Die Naturschutzjugend (NAJU)

Deutschlands größter Kinder- und Jugendverband im Naturschutz

Die Naturschutzjugend (NAJU) im Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. ist die unabhängige, gemeinnützige Jugendorganisation des NABU und deutschlandweit der größte Kinder- und Jugendverband im Natur- und Umweltschutz. Sie wurde 1982 gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, durch aktiven Natur- und Umweltschutz die natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen und die biologische Vielfalt zu erhalten.

 

Die NAJU ist der führende Kinder- und Jugendverband in der außerschulischen Umweltbildung, im Umweltschutz und im praktischen Naturschutz. Die NAJU ist  mit über 1000 Gruppen in ganz Deutschland aktiv. Durch Projekte und Kooperationen im In- und Ausland pflegt die NAJU ein großes Netzwerk.

 

In der NAJU engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für den Schutz von Natur und Umwelt. In unseren Ortsgruppen sind wir vor allem im praktischen Naturschutz aktiv: Wir pflanzen Bäume, bauen Krötenfangzäune, kümmern uns um Streuobstwiesen, schützen Vögel und Fledermäuse oder machen auch mal eine Schlammschlacht beim Anlegen von Teichen.

 

 

 

 

Ansprechpartnerin für die NAJU Burgdorf-Lehrte-Uetze:

 

Iris Darimont-Liebthal

jugend@nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de

iris.darimont-liebthal@nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de

 

 

 

 

NAJU-Gruppentreffen auf Gut Sunder

Von Samstag auf Sonntag (18./19. Juni) kamen fünf NAJU-Gruppen aus den verschiedenen Regionen Niedersachsens auf NABU Gut Sunder in Winsen/OT Meißendorf zusammen. Durch die gute Vorbereitung im Online-Format war ein vielfältiges Angebot ausgearbeitet worden, um gemeinsam mit den Kindern rund um die Natur zu werkeln und die Örtlichkeit von Wald, Bach und Weiher zu entdecken. An den zwei Tagen bastelten die Kinder Boote aus Naturmaterialien, stellten „Regenmacher" her, kescherten im nahegelegenen Teich, malten Bilder mit Farben aus verschiedenen Böden und kamen bei Einbruch der Dunkelheit den Fledermäusen mit Detektoren auf die Spur. Spiel und Spaß kamen dabei nicht zu kurz und alle Kinder freundeten sich schnell miteinander an. Ganz besonders lecker waren das überbackene Brot aus dem Steinofen und das Gemüse mit Kräuterdipp dazu. Mit Gesang und Gitarrenbegleitung klang der erste Tag aus. Bei fast schon zu warmen sommerlichen Temperaturen krochen zu später Stunde alle in ihre Zelte und in die Strohscheune, um den piesackenden Mücken zu entkommen. Ein „Rennen“ mit den selbstgebastelten Booten im Bachlauf hinter dem Seminarhaus war am Sonntagnachmittag der krönende Abschluss. Alle waren sich einig: das nächste NAJU-Gruppentreffen soll ganz bald wieder stattfinden! 

 

(Fotos: privat)

"Bienen / Teil 2"

Aufmerksam folgen die Kinder den Erklärungen von Hans-Jürgen Sessner. (Foto: privat)
Aufmerksam folgen die Kinder den Erklärungen von Hans-Jürgen Sessner. (Foto: privat)

Zum Thema „Bienen / Teil 2“ trafen sich die NAJU-Kinder am 11. Juni in der Burgdorfer Weststadt. Welche Arten von Wildbienen und anderen Insekten auf der Magerrasenwiese zu finden sind, konnte die Gruppe mit Becherlupen und Bestimmungsbüchern entdecken. Wie lang muss ein Insektenrüssel sein, um Nektar aus den verschiedenen Blütenkelchen trinken zu können? Wie unterscheiden sich die Wildbestäuber von den Honigbienen? Der eingeladene Experte Hans-Jürgen Sessner berichtete von der besonderen Lebensweise der solitär lebenden Bienen und erklärte das "Wildbienenhotel". Auch konnten die Kinder einmal nachempfinden, wie Insekten mit ihren Facettenaugen die Umwelt wahrnehmen. Dafür setzten sie sich eine speziell geschliffene Brille auf. Was sie dann sahen, führte zu viel Lachen, denn plötzlich waren sie nicht mehr sicher auf den eigenen Füßen, da alles mehrfach zu sehen war. Ganz besonders freuten sich die Betreuerinnen, dass zwei der ukrainischen Kinder wieder teilnahmen, die beim vorherigen Termin bereits mit von der Partie waren!

Gemeinsam mit ukrainischen Kindern

Mit Dagmar Hartmann, der "Schwalbenbeauftragten" unserer Ortsgruppe, boten wir zum Thema "Nisthilfenbau für Schwalben" eine Werkelstunde an. Somit erfuhren wir gleichzeitig, wie wir die Schwalben damit unterstützen können, da es durch die moderne Landwirtschaft immer weniger Brutmöglichkeiten für die "gefiederten Glücksboten" gibt.

 

Nicht nur das, sondern in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe der Stadt Burgdorf kamen unsere NAJU-Kinder erstmals mit Kindern aus der Ukraine zusammen, um in Sachen "Natur" tätig zu werden.

 

Mit viel Spaß bei der sprachlichen Verständigung und der Aufgabe an sich waren auch einige Mütter dabei und halfen tatkräftig mit. Man tauschte sich aus und kam schnell zu der Erkenntnis, dass intakte Natur nur ohne Grenzen funktioniert!

 

Für die ukrainischen Kinder im Alter von 8-12 Jahren sollen weitere Aktionen folgen: für eine leichtere Integration durch spannende Themen und Gleichaltrige.

 

Fotos: privat

 

 

Die NAJU Burgdorf-Lehrte-Uetze bei den Bienen

Die Aktionsreihe zum Thema „Bienen“ begann für die NAJU-Kinder am 14. Mai mit einem doppelten Vergnügen. Am Anfang stand der Besuch bei Imker Ralph Lobback und seinen Bienenvölkern. Er erklärte den neugierigen Kindern die einzelnen Arbeitsvorgänge des Imkerns, die eng mit dem Jahreszyklus eines Bienenvolkes verbunden sind.

 

Wann wird der Smoker eingesetzt? Was macht der Imker mit dem Spaten, dem Abkehrbesen, der Entdecklungsgabel und der Schleuder? Die NAJU-Kinder stellten viele Fragen, um am Ende ein erstes Grundwissen darüber zu haben, mit welcher Sorgfalt der Honig gewonnen wird. Der Hut mit dem Imkerschleier war für alle der Höhepunkt: Sie durften ihn aufsetzen und die Welt einmal durch das Netz betrachten, das den Imker vor Stichen schützt.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Ralph Lobback und den Imkerverein Burgdorf e.V. für dieses schöne Erlebnis der NAJU-Kinder.

 

Im zweiten Teil ging es auf die NABU-Streuobstwiese an der Eseringer Straße in Burgdorf. Hier stehen ebenfalls einige Bienenvölker, die die Kinder im Umfeld beobachten konnten. Beim „Pollen-Sammelspiel“ und „Tischlein deck dich“ konnten die Kinder nachempfinden, dass Bienen sehr fleißige Insekten sind. Ohne die Bestäubung durch die Bienen und andere Insekten müssten wir Menschen auf viele unserer Lebensmittel verzichten.

 

Zum Abschluss dieses schönen und lehrreichen Vormittags wurde die „Süßkirsche“ eingeweiht, die als Patenbaum der NAJU-Gruppe offiziell übergeben wurde, und jedes Kind konnte seine eigene Patenschaftsurkunde mit nach Hause nehmen.

 

 

Fotos: privat