Nabu Burgdorf-Lehrte-Uetze Preisträger Fotowettbewerb

 

1. November 2021

NABU-Fotowettbewerb Naturnaher Garten: Die 3 Preisträger wurden ausgewählt

Der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze hatte es nicht leicht bei der Wahl der 3 Preisträger. Nach dem Einsendeschluss am 1. September sollten unter vielen schönen Beiträgen 3 Preise vergeben werden. Eine 4-köpfige Jury vom NABU konnten sich dann aber letztendlich doch einig werden. :-)

Der erste Preis


Der erste Preis, eine fachkundige Beratung bei der Gartengestaltung, geht an Frau Sonja Wolken. Ihr Bild beeindruckte durch eine ungewöhnliche Perspektive und die besonderen Lichtverhältnisse. Zu sehen sind darauf sogar die Trichter vom Ameisenlöwen. Der Ameisenlöwe ist eine räuberische Insektenlarve. Er baut diese Trichter im sandigen Boden. Wenn Beute dort hineinläuft, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Das Bild vereint so zwei Merkmale, die für einen ökologisch wertvollen Garten wichtig sind. Offene und nicht komplett versiegelte Flächen mit blühende Wildblumen.

Der zweite Preis


Der zweite Preis, eine private Gruppen-Führung durch den Heilpflanzengarten in Celle, ging an Frau Ingrid Maibaum-Nierentz. Hier fand die Jury den Blick in die Ferne sehr schön. Das Beet im Vordergrund hat besonders viele Insektenfreundlich Pflanzen aufzuweisen. Z. B. ungefüllte Stockrosen, Kugellauch, Akelei, Flockenblume, Frauenmantel, Glockenblume, Kanadische Goldrute, Rittersporn und Ringelblumen.

Der dritte Preis


Der dritte Preis, ein hochwertiges Gartenbuch mit dem Themenschwerpunkt „Naturnahes Gärtnern“, ging an Frau Stefanie Eckler. Dieses Bild wurde dem Untertitel des Wettbewerbes „Wilde Gärten“ besonders gerecht.

Auswahl weiterer Fotobeiträge

1

Bild 1 von 27

Fotowettbewerb Naturnaher Garten
Foto: Annelene Wagner

Mit diesem Fotowettbewerb wollten wir als Naturschutzverein natürlich auch die wachsende Bedeutung von naturnahen Gärten in die Öffentlichkeit bringen. Jeder Quadratmeter Natur zählt! Einige Einsender von Fotobeiträgen äußerten sich dann auch besorgt über die wachsende Zahl von sogenannten „Schottergärten“. Diese bieten keinerlei Lebensraum für Insekten oder Kleinstlebewesen. Über den Grund für die zunehmende Popularität solcher „Gärten“ kann nur spekuliert werden. Pflegeleichter als z. B. Staudenbeete sind sie auf keinen Fall. Sie haben mehr Nach- als Vorteile: Schotter muss oft von weit her gebracht werden, bevor er auf den Vorgarten gekippt wird. Unter dem Schotter wird im Garten eine Vlies- oder Folienschicht verlegt, die „Unkräuter“ unterdrücken soll. Nach einigen Jahren kommt die Folie hervor und wird sichtbar. Die Schottersteine werden im Laufe der Zeit verschleppt oder aber durch Algen, Laub und Staub verdreckt. Die Reinigung ist sehr aufwändig, da der Schotter in manchen Fällen komplett ausgetauscht werden muss. Auch das Jäten solcher Schotterflächen ist mühsam.

Um dieses Thema soll es im nächsten Frühjahr 2022 bei einem von uns geplanten Vortragsabend gehen. Vielleicht wird es dabei gelingen einige Teilnehmer für mehr Natur im Garten zu begeistern. Im Frühherbst soll es dann noch mal einen Vortragsabend mit ganz praktischen Tipps rund um das Anlegen eines Naturgartens gehen. Beide Vorträge sind zurzeit noch in Planung und sollen rechtszeitig zum Erscheinen unseres neuen NABU-Programmheftes 2022 dort zu finden sein.

Vorab finden Sie hier speziell zum Thema „Schottergärten“ und die Umsetzung von naturnahen Alternativen 3 Infoblätter als PDF zum Downloaden.

Eine Broschüre mit wertvollen Informationen zu diesem Thema erhalten finden Sie hier oder auch in gebundener Form bei der Stadt Burgdorf bzw. auf Anfrage bei uns.