blauund die Kohlmeise kommen im Stadtgebiet von Burgdorf noch flächendeckend vor“, sagt Ernst Schmidt vom Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze. Doch sogar bei den Haussperlingen beobachte er einen Rückgang. „Sie sind zwar noch vorhanden, doch längst nicht mehr so übermäßig wie früher.“ Erfreuliches kann Schmidt aus dem Stadtpark melden. Dort hat er nicht nur eine Nachtigall gesehen, sondern auch „auffallend viele“ Stare. „Das liegt an den vielen Höhlungen in den alten Bäumen.“

Insektenjäger auf dem Rückzug

Vogelarten, die besondere Ansprüche an ihr Futter und ihren Lebensraum stellen, werden laut Nabu hingegen immer seltener. „Auffällig ist, dass fast alle Vogelarten, die ihre Jungen mit Insekten füttern, besonders niedrige Zahlen aufweisen“, analysiert Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die Ergebnisse der Vogelzählaktion 2018.

Zu diesen Arten zählen ohne Frage die Schwalben. Schmidt kennt nach eigenen Worten nur noch eine Stelle in der Innenstadt, wo sie brüten – und zwar am denkmalgeschützten Schulgebäude an der Straße Vor dem Celler Tor. „Das Problem ist, dass die Schwalben in der Stadt kein Futter finden“, erklärt er. „Die eleganten Flieger brauchen freie Grünflächen, über denen sie die Insekten im Flug jagen.“ In den Neubaugebieten an der Peripherie sind sie laut Schmidt hingegen öfter anzutreffen. „Die Schwalben versuchen dort, Nester an den Fassaden der Häuser zu bauen.“ Die Mehlschwalben setzen ihre Nester – Kugelgebilde mit Ein- und Ausflugloch – unter Dachvorsprünge. Rauchschwalben bevorzugen Ställe, Scheunen und Carports für ihre halbschaligen, oben offenen Nester.

Schwalbennester sind geschützt

„Übrigens sind Schwalben und auch Mauersegler ganzjährig geschützt“, betont Schmidt. „Das heißt, die Nester dürfen auch dann nicht abgeschlagen werden, wenn die Vögel im Spätsommer wegziehen.“ Wer dem zuwiderhandele, riskiere eine Geldstrafe von bis zu 5000 Euro. „Der Nabu berät Hauseigentümer, wie sie sich mit den Meisterfliegern arrangieren können“, sagt er. Wer die Fassade oder das Dach seines Hauses renoviert, muss laut Schmidt darauf achten, dass er für Schwalben und Mauersegler Ersatznistmöglichkeiten schafft. Im Allgemeinen seien die Dachdecker informiert und sogar geschult. Zudem berate der Nabu auch hierbei. Ansprechpartner für Burgdorf, Lehrte und Uetze ist Dagmar Hartmann, zu erreichen per E-Mail an hartmann@ nabu-burgdorf-lehrte-uetze. de. Hartmann bittet die Burgdorfer, Lehrter und Uetzer zudem, in den nächsten Monaten verstärkt Ausschau nach Mauerseglern und ihren Quartieren zu halten – sie bauen Nisthöhlen unter den Dachziegeln – und ihre Entdeckung dem Nabu mitzuteilen.

An der Vogelzählung im Frühjahr 2018 haben sich laut Nabu-Bundesverband 37 000 Vogelfreunde beteiligt. Die Zwischenergebnisse seien besorgniserregendend. „Unter den Top 15 unserer Gartenvögel weisen sieben Arten die bisher geringsten Zahlen auf, darunter Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Elster, Grünfink, Buchfink und Hausrotschwanz“, sagt Nabu-Geschäftsführer Miller. „Wer etwas zum Schutz der Vögel tun will, kann seinen Garten als Mini- Naturschutzgebiet gestalten“, so Miller. Im Garten müssen die Vögel nicht nur Nistmöglichkeiten finden, sondern auch reichlich Futter.

 

Die Stunde der Gartenvögel

So funktioniert die Zählaktion, zu der der Nabu für das nächste Wochenende aufruft: „Zählen Sie alle Vögel, die Sie in Ihrem Garten oder im Park sehen oder hören“, heißt es auf der Homepage des Nabu. „Im Laufe einer Stunde sollen von jeder Vogelart die höchste Zahl der dort beobachteten Vögel notiert werden. Und zwar die höchste Zahl zu einem Zeitpunkt: Dieselbe Amsel fünfmal hin- und herfliegen zu sehen, macht nicht fünf Amseln, sondern nur eine. Beobachtet werden kann zu einer beliebigen Stunde am 10., 11. oder 12. Mai.“

Um die Erfassung der Vögel zu erleichtern. hat der Nabu eine Zählhilfe vorbereitet. Sie kann auf der Internetseite www.nabu.de unter dem Link „So funktioniert die Teilnahme“ heruntergeladen werden. Der Bogen bildet die häufigsten Gartenvögel ab, bietet die Möglichkeit zum Ankreuzen der beobachteten Vögel und soll dabei helfen, Doppelzählungen zu vermeiden. dt

 

08. Mai 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu lädt zum Vortrag über Schmetterlinge ein

Es geht dabei um die heimisch ansässigen Falter, den Rückgang der Artenvielfalt und die Gegenmaßnahmen des Naturschutzbundes

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Schmetterlinge sind das Thema in der Städtischen Galerie Lehrte. Hier: Der Dunkle Dickkopffalter.
FOTO: PRIVAT

 

Von Patricia Oswald-Kipper

Lehrte. Der Nabu Burgdorf, Lehrte, Uetze lädt für Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, zu einem Vortrag über Schmetterlinge in die Städtische Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1, ein.

Der Biologe Guido Madsack aus Hildesheim wird darin über die Tagfalterfauna der Region Hildesheim und deren Entwicklung in den letzten 100 Jahren sowie über Maßnahmen des Naturschutzes berichten.

Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten, darunter Bienen, Käfer, Schmetterlinge, Libellen, Heuschrecken, Ameisen und Fliegen. Sowohl die Gesamtmenge der Insekten als auch die Vielfalt der Insektenarten in Deutschland sind allerdings stark zurückgegangen. Dies belegen die sogenannten Roten Listen und zahlreiche wissenschaftliche Studien.

Dokumente erlauben Blick zurück

Vor mehr als 100 Jahren veröffentlichten die Insektenkundler Grote (1897) und Bode (1907) einen Beitrag mit dem Titel „Schmetterlingsfauna von Hildesheim“ in den Mitteilungen aus dem Roemer-Museum. Diese Arbeiten erlauben nun einen Blick zurück auf den Artenreichtum einer vielfältigen Landschaft, die heute auf großen Flächen nicht mehr existiert.

Die in früheren Zeiten häufig zu beobachtenden Schmetterlingsstürme, also aus einer Wiese in großer Zahl auffliegende Falter, können heute nur noch in wenigen Gebieten erlebt werden. Es handelt sich dabei zumeist um landschaftlich vielfältige Schutzgebiete oder andere Landschaftsräume in genügender Größe und Qualität, die ohne Anwendung von Pestiziden und Mineraldünger nach historischen Vorbildern gepflegt und genutzt werden. Einige dieser letzten Refugien, sowie die notwendigen Maßnahmen zu ihrer Erhaltung werden im Vortrag vorgestellt.

 

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Für Rückfragen steht Bodo Kutzke vom Nabu unter der Telefonnummer (0 51 75) 93 24 46 und per E-Mail unter kutzke@nabu-burgdorf- lehrte-uetze.de zur Verfügung.

 

24. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Mauersegler kehren zurück

Dagmar Hartmann vom NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte bittet um Mithilfe, um den Bestand dieser Vogelart zu erfassen

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Linkes Foto: Mauersegler können sich nicht längere Zeit am Boden fortbewegen. Dafür erreichen sie im Flug Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern.
Rechtes Foto: Mauersegler brüten hauptsächlich in und an Gebäuden.

FOTOS: NABU

 

BURGDORF/UETZE (r/fh). Mit dem Frühling kehren im April und Mai auch Schwalben und Mauersegler wieder zurück in den Altkreis. Sie sind sehr heimatverbunden. Vor allem die Mauersegler suchen am liebsten wieder ihre alten Quartiere auf. Doch das wird für sie oft zu einem Problem.

Denn während ihrer Abwesenheit im Winter wurden vielleicht die Dächer saniert oder Fassaden gedämmt, sodass sie nicht mehr in ihre Nisthöhlen gelangen können. „Natürlich kann man von Hausbesitzern nicht verlangen, auf nötige Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade zu verzichten. Aber sie können versuchen, geeignete Ersatzquartiere zu schaffen“, betont Dagmar Hartmann.

Seit Anfang des Jahres ist sie Ansprechpartnerin für den Schwalben- und Mauerseglerschutz beim NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte. Sie möchte insbesondere den Bestand der Mauersegler in diesem Gebiet erfassen und bittet dafür um Mithilfe. „Falls Quartiere bekannt sind oder welche entdecken werden, wäre ich für einen Hinweis sehr dankbar“, sagt sie. Erreichbar ist sie per E-Mail an hartmann@ nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de.

Dagmar Hartmann steht auch gern bei der Planung von Sanierungsarbeiten an Dach und Fassade beratend zur Seite, damit die Mauersegler und Schwalben dadurch nicht beeinträchtigt werden. Da ihr Bestand jedoch stark rückläufig ist, sei besondere Vorsicht geboten. „Grundsätzlich wäre es auch gut, wenn die Abdeckung eines Daches außerhalb der Brutzeit vorgenommen wird“, appelliert Hartmann. Es komme sehr oft vor, dass die Nisthöhlen zerstört oder verschlossen werden, sodass die Jungvögel verendeten.

 

Mauersegler

Mauersegler hauptsächlich in und an Gebäuden. Ihr Nistmaterial wie Federn und Halme fangen sie dabei im Flug, da ihr Körper für eine längere Fortbewegung am Boden nicht ausgelegt ist. Ihr lateinischer Name ist daher „Apus“ und bedeutet übersetzt „ohne Fuß“. Die sichelförmigen, langen Flügel und der schlanke Körper ermöglichen ihnen eine Fluggeschwindigkeit von bis zu 200 Stundenkilometern.

Das Mauersegler-Weibchen legt zwei bis drei Eier. Sie brütet allein, und die Brutzeit zwischen Ende Mai und Anfang Juni beträgt 18 bis 21 Tage. Gefüttert wird sie in dieser Zeit von ihrem Partner. Nachdem die Küken geschlüpft sind, verlassen sie nach etwa 40 Tagen komplett flugfähig das Nest. Die nächsten Verwandten der Mauersegler sind erstaunlicherweise nicht die Schwalben, sondern die Kolibris.

 

24. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Konzerte der Natur

Der NABU bietet zwei Wanderungen an, bei denen Vögel und Frösche zu hören sind

BURGDORF (r/fh). All diejenigen, die dem Gesang der Vögel und dem Konzert der Laubfrösche lauschen möchten, lädt der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze zu zwei Wanderungen ein. Am Sonntag, 28. April, führt Ernst Schmidt etwa zweieinhalb Stunden lang durch den Stadtpark in Burgdorf, der besonders geeignet ist, um die unterschiedlichsten Vogelstimmen zu hören und Vögel bei der Nahrungssuche und der Brutpflege zu beobachten. Der Treffpunkt ist um 10 Uhr am Schützenplatz in Burgdorf. Die Veranstaltung ist auch für Familien mit Kindern geeignet.

Am Freitag, 3. Mai, bietet der Naturschutzbeauftragte für Burgdorf, Dieter Kleinschmidt, eine Nachtwanderung zu mehreren Laichgewässern an, wo das Konzert von Fröschen und Kröten zu hören sein wird. Da sind es vor allem zu dieser Zeit die männlichen Laubfrösche, die laut rufen, um Weibchen anzulocken, und um das Revier zu verteidigen. Die Teilnehmer erfahren zudem viel Wissenswertes über die Lebensweise der Amphibien. Treffpunkt ist um 21.30 Uhr am Schützenplatz in Burgdorf. Die Wanderung wird etwa zwei Stunden dauern. Festes Schuhwerk oder Gummistiefel sind empfehlenswert.

 

17. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu will Friedhof zum Blühen bringen

Vier neue Flächen in Hänigsen sollen als Futterinseln für Wildbienen und Schmetterlinge dienen

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Hans-Jürgen Sessner walzt die runde Blühinsel mit dem Speierling in der Mitte (großes Bild). Pastor Steffen Lahmann (Mitte) und Klaus-Henning Krebs vom Friedhofsausschuss der Kirchengemeinde schauen dabei zu. Anschließend werden die neuen Beete noch gegossen.
FOTOS: PRIVAT/BERNHARD HOISS

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Hänigsen. Auf dem großzügig gestalteten Kirchenfriedhof mitten in Hänigsen haben Erhard Zander und Hans-Jürgen Sessner vom örtlichen Naturschutzbund (Nabu) in diesen Tagen vier Blühinseln angelegt. Sie sollen Wildbienen und Schmetterlingen Futter liefern. „Es ist ein kleiner Trittstein, um die Artenvielfalt zu fördern“, sagt Zander.

Insgesamt haben er und Sessner rund 50 Quadratmeter eingesät. Die handelsübliche Samenmischung enthält rund 40 Wildblumenarten, die die Ansprüche der beiden Insektengruppen in besonderem Maße berücksichtigen. Zudem enthalte die Mischung auch Gräsersamen, die sozusagen im Erdgeschoss der Blühinseln für die nimmersatten Schmetterlingsraupen als Futterwiese dienen.

Boden mit Sand gemischt

Auf den Blühinseln werden, wenn die Samen denn alle auflaufen, die Insekten viele Monate lang Blüten finden, deren Nektar sie trinken können. Das Blühspektrum reicht laut Zander vom Barbarakraut im zeitigen Frühling bis zur Wegwarte und Malve im Altweibersommer. „Blühpflanzen brauchen einen stickstoffarmen Boden, deshalb haben wir an den Saatstellen den nährstoffreichen Boden des Friedhofs mit Sand gemischt“, beschreibt Zander den Aufwand.

Die vier Flächen wurden an Wegen sowie an der Kapelle angelegt. Eine haben Nabu- Insektenexperte Sessner und Zander als Rondell gestaltet. Das hat einen Durchmesser von sechs Metern, und mittendrin steht ein junger Speierling. Der Baum des Jahres 1993 ist mit der Vogelbeere verwandt, und seine Blüten, aus denen kleine Äpfel erwachsen, locken auch Insekten an.

Zander rechnet damit, dass die Inseln erst im zweiten Jahr ihre volle Blütenpracht entfalten werden. „Wichtig ist, dass sie nicht vor dem nächsten Frühjahr gemäht werden, sodass sich die Blumen der Saatmischung gut vermehren können“, erklärt er.

Die evangelische Kirchengemeinde hat noch ein weiteres Projekt zur Förderung der Artenvielfalt angeschoben. Hinter dem Haus der Begegnung neben der St.-Petri-Kirche wird eine bienen- und vogelfreundliche Hecke gepflanzt. Für diese hat Zander nach eigenen Angaben die Pflanzenarten ausgesucht.

 

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16. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Einfach bis zum Frühjahr abhängen

Fledermäuse nutzen alten Bunker am Eisenbahnknotenpunkt als Winterquartier

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Bernd Rose zeigt die Löcher der Hohlbacksteine, in denen sich die Fledermäuse einkrallen können (Bild links). Die Fledermäuse fühlen sich jetzt im Bunker wohl (Bild rechts).
FOTOS: GABRIELE GERNER/NABU

 

Von Gabriele Gerner

Lehrte. Die Blumen fangen an zu blühen, Insekten schwirren wieder umher, und auch die Fledermäuse erwachen aus ihrem Winterschlaf. Seit Ende November haben die fliegenden Säugetiere nämlich geschlafen – wie auch in dem Bunker am Eisenbahnknotenpunkt Lehrte- Richtersdorf.

Der denkmalgeschützte Spitzbunker ist einer von 53 Fledermaus- Winterquartieren, die der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze betreut. Der 1948 gebaute Bunker, der Platz für 450 Personen bietet, ist der ideale Schlafplatz für die vom Aussterben bedrohten Fledermäuse: Kein Eindringling stört die Ruhe in dem dunklen, kühlen Gebäude. Außerdem ist es feucht genug für die Fledermaus: Sie braucht fast 100 Prozent Luftfeuchtigkeit beim Überwintern, damit die Flügelhaut elastisch bleibt. „Schließlich kann sich die Fledermaus, wenn sie schläft, nicht ihre Flügel säubern“, erklärt Bernd Rose, ehrenamtlicher Nabu-Fledermausbetreuer in der Region Hannover.

Vor zwölf Jahren hat Rose die Betreuung des Fledermausquartiers im alten Bunker übernommen. Die Zahl der beobachteten Flugkünstler gibt er regelmäßig an die Untere Naturschutzbehörde weiter. Die Schlafstätte der inzwischen acht Fledermäuse besucht Rose nur mit festem Schuhwerk und Stirnlampe. Sein Weg über die Treppen des Bunkers führt an Metallschrott und Schutt vorbei bis zu einer steilen Leiter, die in die Bunkerspitze hinaufführt.

Dort hat Rose einst als erste Amtshandlung die Fenster verkleinert, sodass keine Tauben ins Gebäude gelangen konnten. Ein weiteres Problem waren die glatten Wände des Bunkers: Sie bieten keine gute Möglichkeit zum Festhalten und sind damit kein optimaler Platz „zum Abhängen“ für die fliegenden Säugetiere. Instinktiv fürchten sich die Fledermäuse dabei vor Eulen und Mardern, ihren Feinden, die hierhin gelangen könnten. Deshalb hängte Rose Hohlblocksteine auf. „In den Löchern können sich die Tiere gut festkrallen“, sagt er. Zwei Jahre nach seinen „Umbaumaßnahmen“ fand er die erste Fledermaus in dem Bunker, die hier kopfüber hängend ihren Winterschlaf abhielt. Inzwischen nutzen acht Braune Langohren den Bunker als winterliche Ruhestätte.

In Bergwerkstollen, weiß Rose, sind auch andere Fledermausarten im Winter zu finden. Der Fledermaus- Regionalbetreuer weist darauf hin, dass jeder mithelfen kann, den Nachtschwärmern ein Winterquartier einzurichten: Wer einen ungenutzten Kartoffelkeller oder einen Bunker auf seinem Grundstück hat, kann Rose unter Telefon (0 51 36) 8 12 65 kontaktieren. Er berät kostenlos, wie der Ort zum Schlafplatz für Fledermäuse umgestaltet werden kann.

 

10. April 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Vortrag über Fledermäuse

Bernd Rose spricht im Haus der Jugend Burgdorf über die Winterquartiere der geschützten Tiere

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In den Winterquartieren im Altkreis sind vor allem Braune Langohren anzutreffen.
Foto: Bernd Rose/privat

 

BURGDORF/LEHRTE (r/fh). Wo schlafen Fledermäuse im Winter? Diese Frage beantwortet Bernd Rose vom NABU Burgdorf, Uetze, Lehrte in einem Vortrag am Donnerstag, 18. April. Er beginnt um 19.30 Uhr im JohnnyB., Sorgenser Straße 30, in Burgdorf. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Bernd Rose ist der Fledermausregionalbetreuer der Region Hannover und betreut seit 1995 die Winterquartiere. Inzwischen sind es 53 Stück, davon 40 in alten Bunkern, die übrigen in Kellern, Pumpenhäuschen und frostfreien Unterständen. Insgesamt sind darin zur Zeit etwa 300 Tiere zu finden, meist Braune Langohren, aber auch einige Wasser- oder Fransenfledermäuse, Großes Mausohr oder auch ein paar Zwergfledermäuse.

 

09. April 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Vortrag über Fledermäuse

 

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Das Braune Langohr zählt zu den Fledermäusen, die in der Region beheimatet sind.
FOTO: MARKO KÖNIG

 

Burgdorf. Über die Fledermäuse und ihre Quartiere spricht am Donnerstag, 18. April, der Naturschützer Bernd Rose. Er arbeitet in der Region Hannover ehrenamtlich als Fledermausbetreuer und kümmert sich seit 1995 um die Winterquartiere der Säugetiere in der Region. Deren Zahl wächst ständig. So gibt es inzwischen 53 Stück. 40 davon befinden sich in alten Bunkern, die anderen in Kellern, Pumpenhäuschen und frostfreien Unterständen. Darin leben insgesamt etwa 300 Tiere, meist Braune Langohren, aber auch einige Wasseroder Fransenfledermäuse, das Große Mausohr und auch ein paar Zwergfledermäuse.

Über die Lebensweise der bedrohten Fledermäuse berichtet Rose in seinem 80-minütigen Vortrag auf Einladung des Naturschutzbundes Burgdorf, Lehrte und Uetze. Dieser beginnt um 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei. bis

 

27. März 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Vortrag über Vogelinsel

 

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Die Insel Skomer Island beherbergt eine der größten Papageientaucher- Kolonien Großbritanniens.
Foto: Edward Stubbings

 

BURGDORF (r/fh). Die Biologin Magdalena Behrens berichtet bei einem NABU-Vortragsabend über ihre Arbeit auf Skomer Island, einer der wichtigsten Vogelinseln Großbritanniens. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 29. März, um 19.30 Uhr im Stadthaus, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Die Insel Skomer Island beherbergt eine der größten Papageitaucher- Kolonien Großbritanniens und das bedeutendste Vorkommen des Atlantiksturmtauchers weltweit. Außerdem leben dort weitere Seevogelarten wie Trottellumme, Tordalk und Dreizehenmöwe.

Skomer ist, abgesehen von den Vogelwarten, unbewohnt und steht unter Naturschutz. Besucher dürfen in der Regel nur wenige Stunden auf die Insel. Die Biologin Magdalena Behrens hatte das Privileg, fünf Wochen als freiwillige Helferin auf Skomer verbringen zu dürfen.

 

22. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Vortrag entführt ins Vogelparadies vor Wales

Naturschutzbund lädt ins StadtHaus ein / Referentin hat fünf Wochen auf der Vogelschutzinsel Skomer Island gearbeitet

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Auf Skomer Island brüten Tordalks – meist gut versteckt in den Felsspalten der schroffen Insel.
FOTO: EDWARD STUBBINGS

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Vortrag, zu dem der Naturschutzbund Burgdorf, Lehrte, Uetze für Freitag 29. März, einlädt, nimmt die Zuhörer diesmal nicht in die heimische Landschaft mit, sondern auf die Vogelinsel Skomer Island. Sie liegt vor der walisischen Küste und bietet mit ihren schroffen Felsen und ihrem grünen Bewuchs für zahlreiche Vogelarten ideale Brutbedingungen.

Neben den Kolonien von Trottellumme, Tordalk, Dreizehenmöwe und Eissturmvogel gibt es auf Skomer Island das bedeutendste Vorkommen des Atlantiksturmtauchers weltweit.

Die Biologin Magdalena Behrens wird über ihre Arbeit auf der bewohnten Insel berichten. Das Eiland steht natürlich unter Naturschutz, nur einige Wissenschaftler dürfen sich dort zu Forschungszwecken länger aufhalten. Besucher dürfen in der Regel nur wenige Stunden auf die Insel. Behrens hatte nach eigenen Angaben das Privileg, dort fünf Wochen als freiwillige Helferin verbringen zu dürfen. In dieser Zeit sind ihr viele beeindruckende Aufnahmen gelungen. Diese wird sie in Burgdorf zeigen. Zudem erzählt sie von ihrer Reise nach Wales und wird die Tier- und Pflanzenwelt der Insel vorstellen.

 

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im StadtHaus, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei. Der Nabu bittet jedoch um Spenden.

 

27. Februar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Artenvielfalt am Ackerrand

NABU lädt zu einem Vortrag über Blühstreifen in der Feldmark, auf Grünflächen und in Gärten ein

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Blühstreifen bieten vielen Tierarten Nahrung und Schutz.
Foto: NABU/Bernitt

 

BURGDORF/UETZE (r/fh). Der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze lädt Landwirte und alle Interessierten zu einem Vortragsabend über Blühstreifen ein. Er beginnt am morgigen Donnerstag, 28. Februar, um 19.30 Uhr im JohnnyB., Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

In ihrem Vortrag „Mehr Biodiversität in der Landwirtschaft – eine Chance für Mensch und Natur“ wird Eva Meyerhoff vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen die Ursachen für den Rückgang von Insekten erläutern. Dabei geht sie nicht nur auf die Landwirtschaft ein, sondern richtet den Blick auch auf private Gärten und öffentliche Grünflächen.

Im zweiten Vortrag des Abends berichtet Holger Hennies, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen, von seinen Erfahrungen mit dem Projekt „Mehr biologische Vielfalt“. Die 90 landwirtschaftlichen Betriebe, die sich daran beteiligt haben, haben Blühstreifen ausgesät und sogenannte Lerchenfenster angelegt. Das sind kurze Streifen innerhalb der Felder, die bei der Aussaat ausgelassen werden, um Lerchen und anderen Bodenbrütern den Nestbau und den freien An- und Abflug zu ermöglichen.

 

26. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Blühstreifen passen nicht nur an den Ackerrand

Naturschutzbund lädt Landwirte, Imker, Jäger und Gartenbesitzer zu einem Informationsabend ein

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Der Gesang der Lerche (links) ist immer seltener zu hören. Sie ist Bodenbrüter und benötigt daher zur Aufzucht der Brut Flächen, die nicht bewirtschaftet werden. Für die Wildbiene (rechts) wird es immer schwieriger, Nahrung zu finden.
FOTO: PETER LINDEL, LAMBERT STRAUB (NABU)

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf. Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte, Uetze hat für Donnerstag, 28. Februar, zwei Fachleute aus der Praxis eingeladen, um mit ihnen über den dramatischen Rückgang der Artenvielfalt zu sprechen. Eva Meyerhoff vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen und der Vizepräsident des Landvolks, Holger Hennies aus Schwüblingsen, werden dann aufzeigen, wie dem Artensterben nach heutigen Erkenntnissen begegnet werden kann. Es geht um Blühstreifen am Ackerrand, auf öffentlichen Flächen und im heimischen Garten.

Anregungen auch für Privatgärten

Meyerhoff wird unter der Überschrift „Mehr Biodiversität in der Landwirtschaft – eine Chance für Mensch und Natur“ die vielfältigen Gründe für den dramatischen Rückgang von Insekten und dessen Folgen für viele andere Tierarten sprechen. Die Referentin legt den Fokus jedoch nicht allein auf die Rolle der Landwirtschaft, sondern auch auf private Gärten und öffentliche Flächen. Hennies berichtet über das Projekt „Mehr biologische Vielfalt“, das Landwirte und die Region Hannover seit 2018 gemeinsam umsetzen. Um den Tieren in der Feldmark wieder mehr Lebensraum zu geben, wurden neben Blühstreifen am Ackerrand auch Lerchenfelder mitten auf den Äckern angelegt. Lerchenfelder sind Flächen, die nicht bestellt werden, damit die Nester von Lerchen und anderen Bodenbrütern wie Kiebitz und Rebhuhn nicht zerstört werden. Hennies wird neben dem Erfahrungsbericht auch praktische Tipps geben, wie solche kleinen Biotope anzulegen sind, und über Zuschussmöglichkeiten informieren.

Der Naturschutzbund wolle mit dieser Veranstaltung nicht nur Landwirte, sondern auch Imker, Jäger und Gartenbesitzer ansprechen, um ihnen zu zeigen, wie sie jeweils auf einfache Weise wieder mehr Artenvielfalt in die Landschaft bringen können, erläutert Margret Schäfer, Pressewartin des Nabu. Beginn ist am 28. Februar um 19.30 Uhr im Haus der Jugend, Sorgenser Straße 30. Der Eintritt ist frei.

 

25. Februar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Krötenzaun am Waldbad steht wieder

 

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FOTOS: LAURA BEIGEL

 

Wie ein langes, grünes Band zieht sich der kniehohe Zaun am Fahrbahnrand der Kreisstraße Ramlingen-Ehlershausen entlang. Aufgestellt wurde das engmaschige Plastikgitter am Sonnabendmorgen von rund 15 ehrenamtlichen Helfern des Naturschutzbunds (Nabu). Der Grund ist die anstehende Krötenwanderung: Im angrenzenden Waldgebiet erwachen Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche aus der Winterstarre und begeben sich auf Wanderschaft. Ihr Ziel ist ein Tümpel auf der anderen Straßenseite, direkt hinter dem Ramlinger Waldbad. Damit sich eher langsam bewegende Amphibien nicht von Autos auf der Kreisstraße überfahren werden, bauen die Naturschützer einen 500 Meter langen Schutzzaun am Waldrand auf. „Es kann sein, dass die Tiere schon nächste Woche loslaufen“, sagt Bernd Rose vom Vorstand der Nabu-Ortsgruppe Burgdorf, Uetze und Lehrte. „Wenn die Temperaturen nachts auf über vier Grad steigen und dann noch warmer Regen fällt, gibt es kein Halten mehr.“ Die Amphibien orientieren sich entlang des Krötenzauns und fallen in die Eimer, die in den Boden eingegraben sind. Familie Hein und der elfjährige Phil aus Ramlingen werden die Amphibien dann täglich zum Tümpel hinter dem Waldbad tragen und dort freilassen. Im vergangenen Jahr konnten mithilfe des Zauns und der ehrenamtlichen Helfer 540 Amphibien sicher zu ihren Laichplätzen gebracht werden. lb

 

23. Februar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

NABU hat neuen Vorsitzenden

Michael Scheer-Behrens übernimmt die Position von Dirk Brinkmann, der sich nach zwölf Jahren Amtszeit zurückzieht

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Dirk Brinkmann (li.) wünschte seinem Amtsnachfolger Michael Scheer-Behrens (re.) eine glückliche Hand als Vorsitzender des NABU Burgdorf, Lehrte & Uetze..
Foto: Georg Bosse

 

BURGDORF/LEHRTE/UETZE (gb). Nach zwölf Jahren als Vorsitzender des Naturschutzbund Deutschland (NABU) Burgdorf, Lehrte und Uetze war Dirk Brinkmann (Hänigsen) auf der jüngsten Jahreshauptversammlung der Tier- und Umweltschützer im Burgdorfer JohnnyB. nicht mehr zur Wiederwahl angetreten. „Ich denke wir haben in den zurückliegenden Jahren viel erreicht, sodass ich das Amt nun in jüngere Hände übergeben möchte“, erklärte Brinkmann. Die jüngeren Hände gehören Bio-Landwirt Michael Scheer-Behrens (62 Jahre; Immensen), der von den erschienenen Stimmberechtigten einstimmig zum Nachfolger gewählt wurde.

Zuvor hatte Dirk Brinkmann als Nochvorsitzender den NABU-Geschäftsbericht 2018 vorgestellt. „Es war wieder mal ein umfangreiches Jahr mit vielen Aktivitäten und Exkursionen, mit Führungen und Vorträgen“, berichtete Brinkmann. Darunter die üblichen Arbeitseinsätze auf eigenen Streuobstwiesen, an Feuchtbiotopen und am Fledermausbunker. NABU-Mitglieder haben 2018 an vier verschiedenen Stellen insgesamt 5.400 Meter Krötenzaun gezogen und damit rund 5.000 Tieren das Leben gerettet. Eine schöne Überraschung sei der Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Thordies Hanisch im Mai des vergangenen Jahres gewesen, so Brinkmann. Als schöne Geste für alle Ehrenamtliche bezeichnete Einsatzleiter Ernst Schmidt die Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum traditionellen Bürgerfest in Berlin.

Weniger schön war, was Jugendwart Hans-Jürgen Sessner (Burgdorf) dann mitteilen musste: „Aus versicherungstechnischen Gründen ist die Jugendgruppe aufgegeben worden, weil ich keine Ausbildung als pädagogische Kraft habe.“ Aber die Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen werden mit Hilfe der Eltern unter dem Label „NABU-Familienprogramm“ fortgesetzt.

Am 21. September wird in Rinteln der NABU-Landesvorstand gewählt. Als Beauftragte der Landesvertreterversammlung werden für die Sektion Burgdorf/Lehrte/Uetze Naturschutzbeauftragter Dieter Kleinschmidt (Burgdorf), die Beisitzer Manfred Tschäke (Immensen) und Bodo Kutzke (Lehrte) sowie Gabriele Hunze (Otze) und Dirk Brinkmann (Hänigsen) dort ihr Stimmrecht wahrnehmen. Darüber hinaus wird der Ex-Vorsitzende dem NABU als neuer Beisitzer für Sonderaufgaben weiterhin eng verbunden bleiben. Ebenfalls neu ist Dagmar Hartmann (Dachtmissen), die sich als Beisitzerin „Schwalben“ vorstellte.

Für Freitag, 8. März, laden die Naturschützer zum jährlichen NABU-Abend ins Burgdorfer StadtHaus ein. Beginn ist um 18 Uhr. Nach einem gemeinsamen Essen zeigt der mehrfach ausgezeichnete Naturfilmer Harald Erdmann aus Hänigsen zwei Beiträge aus der Region: „Der Marienkäfer“ und „Die Südheide“.

 

31. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Kolshorn hat jetzt ein Storchennest

 

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FOTO: KATJA EGGERS

 

Jetzt können die Weißstörche kommen: Der Naturschutzbund (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze hat den Vögeln auf dem alten Trafoturm an der Kolshorner Ortsdurchfahrt ein Nest errichtet. Der Weidenkorb aus Neubrandenburg hat einen Durchmesser von 1,30 Metern und wurde mit einem Seil auf die Spitze des etwa 15 Meter hohen Turms gezogen.

Die Naturschutzbeauftragten Erich Zander und Dieter Kleinschmidt haben das Nest auf einer Unterlage aus Holz befestigt und die Mitte mit Pferdemist aufgefüllt. „Das hält schön warm“, erklärte Zander. Damit der neue Storchenhorst starkem Wind standhält, haben die Experten das Nest zudem mit Weidensträuchern verstärkt. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich laut Zander auf rund 3200 Euro. Die Region Hannover fördert die Maßnahme mit knapp 2900 Euro aus ihrem sogenannten Biodiversitätsprogramm. Den Restbetrag übernimmt der Naturschutzbund.

Laut Kleinschmidt hält der Aufwärtstrend bei den Weißstörchen in der Region Hannover unvermindert an. Im vergangenen Jahr waren 61 Weißstorchhorste besetzt. Im Raum Burgdorf, Lehrte und Uetze haben 2004 vier Storchenpaare erfolgreich gebrütet, 2018 waren es schon neun. „Die Nahrungsbiotope um Kolshorn reichen für die Ansiedlung eines Storchenpaares aus“, sagt Kleinschmidt. eg

 

30. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Familien erforschen mit dem Nabu die heimische Natur

Schwerpunktthema 2019 ist der Insektenschutz / Auftakt ist am 9. Februar mit dem Bau von Nisthilfen

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Zu den Wildbienen zählt auch der Bienenwolf. Er richtet seine Kinderstube in Erdhöhlen ein.
FOTO: ERNST SCHMIDT

 

Von Anette Wulf-Dettmer

Burgdorf/Uetze/Lehrte. Für die jungen Naturforscher hat der örtliche Naturschutzbund (Nabu) für 2019 ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Einmal im Monat wird die heimische Natur erforscht oder es gibt einen gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz. Ein Schwerpunktthema ist angesichts des beunruhigenden Insektensterbens deren Schutz und Förderung. Am Sonnabend, 9. Februar, sollen deshalb Nisthilfen für Wildbienen gebaut werden. Beginn ist um 10 Uhr im Jugendhaus JohnnyB. an der Sorgenser Straße.

Nisthilfen aus einfachen Mitteln

„Leider sind die meisten Insektenhotels, die es zu kaufen gibt, für Wildbienen völlig untauglich“, sagt Hans-Jürgen Sessner, der seit vielen Jahren für die Jugendarbeit des Nabu Burgdorf, Uetze und Lehrte im Einsatz ist. Sessner, ein ausgewiesener Wildbienenexperte, wird zunächst in einem kurzen Vortrag erklären, wie Wildbienen ihre Nester bauen und mit welch einfachen Mitteln gute Nisthilfen selbst herzustellen sind. Dann können die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit ihren Eltern zum Werkzeug greifen.

„Wir wollen gemeinsam eine größere Nisthilfe bauen“, kündigt Sessner an. Das Gelernte könne dann gleich zu Hause als Familienprojekt verfeinert werden. Die beste Nisthilfe werde der Nabu mit kleinen Preisen prämieren.

Solche Nisthilfen sind einfache Mittel, um Insekten im eigenen Garten ein Zuhause zu schaffen, erklärt der Nabu Niedersachsen auf seiner Homepage. Wildbienen, heißt es dort, legen ein Ei in Löcher, wie sie von Käfern in totes Holz gebohrt werden, oder in hohle Halme. Diese Löcher werden dann verdeckelt, sodass sich das Jungtier dahinter, vor Austrocknung geschützt, entwickeln kann. Solche idealen Nisthölzer könne auch der Naturgärtner leicht schaffen – durch die Anlage von Stängelbündeln und die Bohrung von Bruthölzern.

Sandflächen werden freigelegt

Um die Welt der Insekten geht es auch am 1. Juni bei einer Exkursion rund um den Bösselberg. Am 14. September soll der Wildbienenhügel im Lehrter Stadtpark gepflegt werden, was hauptsächlich bedeutet, die Sandflächen wieder freizulegen.

Der Nabu gestaltet seine Angebote für den Nachwuchs erstmals als Familienprogramm. Das hat einen bürokratischen Grund: Der Nabu Landesverband habe eine neue Richtlinie zu den Anforderungen an Leiter von Jugendgruppen aufgestellt. „Diese kann ich nicht erfüllen. Denn ich habe keine pädagogische Ausbildung“, sagt Sessner. Deshalb müssten Eltern oder Großeltern die Kinder begleiten. Das täten bereits jetzt viele, sodass die Umstellung in der Praxis gar nicht so groß sei.

 

Familienprogramm zum Herunterladen

 

23. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Fleißige Naturschützer

Niko Wöhler und Phil Scholze haben 20 Säcke Eicheln gesammelt und spenden ihren Verdienst für die Fledermaus-Winterquartiere

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Manfred Meyer (von links), Phil Scholze und Nabu-Experte Bernd Rose suchen im Winterquartier mit Taschenlampen und Spiegel nach Fledermäusen.
Foto: Franka Haak

 

BURGDORF/RAMLINGEN (fh). Die 75 Euro hatten sich Niko Wöhler und Phil Scholze aus Ramlingen eigentlich redlich verdient. Schließlich hatten die beiden elfjährigen Schüler der IGS Burgdorf im Herbst über 20 Säcke Eicheln gesammelt – insgesamt mehr als 200 Kilogramm. Doch anstatt sich von dem Geld, das sie dafür vom Förster bekommen haben, selbst einen Wunsch zu erfüllen, haben sie sich entschieden, damit den Fledermäusen zu helfen.

Phil Scholze und sein Opa Manfred Meyer haben sich Mitte Januar mit Bernd Rose vom NABU Burgdorf auf dem städtischen Bauhof an der Friederikenstraße getroffen, um ihm die Spende zu übergeben. Bei dieser Gelegenheit nahm der Fledermaus- Experte die beiden mit in das Winterquartier im dortigen Bunker – und spannte sie gleich als Helfer ein: Ausgestattet mit Taschenlampen begaben sich die drei auf eine kleine Expedition, um zu zählen, wie viele Fledermäuse sich dort im Moment aufhalten.

Kein ganz einfaches Unterfangen: Denn nicht nur die extra angefertigten Unterschlupfe aus Beton gilt es abzusuchen. An Wänden und Decken befinden sich auch überall gelöcherte Ziegel. „In jedes Loch, in das wir mit dem Finger hineinkommen, passt auch eine Fledermaus rein“, erklärt Rose seinen beiden Lehrlingen. Phil ist mit Begeisterung bei der Sache und leuchtet konzentriert Löchlein für Löchlein ab. Vorerst ohne Erfolg. „Bei den bisher eher milden Temperaturen haben sich noch nicht alle Fledermäuse in das Winterquartier zurückgezogen“, erklärt Rose.

Dann biegt die kleine Gruppe vom ersten Raum in einen Verbindungsgang zum hinteren Teil des Bunkers ein. Der Lichtkegel von Phils Taschenlampe streift über die noch gut fünf Meter entfernte Wand. „Da ist eine“, ruft er aufgeregt und bewegt seine Taschenlampe wieder etwas zurück. Selbst Fledermaus-Experte Rose muss noch ein gutes Stück näher herangehen, bevor er anerkennend nickt: ein Braunes Langohr. Es ist selbst für Laien nach einer kurzen Einweisung gut wiederzuerkennen: Seine Ohren sind so lang, dass es sie zum Schlafen unter seine Flügel klappt. „In meinen Quartieren in Burgdorf und Uetze ist fast nur diese Fledermausart anzutreffen, obwohl es in Niedersachsen noch 18 weitere gibt“, so Rose.

An die Stelle, an der Phil die Fledermaus entdeckt hat, heftet er eine Wäscheklammer, damit er beim nächsten Mal nachgucken kann, ob sie noch immer dort ist. Insgesamt kommen an diesem Nachmittag sieben Klammern zum Einsatz – so viele Braune Langohren entdeckt das Dreiergespann. Fast immer ist es Phil, der sie als erster sieht. Kurz bevor es wieder ans Tageslicht geht, findet der junge Naturschützer auch noch die Nummer sieben. „Du bringst mir wirklich Glück“, kommentiert Rose mit einem Schmunzeln.

Phil ist mindestens genauso begeistert von der Exkursion. Für ihn steht fest, dass es nicht sein letzter Besuch in einem Fledermaus- Winterquartier gewesen sein soll. Schon im Februar will er Rose zum Regionaltreffen der Fledermaus-Botschafter begleiten und den Zukunftstag, bei dem Schüler ein paar Stunden lang in einen Beruf hineinschnuppern können, würde er auch gern beim Nabu absolvieren. „Ich will Biologe werden“, erklärt Phil. Und sein Großvater ergänzt mit einem stolzen Lächeln: „Vielleicht landet er später mal bei Greenpeace."

 

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Kaum zu sehen, aber Phil hat es trotzdem entdeckt: Das Braune Langohr hat sich zum Schlafen in die Fuge zwischen zwei Mauersteinen verkrochen.
Foto: Franke Haak

 

18. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten

Biologin und Eidechsenexpertin Ina Blanke hält am 24. Januar einen Vortrag in der Städtischen Galerie Lehrte

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Diese Zauneidechse besticht durch die auffallend hübsche Zeichnung.
FOTO: INA BLANKE

 

Von Sandra Köhler

Lehrte. „Unsere Eidechsen – Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten“ ist der Titel eines Vortrags, zu dem der Naturschutzbund (Nabu) für Burgdorf, Lehrte, Uetze für Donnerstag, 24. Januar, einlädt. Er beginnt um 19 Uhr in der Städtischen Galerie Lehrte, Alte Schlosserei 1.

In Lehrte und Umgebung leben Zaun- und Waldeidechsen. Biologin Ina Blanke kennt sich mit diesen Reptilien bestens aus und will ihre Kenntnisse mit interessierten Naturfreunden teilen. Wo leben heimische Eidechsen und wie unterscheidet man sie? Warum zählen Blindschleichen nicht zu den Eidechsen, und warum entpuppen sich viele vermeintliche Eidechsen dann als Molche?

Nach der Beantwortung dieser grundsätzlichen Fragen widmet sich die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin dem Jahreskreis der Eidechsen. „Dieses bietet viele Überraschungen, so sind unsere Eidechsen insbesondere im März ausgesprochene Sonnenanbeter. Im Sommer freuen sie sich über Schatten oder suchen sogar schon ihre Winterquartiere auf“, gibt Nabu- Pressewartin Margret Schäfer einen kleinen Einblick auf das, was die Besucher des Vortrags erwartet. Wenn sich Eidechsen paaren, verläuft das nach festen Spielregeln. Wie übrigens vieles im Zusammenleben der Eidechsen. Später legen die Weibchen der Zauneidechse Eier ab, die Waldeidechsen bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt.

Wie geht es dann weiter, und wie kann man heimischen Reptilien helfen? Auch diese und weitere Fragen beantwortet die Diplombiologin gern und ausführlich. Nicht fehlten dürfen dabei Fotos, die das Leben der heimischen Reptilien illustrieren. Zahlreiche davon sind in der Umgebung aufgenommen worden. Wer sich im Vorfeld schon ein wenig einstimmen will, kann Blankes Internetseite www.reptilienbrauchen- freunde.de besuchen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, Spenden sind erbeten.

 

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Eine Waldeidechse nimmt ein Sonnenbad.
FOTO: INA BLANKE

 

16. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Erstaunliches über das Leben der Eidechsen

NABU-Vortrag am Donnerstag, 24. Januar mit der Biologin Ina Blanke

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Die heimische Waldeidechse wird im NABU-Vortrag am 24. Januar genauer in den Blick genommen.
Foto: Ina Blanke

 

ALTKREIS (r/gg). Das Leben der Zaun- und Waldeidechsen stellt die Biologin Ina Blanke in einem NABU-Vortrag am Donnerstag, 24. Januar, ab 19 Uhr in der Städtischen Galerie, Alte Schlosserei 1, vor. Wo leben heimische Eidechsen und wie unterscheidet man sie? Warum zählen Blindschleichen nicht zu den Eidechsen, und warum entpuppen sich viele vermeintliche Eidechsen dann als Molche?

Nach diesem Einstieg geht es weiter mit dem Jahr der Eidechsen. Dieses bietet viele Überraschungen, so sind unsere Eidechsen insbesondere im März ausgesprochene Sonnenanbeter. Im Sommer freuen sie sich über Schatten oder suchen sogar schon ihre Winterquartiere auf.

Die Paarungen verlaufen nach festen Spielregeln – wie vieles im Zusammenleben der Eidechsen. Später legen die Weibchen der Zauneidechse Eier ab, die Waldeidechsen bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt. Wie geht es dann mit ihnen weiter, und wie kann man heimischen Reptilien helfen? Diese und weitere Fragen beantwortet die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin, viele der gezeigten Fotos stammen aus der Umgebung. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

 

12. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Nabu-Vortrag über Eidechsen

Biologin berichtet über Reptilien

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Über Eidechsen berichtet die Biologin Ina Blanke in der Städtischen Galerie.
FOTO: PRIVAT

 

Lehrte. Mit Zaun- und Waldeidechsen beschäftigt sich die Biologin Ina Blanke in ihrem Vortrag „Unsere Eidechsen – Heimliches Leben zwischen Licht und Schatten“. Beginn ist am Donnerstag, 24. Januar, um 19 Uhr in der Städtischen Galerie.

Die Wissenschaftlerin aus Lehrte berichtet im Auftrag des Naturschutzbundes (Nabu) Burgdorf, Lehrte und Uetze unter anderem über die Lebensräume und Entwicklung der Reptilien, die auch in Lehrte vorkommen. Blanke berichtet dabei über die Besonderheiten der heimischen Arten wie das Zusammenleben und die Fortpflanzung der Reptilien. So legen manche Eier ab, andere bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt.

Blanke gibt den Besuchern in ihrem Vortrag auch Tipps, wie die heimischen Eidechsen geschützt und unterstützt werden können. Die Biologin beschäftigt sich auch mit Besonderheiten: So geht sie etwa der Frage nach, warum Blindschleichen nicht zu den Eidechsen zählen und warum vermeintliche Eidechsen eigentlich Molche sind.

Die Eidechsenexpertin und Fachbuchautorin Blanke steht im Anschluss ihres Vortrags den Besuchern auch für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Interessierte werden um eine Spende gebeten. pos

 

12. Januar 2019 - Hannoversche Allgemeine Zeitung

Bedrohte Bienen im Garten schützen

Gefährdete Insekten im Großformat: Bildervortrag in der Begegnungsstätte

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Links: Gehörnte Mauerbienen an einer Nisthilfe.
Rechts: Blaue Mauerbiene an einem Wiesensalbei.

FOTOS: HANS-JÜRGEN SESSNER

 

Von Frank Walter

Großburgwedel. Der Naturschutzbund (Nabu) Burgwedel und Isernhagen lädt für Freitag, 18. Januar, zu einem Bildervortrag mit dem Titel „Heimische Wildbienen im Garten“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) an der Gartenstraße 10 in Großburgwedel.

Nicht zuletzt dank des umtriebigen Imkervereins, der auf einer Wiese schräg gegenüber des Schulzentrums an der Hannoverschen Straße zahlreiche Bienenvölker angesiedelt hat, sind die nützlichen Insekten den Menschen in Großburgwedel häufig vor Augen. Doch der Schein trügt: In der freien Landschaft hat die Vielfalt der Bienen und anderer Insekten in den vergangenen Jahren in besorgniserregendem Ausmaß abgenommen. Daher kommt dem Siedlungsraum eine besondere Rolle für den Schutz bedrohter Arten zu, so der Nabu. Schutzmöglichkeiten fänden die Insekten neben öffentlichen Flächen vor allem in privaten Gärten.

Hans-Jürgen Sessner vom Nabu stellt in seinem Vortrag viele heimische Wildbienenarten in faszinierenden Großaufnahmen vor. Gezeigt werden unter anderem Mauer-, Woll-, Pelz- und Blattschneiderbienen bei der Nahrungssuche und beim Nestbau. Sessner ermöglicht auch Einblicke in Bienennester – eine Welt, die den Menschen abseits der Imkerei sonst verborgen bleibt.

Besucher der Veranstaltung bekommen zudem Hinweise zur bienenfreundlichen Gestaltung ihrer Gärten. Schon auf wenigen Quadratmetern kann mit der richtigen Bepflanzung ein kleines Paradies für Wildbienenarten geschaffen werden. Dazu gibt es viele Tipps für den Bau sinnvoller Nisthilfen, denn die meisten käuflichen „Insektenhotels“ sind aus Sicht des Naturschutzbundes völlig unbrauchbar.

Der Eintritt für Nabu-Mitglieder zum Bildervortrag in der SBS ist frei, andere Interessierte zahlen 3 Euro. Der Nabu freut sich zudem über Spenden für ein Wildbienen- Schutzprojekt, das im Vortrag vorgestellt wird.

Die erste Exkursion des Jahres führt Nabu-Mitglieder und interessierte Gäste am Sonntag, 3. Februar, zur winterlichen Vogelwelt an die Koldinger Teiche. Treffpunkt zur Bildung von Fahrgemeinschaften ist um 9.30 Uhr am Domfrontplatz in Großburgwedel. Die Rückkehr ist für 13 Uhr geplant.

Im nächsten Bildervortrag in der Seniorenbegegnungsstätte befassen sich Heidrun Roland und Christian Dulce am Freitag, 22. Februar, ab 19 Uhr. Das Thema: „Feldlerche, Besenheide und Co.“. Dann werden die Tiere und Pflanzen des Jahres 2019 vorgestellt. Auch bei diesen beiden Veranstaltungen zahlen Nichtmitglieder je 3 Euro Eintritt für die Teilnahme.

 

09. Januar 2019 - Marktspiegel Burgwedel

Wildbienen im Blick

Vortrag des Naturschutzbundes in der Seniorenbegegnungsstätte

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Eine Pelzbiene auf einem Gänseblümchen.
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

GROSSBURGWEDEL (r/bs). Zu einem Vortrag zum Thema „Heimische Wildbienen im Garten“ lädt der Naturschutzbund am Freitag, 18. Januar, ein. Der Vortrag findet in der Begegnungsstätte in Großburgwedel, Gartenstr. 10, statt und beginnt um 19.00 Uhr.

In den letzten Jahren hat die Vielfalt der Bienen und anderer Insekten in der freien Landschaft der besorgniserregend abgenommen. Daher kommt dem Siedlungsraum eine besondere Rolle für den Schutz bedrohter Arten zu.

Möglichkeiten zum Schutz bieten neben öffentlichen Flächen vor allem private Gärten. Hans-Jürgen Sessner stellt viele heimische Wildbienenarten in faszinierenden Großaufnahmen vor. Gezeigt werden unter anderem Mauer-, Woll-, Pelzund Blattschneiderbienen bei der Nahrungssuche oder beim Nestbau. Es gibt auch Einblicke in Bienennester: Eine Welt, die uns sonst verborgen bleibt.

Besucher bekommen Hinweise zur bienenfreundlichen Gestaltung von Gärten. Schon auf wenigen Quadratmetern kann mit der richtigen Bepflanzung ein kleines Paradies für einige Wildbienenarten geschaffen werden. Dazu gibt es viele Tipps für den Bau von sinnvollen Nisthilfen, denn die meisten käuflichen „Insektenhotels“ sind leider völlig unbrauchbar.

Der NABU freut sich über eine Spende für ein Wildbienenschutzprojekt, das im Vortrag vorgestellt wird.

 

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Eine Blaue Mauerbiene an Wiesensalbei.
Foto: Hans-Jürgen Sessner

 

09. Januar 2019 - Marktspiegel Burgdorf

Bäume aus aller Welt

NABU-Neujahrsspaziergang führt bei Nieselregen durch den Stadtpark

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Der NABU-Neujahrsspaziergang mit Ernst Schmidt, Rainer Stange und Dieter Kleinschmidt (Mitte v.li.) endete im Burgdorfer Stadtpark ganz „exotisch“ am chinesischen Urweltmammutbaum (re.), der im Reich der Mitte erst 1941 entdeckt worden war.
Foto: Georg Bosse

 

BURGDORF (gb). Sie sind irgendwann aus ihren angestammten Lebensräumen Asien, Balkan und China, aus dem Kaukasus, Kleinasien, Nordamerika und Südeuropa immigriert und haben in Burgdorf feste Wurzeln geschlagen. Genauer gesagt im Stadtpark der Auestadt, der am vergangenen 1. Januar das Ziel des traditionellen Neujahrsspaziergang des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) Burgdorf, Lehrte & Uetze war.

Dem grau-kühlen und nieselfeuchten Jahresauftakt trotzten gut 40 Personen, die sich auf dem Schützenplatz eingefunden hatten, um mit NABU-Vorstandsmitglied Ernst Schmidt in den Stadtpark zu spazieren und entlang des vom NABU initiierten Baumlehrpfades allerlei Interessantes und Überraschendes zu den dort kultivierten Gehölzpflanzen zu erfahren. Mit von der Partie waren auch der gelernte Baumschulgärtner Rainer Stange vom städtischen Gärtnerbauhof und NABU-Vizevorsitzender Dieter Kleinschmidt.

An der Kaukasischen Flügelnuss an der Auebrücke in der Poststraße angekommen, entzauberten Schmidt und Stange den Mythos, dass Efeu grundsätzlich eine Bedrohung für die Bäume sei. „Entgegen seines negativen Images entzieht der kletternde Efeu „seinem“ Stützbaum nicht das lebensnotwendige Wasser und Nährstoffe. Dennoch behalten wir die hochwachsenden Efeupflanzen im Auge“, betonte Rainer Stange. Er setzte hinzu, dass der Burgdorfer Gärtnerbauhof mit dem seit 20 Jahren bestehenden Baumkataster für die Pflege und zur Gewährung Verkehrssicherheit in den öffentlichen Grünanlagen gut aufgestellt sei. „Die Kooperation zwischen Gärtnerbauhof und NABU klappt gut“, bestätigte Dieter Kleinschmidt.

Die Gruppe setzte ihren Weg fort und erfuhr von Ernst Schmidt, dass die große Stieleiche vor der „Alten Landratsvilla“ (Rathaus II) mit der Pyramideneiche hinter dem Bürgermeisteramtssitz verwandt ist: „Die „Fastigiata“, auch Säuleneiche genannt, ist eine Sonderform der Stieleiche.“ Auf der Strecke in Richtung Schwanenteich wurde ein kurzer Stopp am „letzten Stückchen Urwald“, so Ernst Schmidt, eingelegt, wo ein gekappter Zuckerahorn in urwüchsiger Umgebung seinem natürlichen Kreislauf überlassen bleibt.

Am Amberbaum und an der Japanischen Blüten-(Zier-) Kirsche vorbei, ging es zu den Hängeweiden (früher Trauerweiden genannt) am Teich, in dem sich zur Verblüffung aller eine Nutria (Biberratte) tummelte. Ein Unikat unter den zahlreichen, ehemals fremdländischen, Bäumen im Burgdorfer Stadtpark ist der nordamerikanische Eschenahorn, dem unweit des Teiches seine mitteleuropäische Heimat zugewiesen wurde. „Alle fremdländischen Gehölze sind hier bewusst angepflanzt worden, um den Park interessant zu machen“, erklärte Ernst Schmidt. Richtig exotisch wurde es am Ende der Tour, als Ernst Schmidt die Neujahrsspaziergänger zu dem Urweltmammutbaum, der erst 1941 in China entdeckt wurde, sowie zum benachbarten Riesenmammutbaum führte. Beide sind nur einen Steinwurf vom nahen Spielplatz entfernt zu bewundern.

 

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Vor der „Alten Landratsvilla“ hat sich eine Stieleiche (Mitte) fest verwurzelt.
Foto:geor Bosse

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Rainer Stange (li.) und Ernst Schmidt (3.v.li.) mit den Neujahrsspaziergängern an den Hängeweiden am Schwanenteich.
Foto:Georg Bosse

 

 

 

 

Der Pressespiegel erscheint mit freundlicher Genehmigung der jeweiligen Zeitungen